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Stormarn Frühstück auch mit Sorgen
Lokales Stormarn Frühstück auch mit Sorgen
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18:21 29.01.2015
Dr. Henning Görtz (l.) und Reiner Ottersbach beim Seniorenfrühstück. Quelle: Bettina Albrod
Bargteheide

Der Seniorenbeirat Bargteheide fürchtet um seine Fahrradausflüge: „Radtouren sollen künftig anmeldepflichtig sein“, erklärte der Vorsitzende Reiner Ottersbach beim Bürgermeisterfrühstück in Bargteheide. Einmal im Jahr ist Bürgermeister Dr. Henning Görtz dabei im Stadthaus zu Gast, um bei belegten Brötchen die wichtigsten Entwicklungen in der Stadt vorzustellen und sich zu Anregungen und Kritik der Bargteheider Senioren zu äußern. Görtz sagte zu, die Sache zu klären.

Harald Haase, Sprecher des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie in Schleswig-Holstein, gibt jetzt schon Entwarnung. „Die Straßenverkehrsordnung gibt dazu eine vage Empfehlung ab, und auch nur, wenn es Gruppen von mehr als 100 Leuten sind, die auf Bundes- und Landesstraßen fahren und dadurch die Verkehrssicherheit gefährden könnten“, erklärte er. „Normale Radtouren über normale Strecken sind davon gar nicht betroffen, da gibt es keinen Regelungsbedarf.“

Von daher kann der Bargteheider Seniorenbeirat sein Programm unbesorgt planen. Das findet immer mehr Liebhaber. „Im vergangenen Jahr haben 2200 Senioren unsere Angebote von Ausflügen über Radtouren, Vorträge und Kino angenommen“, bilanzierte Ottersbach vor gut 100 Frühstücksgästen. „Das sind zehn Prozent mehr als im Vorjahr.“ Auch in Bargteheide nimmt die Zahl der Senioren stetig zu, und sie finden ihre politischen Vertreter im Seniorenbeirat. Der wird Anfang 2016 neu gewählt, und Ottersbach rief dazu auf, sich als Kandidat zur Verfügung zu stellen. Die Zusammenarbeit mit der Verwaltung und den Stadtvertretern sei sehr gut. Bürgermeister Görtz stellte die wichtigsten Themen vor, die auf Bargteheide zukommen: „In Mittelstormarn werden laut einer Prognose 4000 preisgünstige und Sozialwohnungen fehlen.“

Das sei ein Thema, dessen man sich annehmen müsse. Angesichts der Flüchtlinge erinnerte Görtz daran, dass viele Anwesende die Zeit nach dem Krieg erlebt hätten. „Damals sind 3000 Flüchtlinge nach Bargteheide gekommen, heute sind es bisher 70“, sagte er und appellierte daran, den Flüchtlingen zu helfen, in Bargteheide eine neue Heimat zu finden. Die Stiftung für Bargteheide habe mehr als 5000 Euro Spenden eingenommen und könne damit Sprachkurse für die Neubürger finanzieren.

Auch Görtz sprach das Thema Fahrradfahren an, allerdings ging es hier um die Radwege innerorts, die abgeschafft werden. „Studien zeigen, dass die meisten Unfälle an Ausfahrten oder bei Zusammenstößen auf dem Radweg passieren“, so der Bürgermeister. „Auf der Straße soll es sicherer sein.“ Ein tierisches Problem sprachen die Senioren an: „Wir sehen Ratten im Garten“, erklärte eine Frau. Görtz bestätigte, dass die Schädlinge vor allem entlang der Bahn beobachtet würden. „Wir haben Gespräche mit der Deutschen Bahn geführt, die Rattenbekämpfung in der Bahntrasse soll losgehen.“

Die Banner über der Straße, die auf Volksfeste und Veranstaltungen hinweisen, gehören in Bargteheide der Vergangenheit an. „Straßenbanner sind nicht mehr zulässig“, erklärte Görtz. „Es sei denn, wir würden neue Masten aufstellen.“ Auch werde es der Feuerwehr zu viel, immer die Banner auf- und ab zu hängen. Deshalb gebe es jetzt neue Begrüßungsschilder, auf denen Platz sei, um auf Feste und Veranstaltungen in der Stadt hinzuweisen.

„Straßenbanner sind nicht mehr zulässig.“
Dr. Henning Görtz, Bürgermeister

Bettina Albrod

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