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Stormarn GEW Stormarn kritisiert nicht ausreichende Schulbegleitung
Lokales Stormarn GEW Stormarn kritisiert nicht ausreichende Schulbegleitung
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15:00 27.10.2019
Manche Kinder mit besonderen Problemlagen benötigen die Unterstützung durch eine Schulbegleitung, um dem Unterricht folgen zu können. Quelle: Sebastian Gollnow/dpa
Bad Oldesloe

Der Kreisvorstand der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Stormarn kritisiert die Situation der Schulbegleitung im Kreis. „Immer wieder gibt es Probleme bei der Genehmigung von Schulbegleiterinnen und Schulbegleitern, bei deren Bezahlung, bei der Qualität der Träger und bei Ausflügen und Sondersituationen in der Schule“, heißt es in einer Mitteilung von Andrea Aust, Kreisvorsitzende der GEW.

Schulbegleiter seien pädagogisch interessierte, aber meist nicht ausgebildete Personen, die Kinder mit besonderen Problemlagen wie körperliche oder seelische Behinderungen oder Verhaltensauffälligkeiten zusätzlich im Schulalltag begleiten und betreuen. Zuständig für die Gewährung dieser Integrationshilfe seien das Jugendamt oder die Eingliederungshilfe des Sozialamts. „Es passiert aber durchaus, dass Kinder und Jugendliche weder von dem einen noch von dem anderen Amt gefördert werden und hin und her geschoben werden“, heißt es in der Mitteilung weiter. „Eine Bewilligung aus einem Guss wäre eine sinnvolle Sache.“

Bewilligung erst vor Ferienende

Auch dauere es oft bis kurz vor Ferienende, bis sich kläre, ob eine Schulbegleitung bewilligt wird. Dann sei die bewilligte Stundenzahl oft viel zu gering: „Wie soll ein Kind mit insgesamt nur zehn Begleitungsstunden in der Woche durch die Schulwoche mit 25 Unterrichtsstunden kommen?“, fragt Andrea Aust. Für eintägige Schulausflüge müsse dann ein Extra- Antrag gestellt werden, über den im Einzelfall entschieden wird, obwohl doch eigentlich klar sei, dass ein Kind Schulbegleitung benötige. Die begleitenden Personen seien zudem oft kaum auf ihre Aufgabe vorbereitet, klagt die GEW-Vorsitzende. Mängel sieht die GEW auch bei der Bezahlung, die nicht einheitlich sei und nur nach den tatsächlichen Begleitstunden erfolge.

Unterstützung bei Bedarf

„Eine Leistung der Eingliederungshilfe sollte den Schüler bei Bedarf unterstützen und nicht die Voraussetzung sein, um eine Beschulung überhaupt erst möglich zu machen“, erklärt Wilhelm Hegermann, Leiter im Fachbereich Jugend, Schule und Kultur beim Kreis Stormarn, dazu. Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf hätten laut Schulgesetz die Möglichkeit, an öffentlichen Schulen gemeinsam unterrichtet zu werden. Die Feststellung eines sonderpädagogischen Förderbedarfes durch die Schule führe nicht automatisch zu einem Bedarf oder Anspruch auf Leistungen der Eingliederungshilfe wie eine Schulbegleitung.

„Neben dem von der Schule zu deckenden sonderpädagogischen Bedarf kann bei Vorliegen einer aus einer gesundheitlichen Abweichung der körperlichen Funktionen, geistigen Fähigkeiten oder seelischen Gesundheit resultierenden wesentlichen Teilhabeeinschränkung bezüglich einer angemessenen Schulbildung ein entsprechender Hilfebedarf entstehen. Der pädagogische Kernauftrag der Schule bleibt davon unberührt.“

Einzelfallhilfe wird geprüft

Schulische Integrationshilfen seien Einzelfallhilfen und würden nach Bedarf in unterschiedlicher Stundenzahl bewilligt, so Hegermann weiter. „Es geht den Hilfen eine Einzelfallprüfung voraus, bei der auch geklärt wird, in wie weit die vorrangige Leistungsverpflichtung der entsprechenden Schule durch Bereitstellung entsprechender vorhandener Ressourcen wie Schulische Assistenten, Schulsozialarbeit oder Stunden der Sonderpädagogischen Förderung greift.“ Danach werde im Einzelfall geklärt, in welchem Umfang entsprechende Hilfen erforderlich sind. „Ziel der Maßnahme ist immer eine möglichst hohe Verselbstständigung und Unabhängigkeit von externer Unterstützungsleistung. Die Schulbegleitung kann daher durchaus nur auf einzelne Stunden oder auf bestimmte Tage beschränkt sein, damit dem Kind ein möglichst normaler Schulalltag ermöglicht wird.“

Von Bettina Albrod

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