Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Stormarn Gefesselte Studentin in Mönkhagen: Polizei nimmt Verdächtigen fest
Lokales Stormarn Gefesselte Studentin in Mönkhagen: Polizei nimmt Verdächtigen fest
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:37 04.11.2019
Die Polizei hat am Sonnabend, 12. Oktober, eine gefesselte Frau bei Mönkhagen gefunden. Quelle: Holger Kröger
Lübeck/Mönkhagen

Ermittlungserfolg im Fall der gefesselten Studentin: Polizeibeamte haben einen 43-jährigen Lübecker wegen des Verdachts auf Freiheitsberaubung, sexueller Nötigung und versuchten Mordes festgenommen, teilte die Staatsanwaltschaft Lübeck am Montag mit. Der Mann wurde dem Haftrichter vorgeführt, der die Untersuchungshaft angeordnet hat. Der Verdächtige hat sich bisher noch nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Die 20 Jahre alte Studentin war nach einer Erstsemesterparty in der „Kulturwerft Gollan“ am Morgen des 12. Oktober gefesselt und geknebelt an einem einsamen Feldweg an der Bundesstraße 206 bei Mönkhagen im Kreis Stormarn zufällig von einem Mann gefunden worden. Die Lübeckerin war schwer verletzt.

Die Beamten der zehnköpfigen Ermittlungsgruppe „Werft“ sind durch die Aussagen der Frau auf den Tatverdächtigen aufmerksam geworden. Sie konnte sich bei den Vernehmungen an einen weißen Transporter erinnern, indem man aufrecht stehen könne. Die Beamten haben in den folgenden Wochen nach diesem Fahrzeug gesucht.

Klicken Sie hier, um weitere Bilder von dem Ort zu sehen, wo die gefesselte Studentin gefunden worden ist.

Durch die mehrtägige Auswertung der Bilder einer Videoüberwachunganlage einer in der Katharinenstraße ansässigen Firma, die eigentlich den firmeneigenen Betriebshof überwachen soll, aber auch Teile der Straße aufnimmt, konnten die Beamten den weißen Ford Transit mit Hochdach ausfindig machen. Der verdächtige Mann bewohnt eine nahegelegene Kleingartenparzelle und nutzt das Transportfahrzeug beruflich für seine Aushilfstätigkeiten bei einem Lübecker Unternehmen.

Am vergangenen Freitag haben Beamte eines zivilen Streifenkommandos den Mann im Bereich der Lohmühle festgenommen. Auch das mutmaßliche Tatfahrzeug wurde von den Beamten am Freitag zur Spurensicherung sichergestellt. DNA-Abgleiche auf Kleidung und Knebel der gefesselten Frau stimmen mit der DNA des Verdächtigen überein.

Verdächtiger hat schon einmal versucht, eine Frau zu verschleppen

Der Verdächtige ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft jüngst schon einmal auffällig geworden. Ende September soll er eine Frau in der Katharinenstraße angegriffen und gewaltsam in seine Kleingartenparzelle gezerrt haben. Die Frau war um etwa fünf Uhr morgens auf dem Weg nach Hause von einer Veranstaltung auf der Wallhalbinsel. Die 25-Jährige konnte sich glücklicherweise eigenständig befreien und fliehen. „Da zunächst keine Hinweise auf ein versuchtes Sexualdelikt vorlagen, wurde der Sachverhalt zunächst als Freiheitsberaubung gewertet“, sagt Staatsanwalt Christian Braunwardt. „Die Tat wurde als nicht besonders schwerwiegend eingeschätzt.“ Der Mann blieb auf freiem Fuß.

Polizei sucht weitere Zeugen

Die Beamten der Ermittlungsgruppe „Werft“ suchen weitere Personen, die gegebenenfalls Opfer des Mannes geworden sind oder Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können. Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen türkischstämmigen Mann, der seit 2009 in Lübeck lebt und nur gebrochenes Deutsch spricht. Neben dem weißen Transporter ist der Mann im Rahmen seines Jobs ebenfalls einen gelbfarbenen Fiat Doblo sowie einen weißen Transporter der Marke Iveco gefahren. Hinweise nehmen die Ermittler unter der Telefonnummer 0451 1310 entgegen.

Von Hannes Lintschnig

Das Wetter war feucht, die Würstchen schmeckten trotzdem. Zwölf Kandidaten des Kinder- und Jugendbeirates Reinfeld trafen sich mit Jugendlichen im Neuhöfer Park zum Grillen.

04.11.2019

Über die Hälfte der Arbeitnehmer in den Hamburger Randkreisen pendeln jeden Tag zur Arbeit, und es werden immer mehr. Im ersten Teil der neuen Serie nehmen die LN die Pendlerströme und ihre Entwicklung unter die Lupe.

04.11.2019

Nur sieben Schülerinnen und Schüler interessieren sich für eine Mitarbeit im Oldesloer Kinder- und Jugendbeirat. Sie können jetzt ohne Wahl von den Stadtverordneten in den Beirat bestellt werden.

03.11.2019