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Stormarn Geld für Stormarns Feuerwehren
Lokales Stormarn Geld für Stormarns Feuerwehren
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15:15 26.07.2019
Gemeindewehrführer Holger Wollmer (v.l.), Ortswehrführer Kai Willi Bredekamp, Bürgermeister Andreas Bitzer und MdL Tobias Koch freuen sich über die Förderung für die Freiwillige Feuerwehr in Siek. Quelle: Bettina Albrod
Siek

 Mit insgesamt neun Millionen Euro werden in diesem Jahr vom Land Schleswig-Holstein Investitionen für 73 Feuerwehrhäuser und -Fahrzeughallen sowie für sechs Kreiseinrichtungen des Feuerwehrwesens in Schleswig-Holstein gefördert. Auch der Kreis Stormarn profitiert von dem Förderprogramm des Landes: Die Feuerwehren in Siek und in Todendorf erhalten jeweils einen Zuschuss von 155392,67 Euro. Weitere Fördermittel gehen nach Reinbek und Barsbüttel, und 300000 Euro gibt es für den Neubau des Katastrophenschutzzentrums für den Kreis Stormarn in Hammoor.

1,3 Millionen Euro für Stormarn

„Das ist eine frohe Botschaft“, erklärte MdL Tobias Koch (CDU) am Donnerstag bei der Vorstellung der Pläne für das neue Feuerwehrgerätehaus in Siek. „Stormarn hat mit insgesamt 1,3 Millionen Euro Förderung sehr gut abgeschnitten.“ Die Förderung sei Teil des Kommunalpakets, mit dem auch Schulen und Sportstätten gefördert würden. Von landesweit 80 Anträgen konnten 73 bewilligt werden. Die finanzielle Förderung sei ein Ausdruck der Wertschätzung der Arbeit der freiwilligen Feuerwehrleute im Land, so Koch weiter. Die Fördermittel fließen noch in diesem Jahr. Für 2020 sind weitere zwei Millionen Euro vorgesehen. Die Antragsfrist läuft noch bis September.

Gerd Riemann ist Kreiswehrführer des Kreises Stormarn. Quelle: Jens Burmester

„Wir begrüßen die Förderung und nehmen gerne jeden Cent, den wir haben können“, erklärt Stormarns Kreisbrandmeister Gerd Riemann. „Wir sind glücklich, dass die angemeldeten Vorhaben auch berücksichtigt wurden.“ Für die Vergabe der Fördermittel sei ein Punktesystem entwickelt worden, um die Fördermittel nach dem zu vergeben, was am wichtigsten sei. „Gefördert werden Kerndinge wie der Bau von Stellplätzen, Mannschaftsräumen und das Einrichten der sogenannten Schwarz-weiß-Trennung bei den Mannschaftsräumen“, erläutert Riemann.

Schwarz-weiß-Bereiche nötig

So solle es künftig eine räumliche Trennung der Bereiche für Schutzkleidung und für Privatkleidung geben. Die durch Brandrauch kontaminierte Schutzkleidung enthalte gesundheitsschädliche Stoffe und müsse in einem Raum ausgezogen werden, der von der Privatkleidung strikt getrennt sei. Es seien viele neue Feuerwehrgerätehäuser nötig, weil zum einen die Fahrzeuge immer größer geworden seien und nicht mehr in die alten Gebäude passten und weil zum anderen die Hanseatische Feuerwehr-Unfallkasse als quasi Berufsgenossenschaft der Feuerwehrleute bestimmte Vorgaben mache. „Die Fördermittel sind auch ein Anreiz dafür, dass die Kommunen investieren.“

Das Punktesystem

Gemeinsam mit dem Landesfeuerwehrverband, den kommunalen Spitzenverbänden sowie der Hanseatischen Feuerwehr-Unfallkasse wurde die Verteilung nach bestem Wissen fair und gerecht organisiert, heißt es in einer Mitteilung des Landes. „Durch die Entwicklung eines Punktesystems konnten wir eine größtmögliche Gerechtigkeit bei der Mittelzuweisung erreichen und kleine wie große Projekte in kleinen und großen Kommunen gleichmäßig berücksichtigen“, sagte Landesbrandmeister Frank Homrich, Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbandes Schleswig-Holstein.

Die für die Gemeinden zur Verfügung stehenden Mittel wurden dabei durch die Gesamtpunkte aller Anträge geteilt. So sei für einen Punkt ein bestimmter Euro-Wert entstanden. Multipliziert mit der erreichten Punktezahl errechnet sich für den Antragsteller die Bewilligungssumme. Von insgesamt 80 Anträgen aus den Gemeinden und kreisfreien Städten konnten 73 positiv beschieden werden.

Auch in Siek fehlt noch der Schwarz-Weiß-Bereich. Hier kommt die Förderzusage zur rechten Zeit. „Wir diskutieren seit 2011 über den Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses“, erklärt Sieks Bürgermeister Andreas Bitzer, der selber seit über 30 Jahren in der Feuerwehr aktiv ist. Ein geeigneter Standort sei nun auf einer zwei Hektar großen Fläche am Ortsausgang gefunden, die sich das Feuerwehrgerätehaus mit einer Kita und einem gemeindeeigenen Bau teilen wird. Für den Bau des Feuerwehrgebäudes in Siek sind 1,9 Millionen Euro vorgesehen. „Die alte Feuerwache stammt aus dem Jahr 1972 und erfüllt nicht mehr die Auflagen der Brandkasse“, erläutert der Bürgermeister. So fehle dort beispielsweise die räumliche Trennung von Umkleidemöglichkeit und Fahrzeughalle, was eine große Unfallgefahr berge.

MdL Tobias Koch (v.l), Bürgermeister Andreas Bitzer, Gemeindewehrführer Holger Wollmer und Ortswehrführer Kai Willi Bredekamp freuen sich über die Förderung für die Freiwillige Feuerwehr in Siek. Quelle: Bettina Albrod

Auch soll die Sieker Feuerwehr im nächsten Jahr ein zusätzliches Mannschaftsfahrzeug erhalten, das dann im neuen Gebäude mit drei Hallen untergebracht werden kann. 2021 soll auch das jetzige Löschfahrzeug nach 25 Jahren Dienst ersetzt werden. „Siek ist gewachsen“, erläutert Gemeindewehrführer Holger Wollmer, „mit dem Gewerbegebiet und neuen Baugebieten wächst auch die Zahl der Einsätze.“ Wegen des Platzmangels gebe es derzeit einen Aufnahmestopp für Feuerwehrleute, ergänzt Ortswehrführer Kai Willi Bredekamp. „Wir haben jetzt 49 Mitglieder und sind eine der wenigen Gemeinden, die noch genug Leute für die Feuerwehr haben.“ Mit dem neuen Feuerwehrgerätehaus wird auch neuer Platz für weitere Mitglieder geschaffen.

Bettina Albrod

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