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Stormarn Geldsegen für Pfadfindergruppe „Zarpener Wölfe“
Lokales Stormarn

Geldsegen für Pfadfindergruppe „Zarpener Wölfe“

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15:04 23.09.2020
Stammesleiter Pastor Nils Wolffson (2.v.l.) und die „Zarpener Wölfe“ freuen sich über eine Spende in Höhe von 400 Euro vom Vogelschießerverein Zarpen aus der Hand von Marina-Susann Konrad (rechts). Von dem Geld soll unter anderem Zeltmaterial angeschafft werden, wie das Kothenkreuz auf dem Foto, mit dem die Zelte hochgezogen werden.
Stammesleiter Pastor Nils Wolffson (2.v.l.) und die „Zarpener Wölfe“ freuen sich über eine Spende in Höhe von 400 Euro vom Vogelschießerverein Zarpen aus der Hand von Marina-Susann Konrad (rechts). Von dem Geld soll unter anderem Zeltmaterial angeschafft werden, wie das Kothenkreuz auf dem Foto, mit dem die Zelte hochgezogen werden. Quelle: Britta Matzen
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Zarpen

„Wir wollen den Kindern etwas Gutes tun“, sagt Marina-Susann Konrad vom Zarpener Vogelschießervereins. Sie hat einen Spendenscheck in Höhe von 400 Euro für die „Zarpener Wölfe“ überreicht. Das Geld für die Pfadfindergruppe der Kirchengemeinde kommt vom Vogelschießerverein. Konrad: „Dieses Jahr mussten wir das Kindervogelschießen leider ausfallen lassen. Trotzdem wollen wir den Kindern und Jugendlichen in Zarpen das Geld, das wir in der Kasse haben, zugutekommen lassen“, berichtet Konrad von der Entscheidung des Vorstands. Die Spenden stammen aus den Einnahmen einer Feier sowie aus Spenden an den Verein. Konrad: „Das Geld kommt aus Zarpen und bleibt in Zarpen!“

So kommen die Zarpener Pfadfinder durch die Corona-Krise

Im Zusammenhang mit dem Coronavirus war auch das Angebot der Zarpener Pfadfinder eingeschränkt. „Aber seit August dürfen sich Kinder- und Jugendgruppen mit höchstens 15 Personen wieder treffen“, sagt Stammesleiter Pastor Nils Wolffson. Dadurch dass die Zarpener Pfadis aber inzwischen sogar 25 Mitglieder haben, werde die Gruppe jeweils geteilt. Sie dürften sogar ohne Masken und Abstand zusammenkommen und so tun, als sei nichts gewesen. „Wir halten aber trotzdem Abstand und sind draußen, damit wir kein unnötiges Risiko eingehen.“

Ein Sommerlager wie in den Vorjahren konnte im Coronasommer 2020 nicht stattfinden. „Wir hatten zusammen mit den Pfadfindern aus Heiligenhafen ein Pfadfinderlager in der Nähe von Wolfsburg geplant. Aber das ging natürlich nicht.“ Also organisierte der Stammesleiter alternativ zwei Tagestouren als Sommeraktion. „Wir waren mit Kanus auf der Trave unterwegs. Die Kinder hatten richtig viel Spaß. Und mit den Kanus Abstand zu halten, war auch ganz leicht.“ Bei der Kanustation des SV Hamberge hätten sie die Boote ausgeliehen, die die Sparkasse vor Jahren gestiftet und extra für Jugendgruppen angeschafft habe.

In der Knotenkunde üben sich derzeit die „Zarpener Wölfe“. „Wenn wir Zelte aufbauen, funktioniert das nur mit Seilen und Hölzern. Da muss man gute Knoten können, damit das Zelt auch steht“, informiert der Pastor. Den Achterknoten hätten die Kinder schon besonders gut drauf. „Den braucht man zum Zelteaufbauen und zum Schlaufenbinden mit dem Halstuch, wenn man Verletzungen am Arm hat.“ Wenn sie gerade keine Knoten üben, sind die Zarpener Pfadfinder im Vorgarten des Pastorats am Buddeln. „Wir bauen eine Feuerstelle. Die müssen wir bis zu den Herbstferien fertig haben.“ Wegen der Pandemie wollen sich die Zarpener Scouts weiter draußen treffen. „An der Feuerstelle ist dann ein warmer, guter Ort.“

Um die Ansteckungsgefahr möglichst einzudämmen, gibt es einige weitere Änderungen. „Wenn wir eine Gruppenstunde beenden, ist das normalerweise so, dass man die Arme über Kreuz legt und sich an den Händen fasst, um gemeinsam zu beten.“ Darauf werde jetzt verzichtet, jeder Pfadfinder bete für sich. Auch das Handgeben zur Begrüßung fällt weg. „Wir haben den alten Pfadfindergruß wieder rausgeholt. Drei mittlere Finger der rechten Hand in die Luft, Daumen auf den Zeigefinger.“ Dieser Gruß habe auch eine schöne Bedeutung: Der Große passe auf den Kleinen auf.

Pfadfinder sparen für die nächste Kohte

Pastor Nils Wolffson und die Zarpener Pfadfinder haben sich riesig über die Zuwendung des Vogelschießervereins gefreut. „Wir haben in unserer Pfadfinderguppe seit dem Sommer wieder mehr Zulauf. Das freut mich total. Mehr Kinder heißt aber auch: Wir brauchen mehr Zelte. Deshalb werden wir Zeltmaterial anschaffen und für die nächste Kohte sparen. Mit 400 Euro haben wir schon ein halbes Zelt“, sagt Pastor Nils Wolffson.

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Neben den „Zarpener Wölfen“ hat der Vogelschießerverein auch andere Einrichtungen für Kinder in der Gemeinde bedacht. Jeweils eine Spende erhielten die Kita Arche Noah und die Kita Villa Kunterbunt. „Wir freuen uns sehr über den Geldsegen“, sagt Katrin Persohn, Leiterin der evangelischen Kita Arche Noah. „Wir sammeln zurzeit Spenden, um auf dem Außengelände eine Matschanlage für die Kinder zu bauen.“ Da komme die Unterstützung des Vereins gerade recht.

Spende für die Dörfergemeinschaftsschule

Auch die Dörfergemeinschaftsschule Zarpen hat einen Spendenbetrag erhalten. „Die Unterstützung ist wirklich großartig!“, freut sich Alexandra Hälig, Schulleiterin der Grundschule am Struckteich. „In der Kinderkonferenz wurde beschlossen, dass es neue Bänke für unseren Reiterplatz geben wird.“Auch die Jugendlichen aus der Gemeinde werden vom Vogelschließerverein bedacht: „Für die Jugendlichen soll auf dem Spielplatz ein Jugendpavillon entstehen“, teilt Konrad mit. „Dafür stellen wir gerne Geld zur Verfügung.“

Von Britta Matzen