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Stormarn Gleichstellungsarbeit künftig nur noch mit halber Stelle
Lokales Stormarn Gleichstellungsarbeit künftig nur noch mit halber Stelle
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20:10 20.02.2017
Gleichstellungsbeauftragte und Mitglieder des Frauennetzwerkes setzen sich für den Erhalt der vollen Stelle sein. Quelle: Foto: Hfr
Ahrensburg

 „Bei einer einwohnerstarken Stadt wie Ahrensburg ist die Fülle der Aufgaben einer GB nicht in Teilzeit zu leisten“, erklären die Gleichstellungsbeauftragten Marion Gurlit (Bad Oldesloe), Gabriele Abel (Bargteheide), Inge Diekmann (Amt und Gemeinde Trittau), Maria de Graaff-Willemsen (Reinbek), Kerstin Schoneboom (Glinde) und Gabriele Fricke (Ahrensburg). Sie fordern: Keine Kürzung der Stelle der Gleichstellungsbeauftragten Ahrensburg.

Die Stadt begründet die beabsichtigte Stundenreduzierung mit dem Hinweis auf die erfolgreiche Arbeit von Gabriele Fricke und der außerordentlich gut ausgebauten Netzwerkarbeit, dem gesellschaftlichen Wandel, sowie einiger rechtlicher Verbesserungen. Aber „ein Netzwerk kann die Arbeit einer hauptamtlichen Gleichstellungsbeauftragen unterstützen, aber nicht ersetzen“, erklären die Frauen. Gleichstellungsbeauftragte wirkten als Agentinnen des Wandels. Sie seien fachkundige Begleiterinnen aller gesellschaftlichen Akteure und strategische Schnittstelle zwischen Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft.

Die Stadt Ahrensburg argumentiert, dass die Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern selbstverständlich geworden sei. Durch einen äußerst engagierten Einsatz der Gleichstellungsbeauftragten sei in Ahrensburg durch die Umsetzung einer Vielzahl von Projekten die Gleichstellung vorangebracht worden. Die gut ausgebaute Netzwerkarbeit übernehme in der Zwischenzeit große Teile der Aufgaben der Gleichstellungsbeauftragten. Aus diesem Grund sei es vertretbar, die Arbeit der in Teilzeit fortzusetzen. Die andere Hälfte der Stelle soll für das Thema „Inklusion“ besetzt werden. kks

LN