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Stormarn Toter Säugling: Noch keine Spur von Mutter – So macht die Polizei jetzt weiter
Lokales Stormarn Toter Säugling: Noch keine Spur von Mutter – So macht die Polizei jetzt weiter
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17:24 12.04.2019
22. März 2019: Spurensuche im Gellhornpark. Quelle: Timo Jann
Glinde

Im Zusammenhang mit dem Fund der Säuglingsleiche im Gellhornpark in Glinde am 22. März wenden sich Polizei und Staatsanwaltschaft Lübeck erneut mit einer Plakataktion an die Bevölkerung. „Die Herkunft des Kindes, dem die Ermittler den Namen Leander gegeben haben, ist trotz aller Bemühungen weiterhin unbekannt“, sagte ein Polizeisprecher.

Beamte der Bezirkskriminalinspektion Lübeck sowie der Polizeistation Glinde waren am Freitagmorgen in den an den Gellhornpark angrenzenden Straßenzügen unterwegs. Sie hängten an den schwarzen Brettern der Mehrfamilienhäuser, an Bushaltestellen und Stromkästen Plakate auf, die noch einmal auf den Fall hinweisen und um Mithilfe bitten. Auch soll an die umliegenden Kindergärten und Schulen herangetreten werden.

Bis zum Nachmittag gab es laut Staatsanwaltschaft keine neuen Erkenntnisse. Weiter unklar bleibt auch, ob der Junge bei der Geburt noch lebte. Oberstaatsanwältin Dr. Ulla Hingst wollte sich dazu auf LN-Anfrage nicht äußern.

Klicken Sie hier, um weitere Bilder von der Spurensuche in dem Wald bei Glinde zu sehen, in dem Schüler am Freitag einen toten Säugling gefunden haben.

Schüler hatten totes Baby gefunden

Schüler des Glinder Gymnasiums hatten das tote Baby am 22. März in einem Waldstück hinter dem Schulgelände gefunden. Der kleine Junge, der nach Angaben von Gerichtsmedizinern etwa zwei Monate zu früh auf die Welt gekommen war, war in ein blaues Handtuch gewickelt gewesen.

Die Ermittler halten es für möglich, dass die Mutter aus einer Notsituation heraus gehandelt hat und Hilfe benötigt. Es sei auch möglich, dass die Frau in einer Partnerschaft lebt und bereits Kinder hat.

Hinweise gesucht

Daher bitten Staatsanwaltschaft und Polizei um Hinweise: Wer kennt eine Frau, auch aus der näheren Umgebung, die im Laufe der letzten Monate körperliche Veränderungen oder Beschwerden aufwies, die auf eine Schwangerschaft oder/und Geburt hindeuten, und die nun kein Baby hat? Bei den körperlichen Veränderungen kann es sich um erhebliche Gewichtszu- oder -abnahme handeln, aber auch Vermeidung von Sport und anderen körperlich anstrengenden Aktivitäten.

Telefonische Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Lübeck unter 0451/131 4604 entgegen. Darüber hinaus wird ein Hinweisportal im Internet geschaltet, auf dem (auch anonym – trotz des Hinweises auf die Datenschutzgrundverordnung) Hinweise hinterlassen werden können (www.sh.hinweisportal.de).

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mc

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