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Stormarn Große Fotos vom Karpfenfest
Lokales Stormarn Große Fotos vom Karpfenfest
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18:10 20.01.2018
Einfach war es nicht, das riesige Bild an die Wand zu bringen. Hinterher war die Freude bei Imme Schröder und Dierk Topp umso größer. Quelle: Fotos: P. Dreu
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Reinfeld

Wer zu Hause ebenfalls eine große freie Wand hat, die er mit eigenen Bildern im XXL-Format schmücken möchte, denen gibt Dierk Topp ein paar Tipps, damit aus dem tollen Foto im Kleinformat kein großer Reinfall wird:

Reinfeld Fotografiert hat der pensionierte Ingenieur Dierk Topp schon immer gerne. Je größer, desto besser ist bei seinen Aufnahmen die Devise. Sein bislang größtes Werk, eine Aufnahme vom jüngsten Karpfenfest im Format 1,20 x 4,80 Meter, hängt in der Reinfelder Claudius-Apotheke.

Das Foto vom jüngsten Karpfenfest hat der Fotograf aus vier Einzelaufnahmen mit Stativ aufgenommen mit einer speziellen Software zusammengesetzt. Im Fachjargon heißt das „stitchen“. Dierk Topp nutzt dafür meistens den kostenlosen ICE von Microsoft, aber auch viele andere Programme verfügen über diese Funktion. „Wichtig für die Aufnahme ist, alle Einstellungen auf manuell zu stellen, damit die Bilder mit Belichtung und Fokus zusammen passen“, erklärt der Fotograf. Das zusammengefügte Bild hat eine Auflösung von etwa 80 Megapixel. Für den Druck auf sechs einzelne Bilder im Format 120 x 80 Zentimeter musste die Aufnahme nach dem Stitchen am PC wieder in sechs gleiche Teile auseinander genommen werden.

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Druck auf Leinwand bieten inzwischen die meisten Online-Druckereien an. Die Preisunterschiede sind groß. Mit etwas Glück jedoch findet man Angebote, die auch ein Bild im XXL-Format erschwinglich machen. Wichtig ist für zusammengesetzte Großformate der Hinweis an die Druckerei, dass die Ränder gespiegelt werden müssen. Ansonsten würde der um den Keilrahmen gezogene Rand beim Zusammenfügen fehlen.

Fast genauso zeitintensiv wie das Zusammenfügen und Auseinandernehmen am PC ist das Anbringen eines solchen Bildes. Die Einzelbilder hat Dierk Topp mit Leisten auf der Rückseite aneinander geschraubt. Bei der Breite von 4,80 Metern hat er das Bild in zwei Teilen mit einer Breite von jeweils 2,40 Metern vormontiert und erst beim Aufhängen wieder zusammengefügt. „Das klingt zwar einfach, ist es aber nicht“, verrät Dierk Topp, der beim Aufhängen auf die helfenden Hände seines Schwiegersohnes zurückgreifen konnte. pd

Fotograf macht Reinfeld ganz groß

„Ich liebe große Bilder, in denen man regelrecht mit den Augen spazieren gehen kann“, erzählt Dierk Topp, der im Claudiushof gegenüber des Herrenteiches wohnt. Reinfelds größter Teich ist ihm vertraut, jede Veränderung registriert er sofort. Nachdem ein Sturm eine Trauerweide umgelegt hatte, boten sich ihm neue Möglichkeiten. „Dadurch ist eine Lücke entstanden, die einen guten Blick über den Herrenteich freigibt. So etwas ist geradezu ideal für Panoramaaufnahmen“, verrät der Fotograf, der sich während des jüngsten Karpfenfestes seine Kamera und ein Stativ schnappte und von der gegenüberliegenden Seite des Herrenteiches viele Bilder von dem Fest auf der Promenade schoss.

Ihm stehen zwar bereits die Flure der Seniorenanlage als Ausstellungsfläche für seine Fotografien zur Verfügung, aber das Platzangebot für seine Großformate ist auch dort begrenzt. Und so leuchteten gleich seine Augen, als er die hohen und kahlen Wände der Claudius-Apotheke neben Famila sah, die Apothekerin Imme Schröder gerne verschönern wollte.

„Die Deckenhöhe ist sehr groß. Schon bei der Planung der Apotheke habe ich gesagt, dass die Wände zu kahl sind“, erzählt die Apothekerin, die in Zarpen aufgewachsen ist, mit ihrer Familie aber schon lange in Reinfeld wohnt. Imme Schröder aber hatte noch einen weiteren Beweggrund für die beiden großen Bilder, die Dierk Topp für sie angefertigt hat: „Wir sind zwar hier im Gewerbegebiet, aber dennoch wollte ich verdeutlichen, dass auch wir zur Reinfeld gehören.“

Neben dem 4,80 Meter breiten Bild vom Karpfenfest ziert ein 3,20 Meter breites Bild vom alten Pastorat die Apotheke. Beide Aufnahmen kommen bei den Kunden gut an. „Das sind richtige Blickfänger“, verrät Verena Burmeister. Ihre Kollegin Julia Otto ergänzt: „Viele sind zuerst überrascht, finden die Bilder aber ganz toll.“

 Petra Dreu