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Stormarn Großfeuer beschädigt Wohnhaus
Lokales Stormarn Großfeuer beschädigt Wohnhaus
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20:38 30.03.2015
Das Wohnhaus des Reiterhof-Besitzers in der Bargfelder Straße stand in Flammen. Der Dachstuhl und das obere Stockwerk wurden zerstört.
Elmenhorst

Großalarm am frühen Montagmorgen für die Feuerwehren von Elmenhorst und Umgebung: Der Dachstuhl eines Wohnhauses auf dem Reiterhof in der Bargfelder Straße in Elmenhorst brannte. Um 7.26 Uhr wurden die acht Feuerwehren aus Bargfeld- Stegen, Elmenhorst, Neritz, Bargteheide, Nienwohld, Klein Hansdorf-Timmerhorn, Jersbek und Fischbek mit dem Einsatzstichwort „Feuer Groß“ alarmiert.

Zu diesem Zeitpunkt zog schon dichter Qualm über die Bundesstraße 75 und ließ den Ort Elmenhorst fast wie im Nebel versinken. Immer wieder kamen Einsatzfahrzeuge der Feuerwehren an, bogen in die Bargfelder Straße ab. Die Polizei musste die Straße in Richtung Einsatzstelle sperren.

Vor dem Reiterhof reihten sich schließlich mehr als ein Dutzend Feuerwehrautos auf. Lediglich die Drehleiter aus Bargteheide und das große Löschfahrzeug aus Elmenhorst hatten auf dem Hof Stellung bezogen. „Um die Wasserversorgung sicherzustellen, mussten unsere Einsatzkräfte eine 900 Meter lange Schlauchleitung von Elmenhorst legen“, erläuterte der Sprecher der Feuerwehr Bargteheide, Joachim Hollweg.

Mit mehreren Strahlrohren und über ein Wenderohr vom Korb der Drehleiter aus wurde das Feuer von allen Seiten des Wohnhauses bekämpft. Der Eigentümer, selbst aktiver Feuerwehrmann, konnte noch seine Wertsachen unter Atemschutz aus dem Haus retten. Nach zwei Stunden meldete die Einsatzleitung um Elmenhorsts Wehrführer Bernd Fritz „Feuer aus, Nachlöscharbeiten“. Bis allerdings die letzten Einsatzkräfte den Ort verlassen konnten und die Brandstelle an den Besitzer übergeben hatten, zogen noch einmal mehr als zwei Stunden ins Land.

Einer der 139 Einsatzkräfte von der Feuerwehr war im Einsatz ausgerutscht und hatte sich dabei verletzt. Er musste mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht werden. Über die genauen Verletzungen des Feuerwehrmannes aus Fischbek konnte Gemeindewehrführer Bernd Fritz noch keine nähren Angaben machen.

Als das Feuer offenbar im oberen Stockwerk des Wohnhauses ausbrach, waren der Besitzer und auch ein Lehrer, der dort zur Miete wohnt, nicht im Haus. Für die Einsatzkräfte waren die Stromverteilungen für das Wirtschaftsgebäude und die Photovoltaikanlage im Keller des Hauses zusätzliche Gefahrenstellen, die bei dem Einsatz beachtet werden mussten.

Nach aktuellem Ermittlungsstand war der Brand offenbar im Obergeschoss des Wohnhauses ausgebrochen. Der 49-jährige Hauseigentümer war zu dem Zeitpunkt gerade im Schweinestall beschäftigt. Zwei 20 und 23 Jahre alte Frauen, die gerade die Pferde auf dem Hof versorgen wollten, hatten das Feuer entdeckt. Der Dachstuhl und das obere Stockwerk wurden durch das Feuer völlig zerstört.

Die Kriminalpolizei in Ahrensburg schließt einen technischen Defekt nicht aus. Der Brandort wurde von der Polizei beschlagnahmt. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf 200000 Euro.

150 Leute im Einsatz
Acht Feuerwehren mit 139 Kräften und 20 Fahrzeugen waren im Einsatz, dazu ein Schlauchwagen der Kreisfeuerwehrzentrale, drei Rettungswagen, der Energieversorger SH-Netz AG und drei Funkstreifenwagen der Polizei.

Jens Burmester

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