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Stormarn Mehr als 100 Katzen in einem Haus gehalten – Behörden schreiten ein
Lokales Stormarn Mehr als 100 Katzen in einem Haus gehalten – Behörden schreiten ein
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12:59 16.08.2019
In einem Haus in Großhansdorf sind vermutlich mehr als 100 Katzen gehalten worden. Mitarbeiter von mehreren Tierheimen holten die Tiere am Mittwoch in Boxen ab. Quelle: Foto: RTN
Großhansdorf

Schlimme Zustände in einem Haus in Großhansdorf: Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei sowie Mitarbeiter von Veterinäramt und Ordnungsamt haben am Mittwoch ein Haus geräumt, in dem offenbar mehr als 100 Katzen gehalten wurden. Zudem soll das Haus extrem vermüllt sein. Mitarbeiter mehrerer Tierheime aus Schleswig-Holstein kamen nach Großhansdorf, um die Katzen aufzunehmen.

Am Nachmittag rückte sogar der Gefahrgutzug der Kreisfeuerwehr an. Sie brachten Vollschutzanzüge, mit denen Helfer der Großhansdorfer Feuerwehr in das Haus vordrangen, um in dem Gebäude Schadstoffmessungen vorzunehmen. Auch Bürgermeister Janhinnerk Voß, der am späten Nachmittag am Einsatzort erschien, stieg in einen der Schutzanzüge, um sich im Haus ein Bild der Lage zu verschaffen. „Mal sehen, wie weit ich komme“, sagte Voß, der sich erschüttert zeigte von den Umständen des Einsatzes. Bei dem Versuch, eine Katze aus dem Haus zu bringen, wurde Voß von einem der Tiere in den Finger gebissen, musste zur Behandlung ins Krankenhaus.

Feuerwehr mit Vollschutzanzügen im Haus

Nach LN-Informationen hatten sich Anwohner an die Polizei gewandt, nachdem sie auf dem ebenfalls stark vermüllten Grundstück immer wieder mehrere Katzen gesichtet hatten. Die Beamten schritten am Mittwoch ein, stellten die beiden Bewohnerinnen zur Rede. Die sollen zunächst angegeben haben, dass sie nur fünf Katzen im Haus halten, beim Blick durch die Fenster entdeckten die Polizisten aber offenbar viele Katzen mehr.

In einem Haus in Großhansdorf haben die Bewohnerinnen unter unhaltbaren Zuständen offenbar mehr als 100 Katzen gehalten. Am Mittwoch schritten die Ordnungskräfte ein.

Die Beamten forderten Feuerwehr und Mitarbeiter der Tierheime an und verständigten Ordnungsamt und Veterinäramt. Zunächst wurden etwa 30 Katzen aus dem Haus geholt, in dem es nach Angaben der Einsatzkräfte streng nach Katzen-Exkrementen riechen soll. Die Rettung der Tiere wurde dann zunächst unterbrochen. Feuerwehrleute der Großhansdorfer Wehr drangen unter Atemschutz in das Gebäude ein, um mit Spezialgeräten die Konzentration von Geruchs- und Schadstoffen zu messen. Laut Einsatzleiter Peter Jarchow sollten im Keller, im Erd- und Obergeschoss des Gebäudes Messungen vorgenommen werden.

Ein Sicherheitsrisiko stellten für die Einsatzkräfte auch die zum Teil offen liegenden Leitungen in dem Haus dar. Am Nachmittag rückte die SH-Netz-AG deshalb mit einem Kleinbagger an, um das Gebäude von außen vom Strom zu nehmen.

Schon in der Vergangenheit gab es Beschwerden

Die Katzen, darunter offenbar auch einige ganz junge Tiere, wurden nach ihrer Rettung umgehend auf ihren Gesundheitszustand untersucht werden. Bis zum Abend hatten die Helfer etwa 70 Tiere aus dem Haus gerettet. Der Einsatz dauerte aber noch bis in die späten Abendstunden an. Insgesamt rechnete Einsatzleiter Jarchow mit deutlich mehr als 100 Katzen, die sich in dem Gebäude befinden sollten. Die beiden Bewohnerinnen waren während des Einsatzes nicht anwesend, tauchten bis zum Abend nicht wieder auf.

Vom Kreis gab es am Mittwoch keine offizielle Stellungnahme. Man wolle sich am Donnerstag zu den Umständen äußern, hieß es. Unbekannt waren den Behörden die Probleme aber offenbar nicht. Nach LN-Informationen hatten Nachbarn bereits zuvor Beschwerden an das Gesundheitsamt gerichtet. Die Behörde hatte dem Vernehmen nach bisher aber keine Handhabe gehabt, die Tiere zu beschlagnahmen.

Von Peter Wüst/RTN

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