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Stormarn Gute Noten für die Immanuel-Kant-Schule in Reinfeld
Lokales Stormarn Gute Noten für die Immanuel-Kant-Schule in Reinfeld
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17:08 11.09.2019
Stolz präsentieren die stellvertretende Schulleiterin Jennifer Behnke (Mitte) und ihre Kollegen den Bericht zum Schulfeedback des Instituts für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holsteinn. Quelle: Petra Dreu
Reinfeld

Schüler und Lehrer sehen ihre Schule mit anderen Augen als jemand, der von außen einen Blick auf das Konstrukt Schule wirft und objektiv beurteilt, was er sieht. Einem solchen unvoreingenommenen Blick durch das Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) hat sich die Immanuel-Kant-Schule (IKS) gestellt. Das Ergebnis: Die Schule ist insgesamt auf dem richtigen Weg und auf vielen Ebenen gut aufgestellt.

„Es gibt Handlungsfelder wie das Schulleben und die Identität der Schule, die verbessert werden könnten. Da ist die Schule aber bereits auf einem guten Weg“, lobte Christian Kühme vom IQSH. Als weitere Pluspunkte der Schule nannten er und sein Expertenteam das Engagement des Lehrerkollegiums und der Schüler. Außerdem verfüge die Schule über gute Unterrichtskonzepte, und auch die Fördermöglichkeiten für schwächere Schüler könnten sich sehen lassen.

Was ist ein Schulfeedback?

Schulen brauchen den Blick von außen, um eine fundierte Einschätzung zur Qualität ihrer Arbeit zu erhalten. Deshalb gibt es in Schleswig-Holstein das sogenannte Schulfeedback, das eine externe Evaluation ist.

Schulen können auf freiwilliger Basis an diesem dialogorientierten Rückmeldesystem teilnehmen. Im Blickpunkt des Verfahrens steht dabei die Unterrichtsentwicklung. Sie wird auf der Basis eines Orientierungsrahmens zur Schulqualität beurteilt. Der beschreibt, was in Schleswig-Holstein unter einer guten Schule verstanden wird.

Umgesetzt wird das Verfahren von ausgebildeten Schulevaluatoren, die jeweils von einem „kritischen Freund“ – zum Beispiel der Schulleitung einer anderen, schulartgleichen Schule – begleitet werden. Den Abschluss bildet eine Beratung und Unterstützung bei der Schulentwicklung.

„Immanuel-Kant-Schule ist gut aufgestellt“

„Alles in allem ist die Immanuel-Kant-Schule mit ihren Schwerpunkten, Zielen und der Gestaltung des Unterrichts gut aufgestellt. Was verbessert werden kann, sind zusätzliche Angebote für starke Schüler und neue Impulse für das Schulprofil. Damit kann die Akzeptanz der Schule bei den Eltern erhöht werden“, sagte der Schulexperte Dr. Matthias Habetha. Über die vielen lobenden Worte freute sich das Lehrerkollegium der Schule natürlich. „Wir haben uns schon gedacht, das wir gar nicht so schlecht sind. Das jetzt bestätigt zu bekommen, ist schön“, sagte Clemens Schlaak, der an der Immanuel-Kant-Schul die Klassenstufen 7 und 8 koordiniert.

Ruf der Schule verbessern

Dass ein gutes Schulfeedback das Image einer Schule aufbessern kann, liegt auf der Hand. „Schulen, die über zu wenig Anmeldungen geklagt haben, konnten danach steigende Zahlen verzeichnen“, so Habetha. Das wäre ganz im Sinne der Reinfelder Kant-Schule, die seit mehreren Jahren über sinkende Anmeldezahlen klagt. Noch immer gebe es zu viele Eltern, die ihre Kinder lieber an den Schulen in Bad Oldesloe anmeldeten, anstatt ihnen in Reinfeld kurze Schulwege zu ermöglichen. Christian Kühme: „Den Ruf einer Schule zu verbessern, ist nicht einfach, aber durchaus machbar.“ Konkrete Maßnahmen sollen in einem Jahresarbeitsplan festgelegt werden, den Lehrer und IQSH-Experten gemeinsam ausarbeiten werden.

Zwei Jahre auf eine Beurteilung gewartet

Seit 2016 gibt es das Programm des Schulfeedbacks, das von den Schulen des Landes immer mehr angenommen wird. Landesweit haben bereits 70 von rund 800 Schulen daran teilgenommen. Die Immanuel-Kant-Schule, an der 735 Schüler von rund 70 Lehrern unterrichtet werden, hat zwei Jahre auf eine Beurteilung durch die IQSH-Fachleute warten müssen. Ein festgelegtes Verfahren für ein Schulfeedback gibt es nicht.

„Wir schauen uns unter anderem die Ziele der Schule und ihren Unterricht an. Jede Schule setzt eigene Schwerpunkte. Aber stimmen dabei Wunsch und Wirklichkeit auch überein?“, erläuterte Habetha, der sogar aus ungeplanten Freistunden auf die Qualität einer Schule schließen kann. „Ausgefallener Unterricht ist an jeder Schule Realität. Erst wenn der Klassenlehrer nicht da ist, zeigt sich, wie das Klima an der Schule ist und welches Sozialverhalten und Regelverständnis die Schüler haben.“

Von Petra Dreu

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