Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Stormarn Haha als Reha: Lachen, bis der Arzt nicht mehr nötig ist
Lokales Stormarn Haha als Reha: Lachen, bis der Arzt nicht mehr nötig ist
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:52 13.09.2014
Otti Jutta Schacht bietet erstmals Lachyoga in Bargteheide an. Quelle: ba
Bargteheide

„Ho ho ho“, macht der Weihnachtsmann, und sicher hat er deshalb immer gute Laune. Denn damit vollführt er eine klassische Übung aus dem Lachyoga, das der Wissenschaftsjournalist Norman Cousins in den 70er-Jahren erfunden hat.

Als der Amerikaner an einer Wirbelsäulenentzündung erkrankte, heilte er sich selbst durch häufiges Lachen und begründete damit die therapeutische Lachforschung. Über einen indischen Arzt fand die Lachtherapie ins Yoga Eingang. Seitdem gibt es weltweit Lachclubs.

In Bargteheide wird Lachyoga im Herbstsemester erstmals an der Volkshochschule angeboten. Otti Jutta Schacht trägt ein Smiley-T-Shirt und lacht gerne. „Durch Lachen werden Glückshormone ausgeschüttet“, erklärt die Dozentin, die einen Lehrgang in Lübeck gemacht hat. „Man fängt mit einem künstlichen Lachen an, das sich dann in ein echtes Lachen verwandelt.“

Tu so als ob, bis du es wirklich tust — so lautet das Motto der Branche, und sie gibt die Anleitung zum Fröhlichsein weiter. „Lachen ist gesund“, sagt Otti Jutta Schacht, „beim Lachyoga hat man dazu bestimmte Übungen erarbeitet. Das simulierte Lachen wird allmählich zum echten Lachen.“ Viele Menschen seien durch Stress oder gesundheitliche Belastungen verkrampft, durch Lachen entkrampfe sich der Körper und werde entspannt.

Die Übungen sind einfach, dazu gehört das Händeklatschen, das von Lachlauten begleitet wird. „Ho ho ho“ und „Ha ha ha“, das beeinflusst die Atmung, fördert die Durchblutung und führt zu Dehnübungen.

„Durch das Händeklatschen werden zusätzlich verschiedene Akupunkturpunkte in den Handflächen stimuliert“, erklärt die Jersbekerin. „Das fördert insgesamt das Wohlbefinden.“ Deshalb werde Lachyoga viel in der Reha eingesetzt, wenn man mit Krebspatienten oder zu Burn-Out und Depression arbeite. „Es gibt Menschen, die selten lachen“, sagt sie, „gerade bei denen erzielt man erstaunliche Erfolge.“

Sie möchte den Gedanken der Lachtherapie weitertragen. „Wichtig ist, dass man nicht über andere lacht, sondern mit anderen“, betont sie. „Lachen muss wertfrei sein.“ Verspielte Übungen, das Händeklatschen, dazu intensiver Augenkontakt — „dadurch verändern sich die Menschen“, hat die Dozentin erfahren. „Lachen ermöglicht einen Zugang zum Gegenüber.“

Witze brauchen die Teilnehmer nicht zu erzählen, das Lachen wird geübt. „Lachen muss aus dem Bauch heraus kommen, am besten wie bei Kindern, die noch ganz unbefangen sind“, sagt Otti Jutta Schacht.

Sie empfiehlt deshalb, dass man Lachen in den Alltag einbaut. „Wenn man an der roten Ampel steht oder morgens Brötchen schmiert - ich gebe Übungen für den Tagesablauf mit“, erklärt sie. Hauptsache ist, dass überhaupt gelacht wird. „Jedes Lachen führt zum Wohlfühlen.“ Hi hi hi-nterher fühlt sich jeder besser.

An acht Abenden
Lachyoga wird im Herbstsemester erstmals an der Volkshochschule Bargteheide angeboten. Der Kursus beginnt am 27. Oktober und ist acht Abende lang immer montags zwischen 19 und 20 Uhr im Gestaltenraum des Schulerweiterungsbaus.



• Anmeldungen im Internet unter www.vhs-bargteheide.de.

Bettina Albrod

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Freimaurer sind keine Männerbünde mehr, in Hamburg und Flensburg gibt es bereits Freimaurerinnenlogen.

13.09.2014

Der Pölitzer ist anerkannter Experte und bietet seit Jahren Seminare an Stormarner Volkshochschulen an. Die Schar der Sammler wächst.

13.09.2014

Großeinsatz von Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr in der Alten Landstraße in Stapelfeld.

13.09.2014