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Stormarn Hamberger ehren Albert Iken
Lokales Stormarn Hamberger ehren Albert Iken
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18:10 27.02.2018
Gemeindewehrführer Dirk Bornmann (l.) und sein Stellvertreter Hajo Iken (r.) verabschieden Albert Iken (Mitte) in die Ehrenabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Hamberge.
Gemeindewehrführer Dirk Bornmann (l.) und sein Stellvertreter Hajo Iken (r.) verabschieden Albert Iken (Mitte) in die Ehrenabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Hamberge. Quelle: Foto: Jeb
Hamberge

Zuvor aber dankte Bürgermeister Paul Friedrich Beeck der Freiwilligen Feuerwehr für ihre Einsatzbereitschaft in der Gemeinde. Ein Dorffest oder Laternenumzug ohne die Feuerwehr sei nicht vorstellbar, sagte der Bürgermeister.

Noch in diesem Jahr werde die Gemeinde eine neue Tragkraftspritze anschaffen, die Planungen für den Ersatz des 30 Jahre alten Löschfahrzeuges seien angelaufen.

Gemeindewehrführer Dirk Bornmann stellte fest, dass die Feuerwehr Hamberge mit 34 Einsätzen so viele wie noch nie zuvor innerhalb eines Jahres abzuarbeiten hatte. Dabei wurde die Wehr siebenmal auf die Autobahnen A1 und A20 gerufen. Neun Feuer mussten gelöscht werden. Die 27 Mitglieder der Einsatzabteilung haben im vergangenen Jahr insgesamt 2900 Stunden abgeleistet bei einer guten Dienstbeteiligung von durchschnittlich 81 Prozent.

Durch die verstärkte Mitgliederwerbung in der Gemeinde kann die Feuerwehr Hamberge zum Jahresanfang gleich sechs neue Mitglieder in der Einsatzabteilung begrüßen – und freut sich über die neue Mannstärke von 33.

Der stellvertretende Amtswehrführer des Amtes Nordstormarn, Daniel Pals, überbrachte die Grüße der 17 Wehren des Amtes und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit. Auf die Feuerwehr Hamberge sei immer Verlass. Pals gab zudem einen Ausblick auf das Amtsfeuerwehrfest am 23. Juni sowie eine große Einsatzübung, die am 15. September stattfinden soll. Reinfelds Gemeindewehrführer Gerd-Heinrich Riemann dankte den Hambergern für die stets gute Unterstützung.

Dann war für einen ganz besonderen Feuerwehrmann die Zeit des Abschieds aus dem aktiven Dienst gekommen. Hauptbrandmeister Albert Iken (67) hat die Altersgrenze erreicht und wurde in die Ehrenabteilung der Wehr überstellt. Die Liste seiner Verdienste und Ehrungen ist lang. Iken trat 1975 in die Feuerwehr Hamberge ein. Er war zunächst Maschinist und Atemschutzgeräteträger, von 1985 an Gruppenführer. Im Jahr 1989 wurde Iken zum stellvertretenden Gemeindewehrführer gewählt. Nur sieben Jahre später wählten ihn die Mitglieder zum Gemeindewehrführer.

Während seiner Zeit in diesem Amt hat er in einem einzigen Jahr elf neue Mitglieder aufgenommen, von denen heute noch viele in der Feuerwehr aktiv sind, darunter auch Sohn Hajo, der heute Vizechef der Hamberger Wehr ist. In seiner Amtszeit wurden vier neue Feuerwehrfahrzeuge angeschafft, auch das Gerätehaus wurde neu gebaut. Im Jahr 1998 wählten die Delegierten der Nordstormarner Feuerwehren Iken zunächst zum stellvertretenden Amtswehrführer, im Jahr 2005 dann zum Amtswehrführer. Von 2006 an wurde Iken zusätzlich noch Bereitschaftsführer der ersten Brandschutzbereitschaft des Kreises Stormarn und Mitglied der Leistungsbewertungskommission „Roter Hahn“.

Albert Iken wurde mit dem Brandschutzehrenzeichen in Silber und Gold ausgezeichnet, erhielt den sächsischen Fluthelferorden 2002 in Dresden sowie das Flutehrenzeichen 2013 in Bad Oldesloe. Seit 2004 ist er Träger des Deutschen Feuerwehrehrenkreuzes in Silber. Im Jahr 2010 wurde Albert Iken zum Ehrengemeindewehrführer seiner Heimatgemeinde Hamberge ernannt. Im Jahr 2014 erhielt er das Schleswig-Holsteinische Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold. 2017 folgte das Deutsche Feuerwehrehrenkreuz in Gold. Und das wurde noch einmal getoppt, als er aus den Händen des Präsidenten des Deutschen Feuerwehrverbandes, Hartmut Ziebs, die Ehrennadel des Deutschen Feuerwehrverbandes in Silber entgegennahm. Jetzt kann Albert Iken seinen Feuerwehrruhestand genießen und bleibt ein stets gern gesehener Gast bei den Feuerwehren.

Im Ehrungsblock wurden Oliver Tandetzki und Dennis Büssing für zehnjährige Mitgliedschaft geehrt. Arvid Hammann und Dennis Büssing wurden befördert.

LN

27.02.2018
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