Hamburg und SH: Ufos - Vermeintliche Sichtungen von 2020 bis 2021
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Stormarn Ungeklärte Phänomene: Ufo-Sichtungen in Norddeutschland
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Hamburg und SH: Ufos - Vermeintliche Sichtungen von 2020 bis 2021

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13:24 03.11.2021
Die Lichtspur am Himmel ist eine Aufnahme der Starlink-Satelliten des US-Unternehmens SpaceX von Elon Musk. In der Vergangenheit wurde diese Satelliten-Kette häufig für Ufos gehalten.
Die Lichtspur am Himmel ist eine Aufnahme der Starlink-Satelliten des US-Unternehmens SpaceX von Elon Musk. In der Vergangenheit wurde diese Satelliten-Kette häufig für Ufos gehalten. Quelle: Peter Komka/dpa
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Lübeck/Lüdenscheid

Die Datenbank der Gesellschaft zur Erforschung des Ufo-Phänomens (GEP) in Lüdenscheid veröffentlicht monatlich sämtliche Ufo-Meldungen aus dem gesamten Bundesgebiet. Das Himmelsphänomen, das am 17. Oktober über Hoisdorf im Kreis Stormarn beobachtet worden war, ist dabei nur eine von vielen Sichtungen, die sich Augenzeugen meist nicht ohne Weiteres erklären können.

„Ufo-Stimuli“ für viele Sichtungen verantwortlich

Dabei stecken hinter einem Großteil der Beobachtungen meist sehr irdische Ursachen, die GEP spricht in diesem Zusammenhang von „Ufo-Stimuli“. So werden sogenannte Sky-Beamer, die rotierende Lichtpunkte an den Himmel projizieren, von Augenzeugen oft für vermeintliche Raumschiffe gehalten. Auch fernlenkbare, beleuchtete Drohnen oder – in Deutschland inzwischen verbotene – Himmelslaternen haben in der Vergangenheit bereits Ufo-Alarm ausgelöst. Erhebliches Ufo-Verwechslungspotenzial haben auch die Starlink-Satelliten des US-Unternehmens SpaceX, die auch in Deutschland wie lange Lichterketten über den Nachthimmel ziehen.

Gleichwohl gibt es auch außerirdische Ursachen für Ufo-Sichtungen. Gemeint sind aber keine Aliens. Der leuchtende Planet Venus wurde schon häufig für ein Raumschiff gehalten. Das gilt auch für besonderes hell scheinende Meteoriten, sogenannte Boliden oder Feuerkugeln, die auf spektakuläre Weise in der Erdatmosphäre verglühen. Zuletzt wurden im September 2019 Hunderte Menschen im Norden Schleswig-Holsteins Zeugen eines solchen Schauspiels, als am helllichten Tage ein großer Meteorit mit einem Knall über Flensburg niederging.

Nicht alles kann rational erklärt werden

Allerdings lassen sich nicht alle Beobachtungen so einfach erklären. Selbst die US-Regierung musste im Sommer dieses Jahres in dem aufsehenerregenden Ufo-Papier des Pentagon einräumen, dass für etliche beobachtete Luftphänomene der vergangenen 20 Jahre keine rationale Erklärung vorgelegt werden kann.

Auch in Norddeutschland werden immer wieder mysteriöse Erscheinungen am Himmel gemeldet. Viele davon werden von Zeugen der Gesellschaft zur Erforschung des Ufo-Phänomens gemeldet, die sich auch durch Beteiligung der Öffentlichkeit darum bemüht, Erklärungen zu finden. Da es meist nur wenige Augenzeugen gibt, ist das aber oft ein schwieriges Unterfangen.

Ufo-Sichtungen in Schleswig-Holstein und Hamburg

Das waren die Meldungen der vergangenen zwei Jahre aus Schleswig-Holstein und Hamburg:

25. Februar 2020, 19.40 Uhr, Hamburg: Ein Zeuge beobachtete ein „weißes punktförmiges Licht“ am Himmel, das sich sehr langsam in nordwestliche Richtung bewegte.

26. Februar 2020, 5.30 Uhr, Henstedt-Ulzburg (Segeberg): Der Zeuge beobachtete eine Kette von mindestens 30 bis 35 Lichtern am Himmel, die in großer Höhe aus westlicher Richtung kommend in östliche Richtung flogen.

11. März 2020, 19.53 Uhr, Lübeck: Zusammen mit seiner Freundin beobachtete und filmte der 35-jährige Zeuge vom Balkon aus ein helles Licht am westlichen Himmel.

27. März 2020, 22 Uhr, Kaltenkirchen (Segeberg): Der Zeuge beobachtete insgesamt 20 Lichter in drei Gruppen am Himmel, die teilweise ihre Formation veränderten und in südwestliche Richtung flogen.

7. April 2020, 20 Uhr, Wedel (Pinneberg): Der 55-jährige Zeuge sah zusammen mit einer weiteren Person vom Balkon aus ein helles Licht am Himmel, das scheinbar langsam näher kam und gefühlt über einen längeren Zeitraum am Himmel stand.

10. April 2020, 23 Uhr, Hamburg: Die Zeugin beobachtete über einen längeren Zeitraum ein hell strahlendes Licht am westlichen Himmel, bei dem es sich ihrer Ansicht nach um die Raumstation ISS handeln sollte. Plötzlich sei ein weiteres helles kugelförmiges Licht aufgestiegen, das nahe dem bereits am Himmel befindlichen Licht verharrt habe und nach fünf bis zehn Minuten wieder zu Boden sank.

18. April 2020, 22.30 Uhr, Schwentinental (Plön): Der 17-jährige Zeuge beobachtete vom Balkon aus zunächst drei Lichter, die in Reihe über den Himmel zogen. Danach erschienen weitere vier Lichter in unregelmäßigem Abstand, die in dieselbe Richtung flogen.

24. Juni 2020, 0.40 Uhr, Trittau (Stormarn): Der 52-jährige Zeuge beobachtete vom Balkon aus zwei senkrecht zueinander stehende Lichter am Himmel, die dort nicht „hingehörten“. Sie bewegten sich nicht und seien nach etwa zwei Minuten plötzlich zeitgleich verschwunden.

22. Juli 2020, 10.15 Uhr, Hamburg: Der 62-jährige Zeuge beobachtete in nordwestlicher Richtung einen grauen oder anthrazitfarbenen dreieckförmigen Flugkörper, der während des Fluges ständig um seine Längsachse rotierte.

16. Juli 2020, 20 Uhr, Hohenfelde (Plön): Während eines Spaziergangs beobachtete und fotografierte der Zeuge in größerer Entfernung ein dunkles kugelförmiges Objekt mit vertikaler Wulst, das nach links wegdriftete und schließlich hinter Bäumen verschwand.

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22. Juli 2020, 22 Uhr, Weißenhäuser Strand (Ostholstein): Der 46-jährige Zeuge beobachtete vom Balkon aus ein anthrazitfarbenes Flugobjekt ohne Lichter oder Geräusche, das sich geradlinig in nördliche Richtung bewegte.

11. August 2020, 23.11 Uhr, Hamburg: Der 40-jährige Zeuge beobachtete zusammen mit seiner Frau von der Terrasse aus ein bronzefarbenes Objekt, das Richtungsänderungen von teilweise 90 Grad vollzog und in großer Höhe mit hoher Geschwindigkeit lautlos über den Himmel zog.

12. August 2020, 02.57 Uhr, Hamburg: Der Zeuge beobachtete eine Lichterkette, die lautlos über den sternenklaren Himmel zog.

7. Mai 2021, 22.55 Uhr, Hamburg: Der 51-jährige Zeuge beobachtete „etwa 40 Himmelskörper“ am Himmel, die von Westen nach Osten flogen.

16. Juni 2021, 13.30 Uhr, Bad Oldesloe (Stormarn): Der 56-jährige Zeuge beobachtete mit dem Fernglas ein silbernes ovales Objekt, von dem sich ein zweites kugelförmiges Objekt „wiederholt entfernte und wieder angenäherte.“ Nach etwa 10 Minuten bewegten sich die „zwei parallel fliegenden Objekte“ in westliche Richtung bis sie nicht mehr zu sehen waren.

4. August 2021, 22.29 Uhr, Hamburg (Wandsbek): Die 30-jährige Zeugin beobachtete von ihrer Dachterrasse aus zwei leuchtende Kreise am bewölkten Himmel, die unterschiedliche Bewegungen durchführten. Einige Sekunden später sei ein dritter Kreis hinzugekommen. Nach zwei bis drei Minuten seien die Kreise verschwunden.

18. Juli 2021, 1.05 Uhr, Lübeck: Der 59-jährige Zeuge wollte eine Starlink-Satellitenkette filmen. Dabei beobachteten er und seine Frau zwei Objekte, die „die Form eines gedrungenen American Footballs“ hatten und durch ihr Sichtfeld in südöstliche Richtung flogen.

17. Oktober, 0.30 Uhr, Hoisdorf (Stormarn): Der Sohn der Melderin beobachtete und filmte mit zwei weiteren Personen eine ungewöhnliche Lichterscheinung am Himmel, die einen pulsierenden oder rotierenden Ring aufwies und für über zwei Stunden an derselben Stelle zu sehen war.

Von Oliver Vogt