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Stormarn Doppelhaushälfte niedergebrannt: Bewohner von Nachbarn gerettet
Lokales Stormarn Doppelhaushälfte niedergebrannt: Bewohner von Nachbarn gerettet
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13:01 27.06.2018
Die Brandursache und die Höhe des Sachschadens sind noch nicht bekannt. Noch am Brandort nahm die Polizei ihre Ermittlungen auf.
Die Brandursache und die Höhe des Sachschadens sind noch nicht bekannt. Noch am Brandort nahm die Polizei ihre Ermittlungen auf. Quelle: rtn/Peter Wüst
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Reinbek

Gegen 0.45 Uhr war das Feuer durch die Bewohner entdeckt worden. Mehrere Rauchmelder hatten laut gepiept. Die beiden Hausbewohner, ein älteres Ehepaar, flüchteten auf einen Balkon und riefen dort laut um Hilfe.

Nachbarn reagierten geistesgewärtig, holten eine Leiter und brachten die beiden Hausbewohner in Sicherheit. Die Bewohner der Nachbarhälfte, eine Familie, bemerkten das Feuer rechtzeitig und konnten das Haus verlassen.

Nach einer Erstversorgung wurden die beiden Geretteten mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht.  Eine weitere Anwohnerin und eine Feuerwehrfrau wurden nach Kreislaufproblemen im Rettungswagen betreut.

Feuerwehrleute von vier freiwilligen Wehren kämpften unter Atemschutz im Innen- und Außenangriff gegen die hohen Flammen an. Auch zwei Drehleitern waren bei den Löscharbeiten eingesetzt.

Zwei Bäume standen den Drehleitern zunächst im Weg und wurden deshalb gefällt. Auch größere Steine und ein Papierkorb wurden von den Feuerwehrleuten ausgebuddelt und weggeräumt.  Nach Abschluss der Löscharbeiten wurde die Brandstelle mit einer Wärmebildkamera überprüft. Auf der Suche nach verbliebenen Brandnestern deckten Feuerwehrleute Teile des Dachstuhls ab. Der Feuerwehreinsatz dauerte mehrere Sunden an.

Die eine Haushälfte brannte vollständig aus, ist einsturzgefährdet und nicht mehr bewohnbar. Die benachbarte Haushälfte ist zurzeit auch nicht mehr bewohnbar. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 150 000 Euro geschätzt. Die Kriminalpolizei in Reinbek hat die Ermittlungen aufgenommen.

Im Einsatz waren: FF Reinbek, FF Schönningstedt, FF Ohe, FF Wentorf, Kreisbrandmeister Gerd Riemann, Rettungsdienst mit zwei Rettungswagen und einem Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) sowie die Polizei.

rtn/Peter Wüst