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Stormarn Wohnbebauung: Trittau kann hohe Nachfrage kaum bedienen
Lokales Stormarn Wohnbebauung: Trittau kann hohe Nachfrage kaum bedienen
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19:00 23.09.2019
Oliver Mesch: „Das Wachstum von Trittau ist begrenzt." Quelle: Bettina Albrod
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Trittau

In Trittau ist das Wachstum begrenzt. Auf der einen Seite umschließt das Naturschutzgebiet Hahnheide die Gemeinde, auf der anderen Seite verhindert die B 404 eine Ausbreitung des Orts in die Fläche. Dabei ist die Nachfrage nach Wohnraum in Trittau enorm. „Es gibt derzeit drei neue Baugebiete, teils noch in Planung“, erklärt Bürgermeister Oliver Mesch. „Die meisten Wohneinheiten sind aber schon vergeben. Es herrscht hier große Nachfrage.“ Einzig im Baugebiet zwischen Großenseer Straße und Bürgerstraße ist noch Wohnraum zu bekommen.

Viele Baugrundstücke schon verkauft

Vor einem Jahr ist das Baugrundstück hinter dem Ziegelbergweg erschlossen worden. Hier sind im Zuge des Bebauungsplans 34 d insgesamt 29 Baugrundstücke entstanden, die bereits verkauft sind. Auch im zweiten Baugebiet zwischen Rausdorfer Straße und Grander Heide – B-Plan 39 – sind die 15 Wohneinheiten schon verkauft. Eine Chance haben Interessenten noch beim größten Neubaugebiet in Trittau zwischen Großenseer Straße und Bürgerstraße. Im Zuge des Bebauungsplans 35 B entstehen hier in zwei Bauabschnitten insgesamt 350 Wohneinheiten in unterschiedlichen Wohnformen.

Ein großes Wohngebiet entsteht am Ziegelbergweg. Quelle: Gemeinde Trittau

„Gebaut wird dort entlang der Straße mehrgeschossig“, erklärt Mesch. Der Geschossbauriegel mit vier Etagen soll als Abschirmung gegen Lärm der weiter östlich gelegenen Bebauung mit Reihen-, Doppel- und Einzelhäusern dienen. Ein Drittel der Wohnungen, die höchste Lärmschutzstandards erfüllen sollen, wird öffentlich gefördert, denn bezahlbarer Wohnraum ist in Trittau rar. Die insgesamt 78 Wohnungen im Riegel haben eine Größe von 50 bis 85 Quadratmetern. Durch die öffentliche Förderung kann bezahlbarer Wohnraum zu einer Kaltmiete zwischen 5,60 Euro und 7,20 Euro pro Quadratmeter angeboten werden. Zusätzlich sind 43 Reihen- und Doppelhäuser sowie 37 Baugrundstücke für Einzel- und Doppelhäuser geplant.

Neues Wohngebiet mit „Quartiercharakter“

„Das neue Wohngebiet soll Quartiercharakter bekommen“, so Mesch weiter. Gemeinsam nutzbare Räume für Feiern oder Veranstaltungen gehören zum Konzept des Investors. Der Bebauungsplan ist seit April satzungsreif, nun wartet die Gemeinde auf die Erschließung. Auch der Neubau einer Kindertagesstätte ist in dem Bereich vorgesehen, denn mit der Bevölkerung muss auch Trittaus Infrastruktur wachsen. „Trittau hat jetzt 8770 Einwohner“, erläutert Mesch. Mit den Neubürgern rückt die Einwohnerzahl nahe an die 10 000 heran. Ab dieser Marke kann eine Gemeinde das Stadtrecht beantragen. „Aber Trittau will das nicht“, stellt Mesch klar.

Für Wohnbebauung vorgesehen ist auch eine große Fläche in der Bahnhofstraße. Dort ist aber nicht absehbar, wann diese bebaut werden kann, da sie sich in privatem Eigentum befindet. Stattdessen gewinnt das Thema Innenstadtverdichtung in Trittau an Bedeutung. „Im Norden Trittaus gibt es einen Ortsteil mit typischer 50er-Jahre Bebauung“, erklärt Mesch. Die langen Grundstücke würden eine Verdichtung der Siedlung zulassen. „Wir haben dazu eine Bürgerinformationsveranstaltung durchgeführt, der Prozess ist angelaufen“, so Mesch. Dafür müsste allerdings der Bebauungsplan geändert werden. Auch die Belastung der eher kleinen Straßen müsse dabei bedacht werden. Schließlich betreibt eine Gruppe von Trittauern das Projekt „Trittau wohnt“ mit dem Ziel, ein Mehrgenerationenhaus in der Gemeinde zu errichten.

Grundstücke wegen hohen Wohnwerts stark nachgefragt

René Thonhauser, seit 2012 als Immobilienmakler in Trittau ansässig, bestätigt die große Nachfrage. „Trittau ist ein attraktiver Standort“, erklärt er. „Hier gibt es eine gute Infrastruktur, es ist praktisch alles da, außer einem Bahnanschluss.“ Ärzte, Lebensmittelmärkte, Schulen und die Naherholungsgebiete Hahnheide, Großensee und Lütjensee vor der Tür, dazu das Freibad – der Wohnwert ist groß. „Der Standort zwischen Hamburg und Ostsee ist attraktiv“, so Thonhauser weiter. „Man ist schnell an der Ostsee und schnell in der Stadt.“ Viele Menschen suchten neue Häuser und Grundstücke in Trittau, aber auch der Bestand sei sehr nachgefragt. „Trittau ist so beliebt, dass viele sich registrieren lassen, um frühzeitig von Objekten in Trittau zu erfahren.“

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Von Bettina Albrod

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