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Stormarn Hoisbütteler SV-Sportler fliegen nach Korea
Lokales Stormarn Hoisbütteler SV-Sportler fliegen nach Korea
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13:02 24.01.2013
Von Markus Carstens
Die Sportler bei der Verabschiedung in Ammersbek: (hinten v. l.) Bürgervorsteherin Ingeborg Reckling, Vereinsvorsitzender Udo Heck, Abteilungsleiter Christian Schirrmacher, Sammy Badu, Nicky Roß, Evgenij Saiko und Bürgermeister Horst Ansén sowie (vorne v. Quelle: Foto: hfr
Ammersbek

Winterliches Abenteuer in Südkorea: Sieben Sportler der Integrationssportgruppe des Hoisbütteler Sportvereins und Mitglieder des Landesverbandes von Special Olympics Schleswig-Holstein nehmen an den Weltwinterspielen für Menschen mit geistiger Behinderung in Pyeongchang teil. Zusammen mit Athleten aus Bayern und Berlin bilden sie vom 25. Januar bis 6.

Februar die 16-köpfige Mannschaft im Floorhockey. Dieser Sport ist verwandt mit Eishockey und wird mit einem Stock und Filzring auf Tore in einer Turnhalle gespielt.

„Ich freue mich sehr auf die Winterspiele, auf den Sport, die Action und Freunde kennenzulernen“, sagt Athletensprecher Thomas Schauer (26) und fügt hinzu: „Und wenn ich verliere, will ich ganz ruhig bleiben, ganz fair.“ Trainerin Angelika Seifert freut sich über die Nominierung ihres Teams: „Das haben sich die Jungs verdient. Sie haben hart gearbeitet und mit Athleten aus Süddeutschland und Berlin zusammen trainiert. Ich bin sicher, dass sie ein gutes Team bilden.“

Vor wenigen Tagen erhielten die Korea-Athleten ihre Delegationskleidung. Ammersbeks Bürgermeister Horst Ansén und der Vereinsvorsitzende Udo Heck verabschiedeten die Mannschaft bei Würstchen und Kartoffelsalat und wünschten ihr viel Glück in Asien. Noch nervöser waren Gino Christiansen, Nicky Roß, Jan-Philip Steingräber, Patryk Szybecki-Weigel und Thomas Schauer sowie auch Integrationssport-Abteilungsleiter Christian Schirrmacher am Montag, als sie von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin empfangen wurden, bevor es Richtung Südkorea ging.

Special Olympics ist die weltweit größte Sportorganisation für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung und die einzige Organisation weltweit, die durch das Internationale Olympische Komitee berechtigt ist, den Namen ,Olympics‘ zu tragen“, erklärt Christian Schirrmacher. In den USA von der Kennedy-Familie vor 40 Jahren gegründet, hat sich seitdem eine weltweite Bewegung entwickelt, die heute in 190 Ländern mehr als 3,2 Millionen Athleten mit geistiger Behinderung und mehr als 30 000 Wettbewerbe jährlich umfasst.

75 Athleten sind dabei
Zu den Special Olympics World Winter Games 2013 werden über 2500 Athleten aus mehr als 100 Ländern erwartet. In den Sportarten Ski Alpin, Ski Langlauf, Eiskunstlauf, Eisschnelllauf, Snowboard, Schneeschuhlauf, Floorball und Floorhockey werden die sportlichen Wettbewerbe nach dem Motto des Special Olympics Eids ausgetragen: „Lasst mich gewinnen, doch wenn ich nicht gewinnen kann, so lasst mich mutig mein Bestes geben.“ Special Olympics Deutschland entsendet 75 Athleten und 25 Coaches.

mc