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Stormarn Ideen zum Bahnhof: Neuer Stadtdialog in Bargteheide
Lokales Stormarn Ideen zum Bahnhof: Neuer Stadtdialog in Bargteheide
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21:30 05.06.2018
Jürgen Engfer (v.l.), Sebastian Lopitz, Kerstin Langmaack und Birte Kruse-Gobrecht laden zum Stadtdialog. Quelle: Foto: Ba
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Bargteheide

Das daraus gewonnene Stimmungsbild soll zur Grundlage für die politische Arbeit in den Gremien werden. Gleichzeitig sollen Leitlinien für eine auch künftige Bürgerbeteiligung erarbeitet werden. Dazu soll ein Arbeitskreis „AK Stadtdialog“ gebildet werden, der sich aus Stadtvertretern, Ausschussmitgliedern, Bürgermeisterin, den Leitern von Verwaltungsfachbereichen, drei Bürgern und Mitarbeitern eines externen Planungsbüros zusammensetzt.

Streit am Bahnhof

Am Bargteheider Bahnhof, der in Privatbesitz ist, hat sich die Stadt Bargteheide 180 Quadratmeter im hinteren Bereich über ein Vorkaufsrecht gesichert, um dort Fahrradstellplätze einzurichten.

Dagegen ist der Eigentümer, der inzwischen gestorben ist, gerichtlich vorgegangen. Die Erben setzen den Rechtsstreit fort, der seit 2015 läuft und noch 2018 entschieden werden soll.

„Uns ist daran gelegen, dass die Bargteheider ihre Meinung einbringen können“, erklärt Bürgermeisterin Birte Kruse-Gobrecht. „Damit soll auch eine Zusage eingelöst werden, die schon länger besteht.

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Aktuelle Beschlussfassungen sollen transparent gemacht werden.“ Begleitet werde der Dialog durch ein externes Büro. „Der Bahnhof in Bargteheide hat mit Mobilität zu tun, und das betrifft alle“, erläutert Stadtplanerin Kerstin Langmaack. „Es sind Konzepte nötig, die E-Bike, Bus und Bahn, Radverkehr und Umsteigemöglichkeiten betreffen.“ Sie verstünden sich als Ideenfänger, die den Dialog mit Bürgern suchten, um gute Ideen zu sammeln. „Entscheiden tun die Politiker, aber gute Ideen setzen sich durch.“ Ziel sei zudem mehr Transparenz bei der Planung, so die Verwaltungschefin.

„Wir werden beim Stadtdialog zum Bahnhofsumfeld ein Luftbild von Bargteheide zeigen“, erklärt Bauamtsleiter Jürgen Engfer. Dann wird es Gesprächsrunden mit Experten zu den drei Themen „Mobilität und Verkehrsplanung“, „Stadtplanung, Städtebau und Stadtgestaltung“ sowie „Umwelt-, Natur- und Artenschutz“ geben.“ Gestaltung des Bahnhofsumfelds, ÖPNV-Angebote, Fahrradparken oder P & R sollen zur Sprache kommen.

Da Maßnahmen zur Einwohnerbeteiligung zukünftig in einem strukturierten Rahmen ablaufen sollen, wird Sebastian Lopitz vom externen Beratungsbüro darüber hinaus Leitlinien erarbeiten, um die Bürgerbeteiligung in geordnete Bahnen zu lenken. Damit, so Birte Kruse-Gobrecht, gehe Bargteheide den neuen Weg der „Phase Null“: Nachdem bislang die Bürgerbeteiligung erst nach der Vorplanung einsetzt, sei es bundesweit ein neues Konzept, die Bürger bereits vor den Vorentwürfen an der Planung zu beteiligen. Wer beim „AK Stadtdialog“ mitmachen möchte, kann sich per Mail unter bargteheide@planemit.de bewerben. Der Stadtdialog zum Thema Bahnhof ist am 18. Juni von 18.30 bis 21 Uhr im Ganztagszentrum.

 Bettina Albrod