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Stormarn Im Mai 2020 wählt Reinfeld: Erster Bewerber steht schon fest
Lokales Stormarn Im Mai 2020 wählt Reinfeld: Erster Bewerber steht schon fest
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08:27 26.09.2019
Bürgermeister Heiko Gerstmann tritt noch mal an: Der Reinfelder Verwaltungschef möchte sich im Mai 2020 wieder zur Wahl stellen. Quelle: Britta Matzen
Reinfeld

Die Mitglieder des Gemeindewahlausschusses der Stadt Reinfeld haben sich auf einen Termin für die Wahl des neuen Bürgermeisters geeinigt. Am Sonntag, 17. Mai 2020, soll die Wahl stattfinden. Die eventuell notwendige Stichwahl fände drei Wochen später am 7. Juni 2020 statt.

Heiko Gerstmann tritt wieder an

Der aktuelle Bürgermeister Heiko Gerstmann hat den LN bereits verraten: Er will erneut kandidieren und ist bereit für die zweite Runde im Reinfelder Rathaus. Als Amtsinhaber habe er den Vorteil, dass er nicht zwingend von einer Partei aufgestellt werden müsse. „Die letzten Jahre waren nicht einfach, weil wir mit den Rückständen der Eröffnungs- und Jahresbilanzen ziemlich eingeschränkt leben mussten“, sagt der Verwaltungschef. Probleme, die Gerstmann von seinem Vorgänger quasi geerbt hatte. Erschwerend sei hinzugekommen, dass ihm in den ersten Jahren bei der Verwaltung kein Finanzabteilungsleiter zur Seite gestanden habe.

Daten & Fakten

Voraussichtlich in der ersten Oktoberwochewird die Stadtverwaltung die Aufforderung zur Einreichung von Wahlvorschlägen veröffentlichen. Und das sind die weiteren wichtigen Termine zur Bürgermeisterwahl in Reinfeld:23. März 2020: Um 18 Uhr ist Abgabeschluss für Bewerbungen.27. März 2020: Gemeindewahlausschuss entscheidet darüber, welche Bewerbung zugelassen wird. Ab 6. April 2020 können Briefwahlunterlagen angefordert werden.24. April 2020:Wahlbenachrichtigungen sollen zugestellt sein.17. Mai 2020: Bürgermeisterwahl7. Juni 2020: mögliche Stichwahl

Reinfeld hat 9024 Einwohner (Stand 31. März 2019). Davon sind 7514 wahlberechtigt.

„Als Bauingenieur hätte ich natürlich am liebsten gebaut und gebaut. Das ist mein Herzblutthema, das ich leider viel zu wenig realisieren konnte. Dadurch, dass wir jetzt aber mit den Jahresabschlüssen gut vorankommen, habe ich die Hoffnung, dass wir dieses Tal der Tränen 2020, spätestens 2021 verlassen haben und wieder handlungsfähiger werden.“

Nichtsdestotrotz habe die Stadt Reinfeld das Grundproblem, dass es zu viele „Baustellen“ gebe, die die Verwaltung weder personell noch finanziell so abarbeiten könne, wie man es sich wünsche. „Wir sind nun mal eine Kommune mit einem begrenzten Etat, und wir haben nicht beliebig viel Geld. Aber es ist die hohe Kunst der Politik, mit den vorhandenen Ressourcen das möglichst Ideale zu realisieren.“ Der 54-jährige, dreifache Familienvater will jedenfalls sein Bestes geben, um diese Aufgabe zu bewältigen.

CDU: Noch keinen Namen zu vermelden

Außerdem können Wahlvorschläge von den Parteien eingereicht werden, die in der Stadtverordnetenversammlung vertreten sind – CDU, Grüne, SPD und WIR. „Die Fraktion der Reinfelder CDU hat schon das eine oder andere Gespräch mit den anderen Fraktionen zum Thema Bürgermeisterkandidat geführt. Wir wünschen uns gerne einen Kandidaten oder eine Kandidatin, der/die einen breiten kommunalpolitischen Rückhalt fraktionsübergreifend hat. Es gibt jedoch noch keine konkreten Ergebnisse und somit auch keinen Namen zu vermelden“, teilt der Ortsvorsitzende der CDU, Lorenz Hartwig, mit.

Kandidat mit Verwaltungserfahrung und Führungsqualität

Geert Karnick, Fraktionsvorsitzender der Grünen, kann das bestätigen. „Die Gespräche finden statt. Wir als Grüne sind der Meinung, dass Entscheidungen gerade im kommunalpolitischen Bereich nicht an Parteigrenzen getroffen werden, sondern dass sie fraktionsübergreifend stattfinden. Deswegen ist es für uns nicht unabdingbar, dass ein Bürgermeister mit einem bestimmten Parteibuch gewählt wird. Sondern es sollte der oder die Beste für Reinfeld sein. Deswegen würden wir uns freuen, wenn wir zu einer gemeinsamen Lösung kämen.“ Ziel sei es, bis Ende des Jahres „Nägel mit Köpfen“ zu machen.

Verwaltungserfahrung, Gespür für das Agieren im politischen Raum und diplomatische Fähigkeiten sind Geert Karnick persönlich wichtig. „Aber am Ende hängt es auch vom Menschen ab. Was hat man für ein Gefühl, wenn man ihm gegenüber steht. Schafft er oder sie das, kann er oder sie sich durchsetzen?“ In der Verwaltung sei zwar vieles ein Selbstgänger, aber dennoch seien intern auch Führungsqualitäten gefragt.

Wer von einer Partei oder Wählervereinigung aufgestellt ist, braucht keine Unterstützungsunterschriften. „Die braucht er nur als sogenannter Einzelbewerber“, informiert Claus-Peter Steinweg aus der Kommunalabteilung im Kieler Innenministerium. 115 Unterschriften sind in diesem Fall nötig, nämlich das Fünffache der 23 Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung.

Jeder kann Bürgermeister werden

Um den Chefsessel im Rathaus kann sich jeder Bürger bewerben, der mindestens 18 Jahre alt und Deutscher oder EU-Bürger ist. Muss der Bürgermeisterkandidat in Reinfeld wohnen? „Nein, muss er nicht. Er kann auch von extern irgendwo aus Deutschland oder Europa kommen. Wenn er sich durchsetzt, wird er wahrscheinlich irgendwann nach Reinfeld oder Umgebung ziehen“, so Steinwegs Einschätzung. Nicht einmal von Politik müssen die Kandidaten irgendetwas verstehen. „Das ist nicht vorgeschrieben. Es gab früher mal die Eignung und Befähigung um Sachkunde. Dieses Kriterium gibt es aber seit geraumer Zeit nicht mehr“, teilt der Experte aus dem Innenministerium mit.

Während das Bürgermeisteramt in kleineren Gemeinden, die kein eigenes Rathaus mit Verwaltung unterhalten, ehrenamtlich ist, arbeitet der Bürgermeister in Reinfeld hauptberuflich. Er erhält sein Gehalt nach der Besoldungsgruppe A15. Spätestens bis zum 23. März 2020 um 18 Uhr müssen Bewerber für das Reinfelder Bürgermeisteramt ihre Unterlagen abgegeben haben. Amtsantritt ist am 12. September 2020.

Wahlberechtigt sind alle, die mindestens 16 Jahre alt sind, am Wahltag sechs Wochen in Reinfeld wohnen und Deutsche oder Bürger eines Staates der Europäischen Union sind.

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Von Britta Matzen

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