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Stormarn In Nienwohld kommen nur heimische Früchte in die Flasche
Lokales Stormarn In Nienwohld kommen nur heimische Früchte in die Flasche
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18:10 18.09.2015
Nienwohl

d. Mit Wäschekörben voller Äpfel pilgern die Stormarner jetzt wieder nach Nienwohld, um in der Süßmosterei Schmidt aus ihrem Obst köstlichen Saft zu machen. „300 bis 400 Tonnen Äpfel verarbeiten wir in der Saison“, erzählt Martin Schmidt, der den Betrieb seit 20 Jahren in Eigenregie leitet. Wer zehn Kilo Äpfel bringt, bekommt neun Flaschen Fruchtsaft à 60 Cent.

Doch nicht nur Äpfel werden hier gepresst, sondern Früchte von A bis Z: Aronia, Birnen, Himbeeren, Quitten, Stachelbeeren und Zwetschgen. Insgesamt 35 unterschiedliche Fruchtsäfte und -nektare stellen der 60-Jährige und seine Mitarbeiter her, dazu noch vier Fruchtweine — Apfel-, Johannisbeer-, Erdbeer- und Himbeerwein — sowie fruchtige Konfitüren und Gelees. Im kleinen Laden werden die Köstlichkeiten verkauft.

Gegründet wurde der Familienbetrieb 1934. „Mein Großvater hat mit der Mosterei in Hamburg angefangen. Allerdings hätte er nie Obstwein gekeltert und verkauft — und mein Vater auch nicht.“ Die Familie von Martin Schmidt trat für die abstinente Lebensbewegung ein — sie waren Guttempler und tranken keinen Tropfen Alkohol. „Aber ich bin das schwarze Schaf der Familie — ich trinke Wein und verkaufe ihn auch.

Nach Nienwohld kam die Familie von Martin Schmidt 1970. Sein Vater hat damals die Meierei erworben und eine Mosterei daraus gemacht. „Viele Nienwohlder können sich nicht an den Namen Mosterei gewöhnen, für sie ist es heute noch die alte Meierei.“ Martin Schmidt stieg 1975 in den Betrieb ein — nach seiner Ausbildung zum Süßmoster und der Bundeswehr. 1995 hat er die Mosterei ganz übernommen.

Besonders stolz ist Schmidt darauf, dass er immer wieder neue Kreationen anbietet. In diesem Jahr ist es „Viridia“ — ein Bitter-Cocktail, der wie Campari-Orange schmeckt, nur ohne Alkohol. Außerdem ein Renner: „Makunada“. „Das Rezept hat ein Musiker aus Mali mitgebracht. Der fruchtige Drink besteht aus Ingwer, Zitronensaft und Minze“, teilt Schmidt mit.

Das Konzept von Martin Schmidt geht auf. „Wir haben eine Nische gefunden, dadurch, dass wir flexibel sind“, sagt der Nienwohlder. Im Supermarkt sucht man seine Obstsäfte aber vergebens. „Außer direkt bei uns gibt es unsere Fruchtsaftkreationen in Apotheken, Reformhäusern und naturorientierten Einzelhandelsgeschäften.“

Tim Stadler und Lisa Hinrichs kommen wie viele Kunden am liebsten direkt in Schmidts Laden gefahren. „Hier können wir unsere Getränkekiste individuell zusammenstellen. Die Auswahl ist ja riesig“, so die Kayhuder.

Britta Matzen

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