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Stormarn In Stormarn fühlen sich immer mehr Störche heimisch
Lokales Stormarn In Stormarn fühlen sich immer mehr Störche heimisch
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21:26 27.07.2015
Flugpause: Die vier Jungstörche aus Klein Wesenberg ruhen sich auf einem Gebäude an der Alten Dorfstraße aus. Quelle: Ute Färber/hfr
Bad Oldesloe

Das war eine höchst erfolgreiche Brutsaison in Stormarn: Zum Auftakt wurden insgesamt 28 Nester erneut von Storchenpaaren angeflogen. Ihnen ist es gelungen, in diesem Sommer 53 Junge im Kreis groß zu ziehen. Einen wichtigen Anteil daran hat nach Ansicht des Naturschutzbundes (Nabu) in Bad Oldesloe die Witterung: Das durchwachsene Wetter habe nämlich dazu beitragen, dass die Vögel ausreichend Nahrung fanden.

Nach Angaben des Nabu gibt es 2015 das bisher zweitbeste Ergebnis seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1971. Von den besetzten Nestern des vergangenen Jahres blieben nur die in Delingsdorf, Jersbek und Rohlfshagen in diesem Jahr leer.

Nach zwei Jahren ohne Störche wurde dagegen das Nest in Brunsbek-Langelohe wieder besetzt, allerdings war es Mitte Mai schon etwas zu spät für Nachwuchs. Stormarns Storchendorf Bargfeld-Stegen hatte wieder sechs Storchenpaare, von denen fünf erfolgreich Junge aufgezogen haben. Besonders erfreulich sei, dass es in Grönwohld nach acht erfolglosen Jahren mit zwei Jungstörchen wieder Nachwuchs gab.

Ebenso in Stemwarde: Wurde der Standort 2014 noch ohne Nachwuchs erstmalig besetzt, sind dort in diesem Jahr auch zwei Junge aufgewachsen.

Auch wenn es in diesem Jahr an einigen nachwuchssicheren Standorten wie Mollhagen, Neritz und Rümpel keine Jungstörche gab, sei mit 53 Jungen ebenfalls das zweitbeste Ergebnis seit 1971 erreicht worden, stellte der Nabu fest. Lediglich 1999 hatte es mit 56 Jungen mehr Nachwuchs gegeben. „Insgesamt betrachtet liegt der diesjährige Durchschnitt von 1,9 Jungen pro Horstpaar über dem langjährigen Durchschnitt und trägt damit dazu bei, den Storchenbestand im Kreis Stormarn weiter zu festigen oder aufzubauen“, betonte Storchenbetreuer Andreas Hack.

Die Nachwuchszahlen im Detail: Bargfeld-Stegen, Tonnenteich: vier; Bargfeld-Stegen, Mittelweg; vier, drei und drei, Wilhelmshöhe: null, Elmenhorster Straße: eins; Grönwohld: zwei; Groß Barnitz: null;

Hammoor: eins; Heilshoop: drei; Klein Wesenberg: vier; Klein Schenkenberg: zwei; Langelohe: null; Lasbek-Dorf: drei; Meddewade: eins; Mollhagen: null; Neritz: null; Papendorf: vier; Rethwischfeld:

zwei; Rümpel-Dorf: null; Seefeld: drei; Sprenge: zwei, Stemwarde: zwei, Sühlen: drei; Tangstedt: null; Todendorf: drei; Tremsbüttel: zwei; Westerau: eins.

Die jährliche Kontroll- und Instandhaltungstour der Storchennester durch die Nabu-Storchengebietsbetreuer im Oktober habe sich bewährt und werde 2015 ebenfalls erfolgen. Bei der Tour, die von der Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn finanziell unterstüzt wird, würden wieder zehn bis zwölf Nester kontrolliert und gereinigt.

Dabei werde im Abstand von zwei bis drei Jahren das stark verdichtete Nistmaterial von den Horsten abgetragen und mit Holzhackschnitzeln befüllt, wodurch die Nässe in den Nestern besser abgeleitet werde, erklärt Andreas Hack. Außerdem werde die Unterkonstruktion auf Tragfähigkeit überprüft und es würden eingeschleppte Fremdkörper wie Plastikfolie und Schnüre entfernt, die eine Gefahr für die Tiere darstellen könnten.

Verschwinden wird im Herbst das alte Nest im Klein Wesenberger Pastoratsgarten. Der Holzpfahl gilt nicht mehr als tragsicher. Unmittelbar daneben — im Vorgarten des Gebäudes — wurde bereits ein neues Nest aufgestellt, das auf einem Betonpfeiler thront. Im kommenden Jahr gibt es dann eine spannende Frage: Zieht das Klein Wesenberger Storchenpaar auch in sein neues Zuhause ein?

• Weitere Informationen im Internet unter www.nabu-badoldesloe.de.

LN

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