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Stormarn Kandidat abgeblitzt: Wehren im Amt Trittau ohne neue Führung
Lokales Stormarn Kandidat abgeblitzt: Wehren im Amt Trittau ohne neue Führung
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18:10 15.11.2014
Sie zählten konzentriert die Stimmen der 48 Delegierten aus den neuen Feuerwehren aus: (v. l.) Noch-Amtswehrführer Reinhard Dabelstein (Lütjensee), Susanne Harder (Hamfelde) und Jörg Reinhardt (Witzhave) am Wahlabend. Quelle: Fotos: jeb
Lütjensee

Die 48 Delegierten der neun Feuerwehren des Amtes Trittau waren am Freitagabend eigentlich zusammengekommen, um einen neuen Amtswehrführer zu wählen. Nach zwei Wahlgängen war das Vorhaben gescheitert. Der einzige Kandidat, Trittaus Gemeindewehrführer Clemens Tismer, erhielt beide Male nicht die erforderliche Mehrheit der Stimmen.

Zwei Vorschläge waren fristgemäß vor der Wahl bei Amtsvorsteher Ulrich Borngräber eingegangen. Der eine lautete auf Tismer, der andere auf Gemeindewehrführer Jochen Weno aus Rausdorf. Der aber war an diesem Abend nach geltender Gesetzeslage nicht wählbar, weil er das 59. Lebensjahr bereits vollendet hat und somit bis zum Erreichen der Altersgrenze, die bei einem Alter von 65 Jahren liegt, keine sechsjährige Amtszeit mehr hätte absolvieren können.

Im Vorwege hatte Weno versucht, bei der Aufsicht des Kreises und auch im Innenministerium in Kiel eine Ausnahmegenehmigung zu bekommen, doch sowohl Kreis als auch Ministerium lehnten das ab. Der Versuch, den ehemaligen stellvertretenden Gemeindewehrführer aus Trittau, Ralf Mertinkat, zu einer Kandidatur zu bewegen, scheiterte. Auch der ehemalige Wehrführer von Witzhave, Martin Grenz, wurde im Vorfeld als Kandidat gehandelt, doch er trat ebenso wenig an.

Nun muss es eine neue Wahl geben. Der Termin werde allerdings erst im neuen Jahr sein, erklärte der noch amtierende Amtswehrführer Reinhard Dabelstein am Wahlabend. Bis zum Jahresende werde man das nicht mehr hinbekommen, sagte er. Der Umstand könnte Jochen Weno durchaus in die Karten spielen. Am 1. Januar soll die Novellierung des Brandschutzgesetzes in Kraft treten. Darin ist neu festgeschrieben, dass die Altersgrenze auch für Führungskräfte auf 67 Jahre angehoben wird. Somit wäre Weno plötzlich wählbar.

Da aber inzwischen eine heftige Diskussion um die Kameradschaftskassen entbrannt ist, für die ebenfalls eine Änderung im Brandschutzgesetz vorgesehen ist, könnte der Termin zum Inkrafttreten des Gesetzes weiter nach hinten geschoben werden. Damit wäre Weno dann doch nicht wählbar. Die Feuerwehren des Amtes Trittau müssen binnen 90 Tagen ab dem 1. Januar 2015 eine weitere Wahl ansetzen. So sieht es das Brandschutzgesetz vor.

Für den gescheiterten Kandidaten Tismer hingegen wird sich einiges ändern: „Meine Karriere bei der Feuerwehr Trittau und im Amt Trittau ist nun zu Ende. In meiner Wehr ist alles geregelt, der Weg für meinen Nachfolger geebnet.“ Bei den Feuerwehren des Amtes Trittau bleibt es also spannend.

Jens Burmester

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