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Stormarn Karl-Heinz Linow überstrahlt alle
Lokales Stormarn Karl-Heinz Linow überstrahlt alle
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20:10 24.04.2018
Familie Kaßner / Lescow war nach 2013, 2014 und 2016 auch 2017 die sportlichste Familie des Jahres. Über ihren Preis – ein Ausflug zur Erlebnisbahn in Ratzeburg – freuten sich Susanne, Johanna, Frederike, Oma Doris und Kilian (v. l.).
Familie Kaßner / Lescow war nach 2013, 2014 und 2016 auch 2017 die sportlichste Familie des Jahres. Über ihren Preis – ein Ausflug zur Erlebnisbahn in Ratzeburg – freuten sich Susanne, Johanna, Frederike, Oma Doris und Kilian (v. l.).
Bad Oldesloe

Der Kreissportverband (KSV) Stormarn hat jetzt in den Räumen der Sparkasse Holstein die Sportler im Kreis geehrt, die ihr Sportabzeichen 2017 zum 25., 30., 35., 40. und 45. Mal absolvierten. Doch einer überstrahlte alle: Zum 55. Mal bekam Karl-Heinz Linow vom TSV Bargteheide das Abzeichen, die Urkunde und diesmal auch eine Rose überreicht.„Als wir damals aus dem Osten in Bargteheide ankamen, bin ich dem Sportverein beigetreten, um Anschluss zu bekommen“, erinnert sich der heute 80-Jährige. Er sei ein „Bewegungsmensch“, daher mag er alle sportlichen Aktivitäten, fand jedoch erst im Turnen, dann in der Leichtathletik seine Favoriten. Noch heute nimmt Linow jährlich an den Siebenkampfmeisterschaften in Schleswig-Holstein teil, belegte 2017 in seiner Altersklasse den zweiten Rang.

Das 1913 von Sportfunktionär Carl Diem ins Leben gerufene Deutsche Sportabzeichen (DSA) findet im Kreis Stormarn wieder mehr Anhänger. 2017 schafften 3992 Personen die Anforderungen, das sind 60 mehr als im Jahr davor. Der Kreis Stormarn ist damit seit 2009 weiterhin führend in Schleswig-Holstein. Karl-Heinz Linow war zum 55. Mal dabei.

Der Abend begann mit einer Talkrunde zwischen dem KSV-Vorsitzenden Adelbert Fritz, Kreispräsident Hans-Werner Harmuth und Oliver Ruddigkeit als Vertreter der gastgebenden Sparkasse. Das Trio erklärte zwar, dass es in frühen Jahren schon sportlich aktiv gewesen sei (Handball, Tischtennis, Radfahren), es zum Teil heute noch sei (Ruddigkeit ist 1. Vorsitzender des RV Trave Bad Oldesloe), jedoch hat keiner der drei je das Sportabzeichen abgelegt.

„Ich konnte den inneren Schweinehund bisher noch nicht überwinden", gab Harmuth zu. Interessiert blätterte er aber im neuen DAS-Anforderungsheft. „Nichts verbindet Menschen so einfach durch Integration, Inklusion, Migration wie der Sport“, betonte der Kreispräsident, daher sei eine Förderung so wichtig. „Vielleicht könnte sich der Kreis ja auch bei der Sportstättensanierung beteiligen“, konnte sich Fritz eine Zwischenfrage nicht verkneifen. „Es wird Gespräche geben“, ließ Harmuth die Antwort noch offen.

Alle drei waren sich einig, dass nicht nur die Absolventen des Sportabzeichens hervorzuheben seien, sondern auch die vielen ehrenamtlichen Helfer wie die Prüfer und Ausbilder, die die Abnahme überhaupt erst möglich machten. Laut einer wissenschaftlichen Studie seien es 168000 Menschen in Schleswig-Holstein, die sich ehrenamtlich einsetzen. „Würde man diese alle bezahlen, würde das 62,5 Millionen Euro kosten, daher ist deren Arbeit gar nicht hoch genug zu ehren“, betonte das Trio.

Im Kreis Stormarn absolvierten im vergangenen Jahr 3992 Personen das Sportabzeichen, knapp 50 von ihnen kamen zur Ehrung in die Sparkasse.

Eine besondere Auszeichnung erhielt das „Sport für alle Team“ vom TSV Trittau. Vor zwei Jahren hatte sich die knapp 30 Personen große Gruppe im Rahmen des „Sport für alle“-Projekts gegründet und trifft sich seither einmal wöchentlich zum gemeinsamen Sport. 2017 absolvierten die Teilnehmer erstmals das Sportabzeichen. „Das wollen wir jetzt jedes Jahr machen“, verkündett Matthias Wingerath, dessen Frau Melanie die Gruppe leitet.

Als „Sportlichste Familie“ nicht zu toppen war nach 2013, 2014 und 2016 erneut die Familie Kaßner / Lescow von der VSG Stapelfeld mit Oma Doris (74), Tochter Susanne, Schwiegersohn Matthias sowie den Enkeln Kilian (15), Frederike (12) und Johanna (9). „Wir haben ja jetzt in Stapelfeld unseren neuen Sportplatz, da sind wir noch motivierter“, sagte Susanne Kaßner. Leider habe sie nicht noch mehr Familienmitglieder dazu bringen können, das Sportabzeichen zu absolvieren. „Ich bleibe aber dran“, versichert sie.

Im Landeswettbewerb der Schulen sicherte sich die GS Mühlenredder aus Reinbek bei den Institutionen bis 400 Schülern den ersten Rang. „Wir trainieren das ganze Schuljahr, so dass die Kinder nicht nur an einem Tag die Möglichkeit haben, die Anforderungen zu bestehen“, sagt Lehrerin Hilke Klank. Den Jungen falle vor allem das Seilspringen schwer, den Mädchen eher das Werfen. Für die 300 Euro Siegesprämie soll eine neue Musikanlage angeschafft werden. „Dann sind die Schüler noch motivierter dabei“, hat die Pädagogin festgestellt.

Ehrungen

25 Mal Sportabzeichen:

Anja Strelow, Stephanie Haupt, Urte Dittmer, Horst Boblis.

30 Mal Sportabzeichen:

Prof. Dr. Wolfgang Spethmann, Ingeburg Fricke, Dr. Wolfgang Fricke, Fritz Rehders, Silke Westphal, Günther Kluger, Rainhard Donder, Günther Witt, Alfred Gatermann, Michael Niemann, Michael Kummer, Heidemarie Wedde.

35 Mal Sportabzeichen:

Manfred Durdack, Hartwig Kruse.

40 Mal Sportabzeichen:

Uwe Craavack, Helmut Hasenpath, Christel Ludwig, Helga Alsdorf, Erna Gosch.

45 Mal Sportabzeichen:

Christian Krebs.

55 Mal Sportabzeichen:

Karl-Heinz Linow.

Sportlichste Familie des Jahres 2017: Familie Kaßner / Lescow bestehend aus: Mutter Doris, Tochter Susanne, Schwiegersohn Matthias, Enkel Kilian, Frederike und Johanna vom VSG Stapelfeld.

LSV-Teamwettbewerb: TSV Trittau „Sport für alle“ (500 Euro).

Klassenwettbewerb der Sparkassen- und Finanzgruppe:

Matthias-Claudius-Schule Reinfeld (Klasse 1 c), GS Hamberge (4),

Mühlau-Schule Trittau (4 c),

GS Stapelfeld (3 b) – je 500 Euro für die Klassenkasse.

LSV-Schulwettbewerb:

Gruppe 1 (100 Schüler):

2.   GS Hamberge 200 Euro

Gruppe 2 (200 Schüler):

2.   GS Schönningstedt 150 Euro 3.   GS Stapelfeld 150 Euro

Gruppe 3 (400 Schüler):

1.   GS Mühlenredder 300 Euro 2.   Helmut-Landt-GS in Oststeinbek 300 Euro 4.   GS Mollhagen 150 Euro 8. Mühlau-Schule in Trittau 100 Euro

Gruppe 4 (800 Schüler):

2.   Matthias-Claudius-Schule in Reinfeld 300 Euro KSV-Vereinswettbewerb:

TSV Trittau (200 Euro),

SV Preußen Reinfeld (300 Euro),

VSG Stapelfeld (500 Euro). SF

Sandra Freundt