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15:01 13.09.2018
Juso-Vorsitzender Kevin Kühnert kommt am Sonnabend zum SPD-Kreisparteitag. Quelle: dpa
Lütjensee

Die amtierende SPD-Kreisvorsitzende Susanne Danhier aus Bargteheide wird auf dem Kreisparteitag am Sonnabend im Dorfgemeinschaftshaus Lütjensee (Beginn 10 Uhr) nicht erneut kandidieren. Das hatte sie bereits vor einem Vierteljahr bekannt gegeben.

Danhier hat vor drei Jahren eine neue berufliche Aufgabe als Flüchtlingsbeauftragte des Kirchenkreis Altholstein übernommen. „Und diese anspruchsvolle Aufgabe erfordert einen großen Zeiteinsatz sowie meine volle Aufmerksamkeit, so dass ich im Laufe der letzten Wochen und Monate zunehmend festgestellt habe, dass leider immer weniger Zeit für das Amt als Kreisvorsitzende zur Verfügung blieb.“

Die 60-Jährige sagt weiter: „14 Jahre im Kreisvorstand, davon acht Jahre als stellvertretende Vorsitzende und sechs Jahre als Kreisvorsitzende haben mir viel Spaß gemacht und waren für mich eine Ehre.“

Um ihre Nachfolge bewerben sich zum einen Kreistagsmitglied Gerd Prüfer (61) aus Reinbek und zum anderen der Landtagsabgeordnete Tobias von Pein (33) aus Ahrensburg. Letzterer möchte die Partei modernisieren und neu aufstellen, dabei verstärkt auf die Jugend setzen. Beide streben an, die SPD wieder stärker in der Fläche zu verankern. Zur Ausrichtung des Kreisverbandes gibt es zudem einen Antrag des selbigen mit dem Titel „SPD Stormarn neu denken“ mit mehreren Punkten, die auf einer Mitgliederkonferenz im Mai entwickelt worden sind.

Rückenwind bekommt Tobias von Pein, der als gebürtiger Lütjenseer am Sonnabend eine Art Heimspiel hat, von den eigenen Jusos und zudem vielleicht auch vom Gastredner. Der Juso-Bundesvorsitzende Kevin Kühnert hat sich angekündigt und wird kurz nach 10 Uhr zur Eröffnung sprechen. Kühnert ist seit Monaten bundesweit in aller Munde, weil er vehement gegen eine Neuauflage der Großen Koalition in Berlin gekämpft hat und aktuell die Auflösung derselbigen gefordert hat, sollte Verfassungsschutz-Chef Hans-Georg Maaßen nicht von Kanzlerin Angela Merkel entlassen werden.

Jusos wollen Änderung bei Parteieintritten

Auch in Stormarn wollen die Jusos für frischen Wind sorgen. Erstmals haben sie gerade mit Paula Kratz (17) aus Bad Oldesloe und Joost Burkhardt (23) aus Siek eine Doppelspitze gewählt – und für den Parteitag einen interessanten Antrag formuliert: Sie möchten das Organisationsstatut ändern, nach dem ausgetretenen SPD-Mitgliedern es nicht möglich ist, wieder bei den Jusos anzuheuern. „Dies stellt einige unserer Mitglieder vor große Probleme“, schreibt Antragsteller Torben Hermann aus Bad Oldesloe. „Gerne würden sie sich weiter bei den Jusos engagieren, wollen aber aus verschiedenen Gründen nicht mehr Mitglied in der SPD sein.“ Durch die Möglichkeit, sich trotzdem weiterhin bei den Jusos zu engagieren, blieben sie als Unterstützer im Kampf um soziale Gerechtigkeit an der Seite der SPD erhalten, so Hermann weiter.

Zur Juso-Offensive in Stormarn sagt SPD-Kreisgeschäftsführer Jörg Schimeck: „In den vergangenen Monaten ist deutlich geworden, dass der Erneuerungsprozess nur unter Einbindung der Jusos gelingen kann, nicht nur im Bund, sondern auch in Stormarn.

Auch bei einer weiteren Wahl mischt ein Juso mit. So liegen bislang für die beiden Stellvertreterposten im Kreisvorstand drei Bewerbungen vor: von den beiden Ü-50ern Marion Meyer aus Barsbüttel und Reinhard Niegengerd (Großhansdorf) sowie vom 21-jährigen Lukas Zeidler aus Reinfeld.

Aus dem Ortsverein Reinfeld liegen zudem zwei Anträge vor, die eine deutlich linke Handschrift tragen: Der eine fordert eine Vermögensteuer, der andere möchte für eine Mehrheit links der Mitte kämpfen.

Kandidaten für Europawahl stellen sich vor

Damit aber noch nicht genug: Nach dem Parteitag folgt ab 14 Uhr die Kreisdelegiertenkonferenz zur Europawahl im Mai 2019. Vier der fünf schleswig-holsteinischen Kandidaten, die sich um die Nachfolge von Ulrike Rodust bewerben, stellen sich in Lütjensee vor: Delara Burkhardt aus Siek, Enrico Kreft (Lübeck), Dr. Karin Thissen (Itzehoe) und Marc Timmer (Husum). Niklas Willma kann aufgrund von beruflichen Terminen nicht anwesend sein.

Markus Carstens

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