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Stormarn Jetzt ist das Bargteheider Kino Geschichte
Lokales Stormarn Jetzt ist das Bargteheider Kino Geschichte
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16:48 19.12.2018
Hans-Peter Jansen schließt das Bargteheider Kino. Quelle: jeb
Bargteheide

Das offizielle Ende des „Cinema Paradiso“ in Bargteheide wollten nur wenige Gäste sehen. Die meisten Plätze blieben leer. Kino-Betreiber Hans-Peter Jansen verabschiedete sich nach 12 Jahren von seinen treuesten Fans. Dabei machte er auch deutlich, warum er sich nicht mehr bewerben will. Nach einem Streit zwischen städtischem Trägerverein und Kinopächter sucht die Stadt einen neuen Pächter für Februar.

Abschied vom „Cinema Paradiso“ in Bargteheide

Es sollte noch einmal ein großer Abschied werden. Mit dem Film „Cinema Paradiso“, der nicht nur dem Bargteheider Kino von Hans-Peter Jansen den Namen gegeben hatte, sondern mit dem im Jahr 2006 auch alles begonnen hatte, öffneten sich ein letztes Mal die Pforten des Kinos. Der Film zog aber nur wenige Gäste in den Kinosaal. Oder waren es am Ende die vielen Querelen um den Fortbestand des Lichtspieltheaters? Genau lässt sich das nach der Abschiedsvorstellung nicht sagen.

Shai Sinai ist einer, der sich in der letzten Zeit immer wieder für den Erhalt des Kinos starkgemacht hatte. Er hatte Unterschriften gesammelt, Leserbriefe geschrieben und stand auch jetzt wieder vor der Kinotür und machte seinem Unmut Luft: „Der Grundstein für die heutige Situation wurde schon vor Jahren gelegt. Warum, kann wohl niemand genau sagen.“

Er sei fest davon überzeugt, dass sich in Bargteheide kein Kino wieder etablieren könne. Da ja auch die übrigen Pachtverträge in dem Haus ausliefen, gehe er davon aus, dass hier in vier Jahren das Gebäude nicht mehr stehe. „Das ist doch ein Sahnegrundstück in Bargteheide“, so der 55-Jährige. „Warum macht man etwas kaputt, was gut läuft. Mir fehlt dafür jedes Verständnis“, so Sinai. Er werde künftig wohl ins 12 Kilometer entfernte Volksdorf fahren und dort in Jansens Kino „Koralle“ gehen.

Gaby Jagenberg aus Ahrensburg ist begeisterte Kinogängerin. Sie wusste, dass der letzte Film auch der erste Film war, der hier gezeigt wurde. Die 73-Jährige hatte an diesem Abend eigentlich mit viel mehr Gästen gerechnet. „Die Unterschriftenaktionen waren doch üppig. Und jetzt kommen die Leute nicht zur letzten Vorstellung.“

Dem Betreiber Hans-Peter Jansen schien das allerdings weniger zu interessieren. Er stellte sich vor Beginn des Films noch einmal vor das Publikum und erklärte seine Entscheidung, hier in Bargteheide nicht weiter zu machen. „Der Monat Januar ist überall der stärkste Monat in den Kinos. Und gerade in dieser Zeit soll das Kino nach dem Willen der Stadt Bargteheide geschlossen bleiben, weil in dieser Zeit ein Auswahlverfahren für den künftigen Betreiber läuft. Das geht ja gar nicht.“

Und Jansen zitierte aus der Ausschreibung, die jeder auf der Homepage der Stadt Bargteheide nachlesen kann. Die Verbitterung und der Sarkasmus in seiner Stimme waren nicht zu überhören. Jansen wird am Mittwochmorgen die Technik aus dem Kino ausbauen. Die geht dann nach Fehmarn in ein weiteres Kino von ihm. „Ich hatte immer sieben Kinos. Jetzt sind es nur noch sechs, aber ich bin bereits auf der Suche nach einem neuen siebten Kino.“ Seine etwas mehr als 80 Kinositze bleiben noch im Saal, denn in zwei Tagen gastiert dort Hannes Scheibner und ich habe das mit der Stadt so vereinbart. Die Wandbespannung habe die Stadt im bereits abgekauft. Mit dem Gestühl sei man auf einem guten Weg. Das aber habe derzeit keine Eile.

Sein Kino in Volksdorf, die „Koralle“, bekomme im nächsten Jahr einen dritten Saal. Er freue sich schon auf die vielen Gäste, die bisher in Bargteheide seine Gäste waren.

Jens Burmester

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