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Stormarn Kirchenjubiläum in Bargfeld-Stegen
Lokales Stormarn Kirchenjubiläum in Bargfeld-Stegen
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14:12 29.04.2019
Hans Christian Asmussen (r.) war der erste Pastor, Wolfgang Stahnke (l.) der dritte und Andreas Wendt ist der aktuelle Pastor. Quelle: SUSANNA FOFANA
Bargfeld-Stegen

Die Kirche in Bargfeld-Stegen war beim Festgottesdienst zum 50. Jubiläum komplett besetzt. Den Gottesdienst der seit Kurzem denkmalgeschützten Kirche gestalteten drei der langjährigen Pastoren plus Klinikseelsorgerin Nicola Ahrens-Tilsner aus dem benachbarten Heinrich-Sengelmann-Krankenhaus gemeinsam.

Hans Christian Asmussen war erster Pastor

Als die Kirche fast auf den Tag genau vor 50 Jahren die Weihe von Propst Carl Friedrich Jaeger erhielt, war Hans Christian Asmussen der erste Pastor der Gemeinde. „Das ist mein Lauf als Pastor gewesen. Sülfeld und dann Bargfeld. Das war meine erste Stelle“, sagt der heute 81-Jährige. 1984 wechselte er dann nach Bad Oldesloe. Auf ihn folgte in Bargfeld-Stegen für eine kurze Zeit Ortwin Göldner.

Der dritte Pastor ab 1991 war 19 Jahre lang Wolfgang Stahnke (57). „Außen schroff, innen herzlich“, fasst er in einem Satz seinen Eindruck über die Jubiläumskirche zusammen. „Es war meine erste Gemeinde“, betont auch Stahnke. Er ist heute Vertretungspastor und Notfallseelsorger in den Kreisen Segeberg und Stormarn sowie Krankenhausseelsorger in der Oldesloer Asklepios-Klinik.

In Bargfeld-Stegen wurde der 50. Geburtstag der denkmalgeschützten Kirche groß gefeiert.

Christusfigur hinter dem Altar dominiert Innenraum

Auch für Pastor Andreas Wendt (42) war es 2010 die erste Gemeinde. Besonders die Atmosphäre im Inneren der Kirche für gemeinsame Gottesdienste gefiel ihm. Und seitdem er die Wunden entdeckt hat, hat es ihm auch die Christusfigur hinter dem Altar angetan, die seit 1996 den Innenraum dominiert. Die Figur stammt von Ilme und Riho Kuld aus Tallinn/Estland. Die Kirchenfenster entwarf Uwe Bangert.

Die Bauteile der Jubiläumskirche in Bargfeld-Stegen stellten die drei Pastoren in den Mittelpunkt ihrer Predigten. Für Asmussen waren es die Steine, die zu lebendigen Steinen wurden, für Stahnke Altar und Segnung und für Wendt das erst im Vorjahr renovierte Dach. Wendt hob zudem die gute Zusammenarbeit des hauptamtlichen Teams und der vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter hervor.

Feierlich in ihr Amt eingeführt wurde Kirchenmusikerin Ingeburg Sonnenschein (57). Neben der 14,5 Stunden-Stelle als Kantorin und Organistin leitet sie den Singkreis Lütjensee und arbeitet musikalisch mit geistig Behinderten auf Gut Stegen.

Amtshilfe fürs Fest aus Bad Oldesloe und Reinfeld

Die Organisation des Festes mit vielen Mitstreitern hatte Küster Werner Jansen (64) übernommen. Amtshilfe in Form von Zelten und Biertischgarnituren hatte die relativ kleine Gemeinde für ihr großes Fest aus Bad Oldesloe und Reinfeld bekommen. Nach zwei Jahren in Bargteheide ist Jansen jetzt schon sechs Jahre Küster in Bargfeld-Stegen. Als seine Töchter sein Geschäft mit Reitsportartikeln nicht übernehmen wollten, besann Jansen sich auf seinen Berufswunsch Küster, den er schon als 18-Jähriger hatte, als er in Flensburg genau neben einer Kirche wohnte. Jansen: „Es ist genau so eingetroffen. Spannend, dass es so funktioniert hat.“

1970 wurden die drei Glocken geweiht

Bargfeld-Stegen gehörte früher zur Kirchengemeinde Sülfeld mit einer Kirche aus dem 12. Jahrhundert plus Friedhof. Die Kommunalgemeinde Bargfeld-Stegen stellte schließlich 1,9 Hektar Land zum Bau einer Kirche und für eine Friedhofsanlage zur Verfügung. Nach einem Architektenwettbewerb wurde der Entwurf des Kaltenkirchener Architekten Werner Feldsien in fast zweijähriger Bauzeit verwirklicht.

1970 wurden die drei Glocken geweiht, 1977 und 1983 folgten Anbauten. Die Bangert-Kirchenfenster „Wandlung des Irdischen zum Licht“ wurden 1988 eingeweiht, die Christus-Skulptur 1996. 1999 baute die Firma Paschen die neue Orgel ein. Seit 1971 ist Bargfeld-Stegen eine eigenständige Kirchengemeinde.

Susanna Fofana

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