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Stormarn Klimatag statt Schulstreik
Lokales Stormarn Klimatag statt Schulstreik
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17:02 29.05.2019
Charlize, Hannah, Till, Jakob, Finn und Laura machten tatkräftig bei der Baumpflanzung mit. Quelle: Sandra Freundt
Bad Oldesloe

 Der Klimaschutz ist derzeit das Thema Nummer eins unter den Jugendlichen. Mit Bezug auf die geltende Schulpflicht hatte sich die Theodor-Mommsen-Schule (TMS) in Bad Oldesloe jedoch nicht an den „Fridays for Future“-Demonstrationen beteiligt und ihren Schülern die Teilnahme daran während der Unterrichtszeit untersagt. Dem Klimaschutz will sich das Gymnasium aber dennoch auf keinen Fall verschließen, sondern ihn aktiv unterstützen. Im Kollegium hatte man sich daher ausführlich beraten und sich schließlich für einen Klimatag entschieden. Frei nach dem Motto: „In Freitags-Demos geäußerte Forderungen lassen sich am besten umsetzen, wenn man bei sich selber beginnt“. Und so wurde am Mittwoch gepflanzt, experimentiert, diskutiert – und vielleicht sogar die ein oder andere Weiche für die Zukunft gestellt.

Klimatag an der TMS

„Alle waren mit Begeisterung bei der Sache, sodass ich mir schon vorstellen kann, solch einen „Umwelt“-Tag jährlich durchzuführen“, betonte Henning Bergmann.

Jeder neu gepflanzte Baum ist ein Gewinn.

27 Schüler und Schülerinnen der Klasse 8a waren mit ihren Lehrkräften und weiteren Unterstützern an diesem Vormittag auf der Wiese im Westgebiet IV zu finden und pflanzten dort Bäume. Diese waren zuvor von der Firma Fielmann sowie dem Schulelternbeirat gespendet worden. Unterstützung erfuhr die TMS dabei auch durch die Stadt, welche die Grünanlage zur Verfügung stellte, und der Stiftung Klimawald. Vorstandsmitglied Alf Jark erklärte dazu: „Wälder binden beim Wachsen auf natürlichem Weg Kohlenstoffdioxid und mildern damit den Klimawandel ab. Somit ist jeder neu gepflanzte Baum ein Gewinn.“ Die Stiftung plant derzeit, einem kompletten Klimawald im Kreis Stormarn anzulegen, wird auch hierbei von der TMS unterstützt.

Experimente nachhaltiger als Demonstrationen

Doch auch in den Räumen des Gymnasiums direkt war an diesem Tag einiges los. So hatten sich die naturwissenschaftlichen Oberstufenprofile diverse Experimente zum Thema Klimawandel überlegt und diese dann mit den unteren Klassenstufen gemeinsam durchgeführt. „Das ist viel nachhaltiger als eine Demo, denn die Kinder können das viel besser behalten“, erklärt Theresa und berichtet von einem Experiment: „Wir haben zum Beispiel aufgezeigt, wie viel schneller sich eine CO2-angereicherte Luft erwärmt, als eine ohne Kohlenstoffdioxid. Das war schon erschreckend.“ Auch die 16-jährige selbst geht seit den Klimadiskussionen viel bewusster mit der Umwelt um.

Podiumsdiskussion interessant, aber ohne Lösung

Die wirtschaftspolitischen Profile hatten zum Abschluss des Tages zu einer Podiumsdiskussion aufgerufen und dazu Vertreter der lokalen Parteien eingeladen. Dabei wurden Themen wie die Abschaffung der Diesel-Fahrzeuge und Einführung der Elektroautos, sowie die Verbesserung von Bus- und Bahnverkehr, aber auch Windkraftanlagen und Moore als Alternative zu Braunkohle- und Atomkraftwerken diskutiert. Zu wirklichen Lösungen kam man zwar nicht, interessant war es aber schon.      

Sandra Freundt

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