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Stormarn Klingeling – Platz da für das Bargteheider E-Mobil
Lokales Stormarn Klingeling – Platz da für das Bargteheider E-Mobil
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14:05 01.03.2019
Bauhofleiter Michael Spitzner führt den "Eis"wagen vor. Quelle: Bettina Albrod
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Bargteheide

„Rrrmmmm, Rrrrm, Rrrmmimimimi“ - so hat man als Kind einen Automotor nachgemacht. Die nächste Generation wird schweigend dasitzen, denn Elektroautos machen kein Geräusch. Oder aber sie kommen aus Bargteheide, und da klingt ein Elektromobil wie der Eiswagen. „Wir haben 2015 ein Schmalspurfahrzeug mit Elektroantrieb zur Reinigung der Wander- und Gehwege angeschafft“, erläutert Bargteheides Bauhofleiter Michael Spitzner. „Das fährt völlig lautlos.“

In der Stadt hatte das für Irritationen gesorgt. „Wir haben 2018 mehrere Anfragen gehabt, weil das kleine Fahrzeug auf Gehwegen unterwegs war und Fußgänger es nicht gehört haben“, sagt Alexander Wagner, Sprecher der Bargteheider Verwaltung. Deshalb hat Spitzner jetzt eine Arbeitsanweisung ausgegeben: „Wer mit dem E-Mobil unterwegs ist, muss bei Fußgänger-Betrieb die Eisglocke anstellen“, sagt er. So heißt umgangssprachlich das Signal, mit dem das E-Mobil ausgestattet ist. Wenn das Fahrzeug in der Stadt unterwegs ist, klingt es wie der Eiswagen.

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Die Bargteheider können sich allmählich an die Elektrofahrzeuge gewöhnen, denn im Rahmen des Klimaschutzkonzepts soll die Fahrzeugflotte beim Bauhof in puncto Elektroantrieb weiter ausgebaut werden. „Der kleine Wagen ist unser erstes Elektrofahrzeug, es sollen aber demnächst zwei weitere folgen“, so der Bauhofleiter. Ein Fahrzeug sei gerade zur Probe da. Mit 49 000 Euro Anschaffungskosten und rund weiteren 2000 Euro für das Ladegerät müsse zunächst geprüft werden, ob die Anschaffung zu finanzieren sei. In Zukunft will der Bauhof verstärkt umweltfreundlich unterwegs sein. Wie die Autos dann klingen, ist noch nicht bekannt.

ba