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Stormarn Krankenhaus St. Adolf-Stift untersuchte 286 Asylbewerber
Lokales Stormarn Krankenhaus St. Adolf-Stift untersuchte 286 Asylbewerber
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18:10 10.10.2015
Die Flüchtlinge standen geduldig an, um in das Krankenhaus-System aufgenommen zu werden. Ehrenamtliche Dolmetscher aus Syrien, dem Irak, Afghanistan und Albanien halfen bei Sprachproblemen. Quelle: St. Adolf-Stift/hfr
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Reinbek

In nur eineinhalb Tagen wurde die medizinische Erstuntersuchung von 286 Flüchtlingen der Erstaufnahmeeinrichtung Wentorf im Reinbeker Krankenhaus St. Adolf-Stift und dem Johanniter Krankenhaus Geesthacht absolviert.

50 Mitarbeiter des St. Adolf-Stiftes, des Johanniter Krankenhauses Geesthacht sowie ehrenamtliche Dolmetscher des Runden Tisches Asyl hatten sich freiwillig gemeldet, um sich an der Erstuntersuchung dieser Flüchtlinge zu beteiligen. Das Land Schleswig-Holstein hatte das Stormarner Krankenhaus aufgrund der räumliche Nähe damit beauftragt, die Flüchtlinge aus Wentorf im Herzogtum Lauenburg medizinisch zu betreuen.

Binnen zwei Wochen war alles organisiert worden. Der Tag der Untersuchung begann früh, bereits um 8.45 Uhr kam der erste Schwung Flüchtlinge per Bustransport an. Die Frauen, Männer und Kinder füllten zunächst einen „Laufzettel“ mit ihren persönlichen Daten aus. Diese wurden in das Computer-System des Krankenhauses eingegeben, um die weiteren Untersuchungsergebnisse wie Blut- und Röntgenergebnisse den Flüchtlingen auch in den nächsten Tagen noch zuordnen zu können.

Die Flüchtlinge füllten zudem einen zweisprachigen Bogen zur Krankengeschichte aus und machten sich in Begleitung von Dolmetschern auf den Weg zu verschiedenen medizinischen Stationen: Puls, Temperatur und das Gewicht wurden aufgezeichnet. Die Frauen mussten einen Schwangerschaftstest machen, damit klar war, ob sie am Ende geröntgt werden dürfen, denn das Asylgesetz schreibt eine Aufnahme der Lunge vor, um Tuberkulose auszuschließen.

Es folgte eine allgemeine körperliche Untersuchung, die Abgabe von Blut, um den Impfstatus zu überprüfen und die Ausgabe von Medikamenten. In eineinhalb Tagen wurde die Lunge von 202 Erwachsenen geröntgt. Aktuell werden die Aufnahmen ausgewertet.

Frank Böttcher, leitender Arzt für die Erstuntersuchung: „Schön wenn ein Plan funktioniert. Wir wussten ja nicht, wie lange wir tatsächlich brauchen, um das ganze Camp zu untersuchen. Wir waren echt fix dabei und darum schon Sonntagmittag fertig.“

Organisatorin Andrea Schulz-Colberg: „An den zwei Tagen waren es insgesamt 100 Personen, die ganztägig oder halbtags dafür gesorgt haben, dass die Untersuchung reibungslos verlief. Ein dickes Dankeschön an alle helfenden Hände.“

LN

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