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Stormarn Krippenprojekt duldet keinen Aufschub
Lokales Stormarn Krippenprojekt duldet keinen Aufschub
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20:10 06.02.2013
Pölitz

Den Pölitzern rennt gewissermaßen die Zeit davon. Wie anderenorts muss auch in dieser Gemeinde des Amtes Bad Oldesloe-Land dafür gesorgt werden, dass dort ab August eine Betreuung für Kinder unter drei Jahren möglich ist. Die Fraktionen von CDU und SPD haben indes unterschiedliche Vorstellungen, wie dies gelöst werden soll. Auf ihrer jüngsten Sitzung prallten die Meinungen erneut aufeinander.

Während die Sozialdemokraten die Krippe gern im Dorfgemeinschaftszentrum „Alte Schule“ im Schmachthagen ansiedeln möchten, favorisieren Bürgermeister Martin Beck und seine Mitstreiter von der CDU, sie in einem Anbau zum bestehenden Kindergarten in Pölitz unterzubringen.

Als Argument für letztere Variante führte Beck an, dass sich aus der räumlichen Zusammenlegung beider Einrichtungen ein Synergieeffekt erzielen lasse. Derzeit gebe es in Pölitz nur eine Kindergruppe und damit einen so ungünstigen Personalschlüssel, dass es schwierig sei, im Krankheitsfall eine Vertretung zu finden — insbesondere dann, wenn die Leiterin ausfalle. Laut Beck entspanne sich die Lage, wenn die U3-Kinder hinzukommen. Dann könne eine weitere Erzieherin und eine sozialpädagogische Assistentin eingestellt werden. Zudem sei es möglich, die Öffnungszeiten des Kindergartens über 13.30 Uhr auszudehnen.

Das wiederum bestreitet Peter Ratzlaff von der SPD-Fraktion. Wie er ausführte, stelle die Betreuung der Kleinkinder ganz besondere Anforderungen und sei zeitintensiver. Insofern habe die Gemeinde mit der Einstellung neuer Arbeitskräfte in der Krippe eigentlich nichts gewonnen. Einsparen lasse sich lediglich bei den Baukosten, sagte Ratzlaff. Er vertrat die Ansicht, dass es günstiger sei, die „Alte Schule“ in Schmachthagen zur Krippe umzugestalten, als ein neues Gebäude in Pölitz zu errichten.

Die CDU-Fraktion zeigte sich indes überzeugt, dass der Neubau die bessere Variante ist. „Es stellt sich die Frage, ob die geringeren Baukosten nicht durch höhere Ausgaben im täglichen Betrieb aufgefressen werden“, gab etwa Lennart Bruhns zu bedenken.

Deutlich wurde während der Debatte, dass die Gemeinde gezwungen ist, schnell zu handeln. Um Zuschüsse für eine neue Immobilie oder auch Betriebskosten zu bekommen, muss sie der genehmigenden Behörde bis zum 28. Februar ein „bewilligungsreifes“ Vorhaben auf den Tisch legen.

Auf Beschluss der Gemeindevertreter wird Bürgermeister Beck nun einen Architekten mit dem Entwurf eines Anbaus in Pölitz beauftragen. Mit sechs Stimmen setzte sich die CDU-Fraktion in dieser Sache mehrheitlich gegen die SPD (fünf Stimmen) durch.

dvd

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