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Stormarn Künstlermesse: Ammersbek wird für zwei Tage zur Galerie
Lokales Stormarn Künstlermesse: Ammersbek wird für zwei Tage zur Galerie
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18:25 23.04.2014
Silke Thies-Studt aus Bargteheide ist „Die Wandflüsterin“.
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Ammersbek

Bildender Kunst fehlt ein wichtiger Aspekt, wenn sie nicht gesehen wird. Die erste Stormarner Künstlermesse in Ammersbek holt die Werke regionaler Künstler aus der Unsichtbarkeit und gibt ihnen am 26. und 27. April einen öffentlichen Raum: 87 Künstler aus dem gesamten Kreisgebiet werden an beiden Tagen ihre Arbeiten im Rathaus und im Kulturzentrum Pferdestall zeigen.

„Jeder Künstler bekommt drei Meter Wand“, erläutert Axel Richter, Bildhauer, Organisator und Leiter des Kunsthauses am Schüberg die Bedingungen. „Die fungieren als Visitenkarte, die einen Ausschnitt aus dem Schaffen der Künstler zeigt.“ Auch echte Visitenkarten werden gezückt, denn neben der Präsentation der Werke hat der Austausch der Künstler untereinander einen hohen Stellenwert.

Bildender Kunst fehlt zudem ein wichtiger Aspekt, wenn sie nicht ernst genommen wird. Deshalb haben die Organisatoren als Austragungsort bewusst Ammersbek gewählt. „Hier läuft aktuell die Ausstellung ‘14 Jahre Kunsthaus am Schüberg‘ mit Kunstwerken aus dem gesamten Bundesgebiet“, erläutert Mitorganisator Hardy Fürstenau. „Wir wollen fragen, wie sich Stormarner Kunst vor dem Hintergrund nationaler Kunst definiert.“

Der Qualitätsvergleich der Werke ist Teil des Konzepts und soll dazu führen, dass Künstler ihre eigene Position durchdenken und sich mit dem Kunstbegriff auseinandersetzen. Das Motto der Messe lautet „regional trifft national“, und da hängen ein Koblasa und ein Kirschmann im Kunsthaus nicht weit von einem Teschke und einem Thies-Studt im Pferdestall. Katja Teschke und Silke Thies-Studt sind hiesige Künstlerinnen aus Stormarn.

Bildender Kunst fehlt schließlich auch ein Aspekt, wenn sie nicht bezahlt wird und damit keinen objektiven Wert hat. Die Künstlermesse in Ammersbek wird eine Verkaufsausstellung, bei der die teilnehmenden Künstler für ihre Kunst werben können. „Die Künstlermesse ist Basiskulturarbeit und soll den regionalen Künstlern eine zusätzliche Stimme geben“, so Fürstenau, der mit „q-ltur“ selbst Lobbyarbeit für die Stormarner Kunstszene betreibt.

Zu dieser Kunstszene gehört auch Katja Teschke, die gerade eine Ausstellung in Ahrensburg hatte. „Ich mache Textilgestaltung“, erklärt sie. In Schleswig-Holstein gehört sie zum Berufsverband Angewandte Kunst. Silke Thies-Studt ist „Die Wandflüsterin“. „Ich arbeite mit Acryl und Leinwand und male abstrakt“, erklärt die Bargteheiderin. „Ich komme zu den Menschen ins Haus und rede mit ihnen, bis ich genau weiß, welches Bild für sie das richtige ist.“

Die Präsentation von Stormarner Künstlern solle den Schatz der Kulturschaffenden im Kreis abbilden, sagt Richter. Maler, Bildhauer, Keramiker, Fotografen, Objektkünstler und Grafiker, die in Stormarn leben oder ihr Atelier in Stormarn haben, werden vertreten sein. „Die Messe hat ein hohes Begegnungspotential“, sagt Richter. „Dabei werden wir von der Gemeinde, vom Bürgerverein und von der Jugendfeuerwehr unterstützt.“

Das Beispiel Axel Richter zeigt zudem, dass ein regionaler auch ein nationaler Künstler sein kann: Denn Richters Werke sind in beiden Werkschauen zu sehen.

Das Kunstwochenende
Das Kunsthaus am Schüberg in Ammersbek, eine Einrichtung des Kirchenkreises Hamburg-Ost, hat die 1. Stormarner Künstlermesse in Kooperation mit dem Stormarner Terminmagazin „q-ltur2“ und mit dem Förderverein Kunsthaus am Schüberg organisiert. Geöffnet ist am Sonnabend, 26. April, von 11 bis 18 Uhr, am Sonntag, 27. April, von 11 bis 17 Uhr. Eintritt frei.

Bettina Albrod

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