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Stormarn Kunstwerke, vom Wasser gezeichnet
Lokales Stormarn Kunstwerke, vom Wasser gezeichnet
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20:32 30.01.2014
Katrin und Eberhard Schober aus Hoisdorf stellen Keramik und Malerei aus. Quelle: Fotos: Oda Rose-Oertel
Bad Oldesloe

Es fließt, es hinterlässt Spuren, es bäumt sich zu Wellen auf: Elf Stormarner Künstlerinnen und Künstler zeigen in der Reinfelder Ausstellung „Wasserzeichen“, was sie persönlich mit dem nassen Element verbinden. Es ist die erste gemeinsame thematische Ausstellung der Internet-Galerie „StormarnART“. Eröffnet wird sie am kommenden Sonntag, 2. Februar, um 11 Uhr in der Alten Schule.

Die Reinfelder Grundschullehrerin und Bildhauerin Ulrike Dillig arbeitet besonders gerne mit Strandgut. „Mein Mann und ich sind regelmäßig am Wasser und sammeln Treibholz auf“, erzählt sie. Nach etwa einem Jahr im geschützten Holzport ist es trocken. „Dann guckt mich meist ein Fundstück an, und ich fange an, es zu bearbeiten“, so die gebürtige Würzburgerin. Sie mag die charakteristische Maserung im Holz, die das Meerwasser hinterlassen hat: „Wie ein Mensch, der vom Leben gezeichnet ist.“ Bei der Ausstellung „Wasserzeichen“ wird sie zwei abstrakte figürliche Skulpturen aus Treibholz zeigen.

„Gemeinsam“ ist die eine benannt, aus hellem Holz, „vermutlich ein alter Schiffsplanken“, glaubt Ulrike Dillig. Zwei Köpfe ragen aus dem hohen Holzstück hervor, sie scheinen einem eng umschlungenen Paar zu gehören.

Als „emmi und leo“ ist das Oldesloer Fotografenpaar Michaela Wendland und Michael Jöhnk unterwegs. Gemeinsam durchstreifen der Informatiker und die Lehrerin Landschaften und Städte, halten Eindrücke aus der Natur fest oder porträtieren Menschen. Für die Ausstellung steuern sie jeweils zwei großformatige Arbeiten bei, die wie gemalt oder fein gezeichnet wirken. Geradezu unwirklich, wie geträumt erscheint das in Sepia getauchte Foto „Wasserweg 1“ von Michaela Wendland. Entstanden ist es am niedersächsischen Duemmersee, an einem langen Bootssteg. Ganz hinten, gerade noch als angedeutete Figur erkennbar, steht ein Junge. „Es war so eine meditative Stimmung dort“, sagt die Fotografin. Diese überträgt sich auch sofort auf den Betrachter.

In Hoisdorf-Oetjendorf hat es das Ehepaar Schober mit seinem großen alten Haus und dem mit Keramik-Objekten bestückten Garten zu Bekanntheit gebracht. Katrin Schobers fröhliche Keramiken, für drinnen oder draußen, sind schon lange auf Kunstschauen in der Region zu Gast. Die Künstlerin mit den langen roten Haaren, Jahrgang 1941, hat zwei schalenartige Steinzeug-Objekte für die Ausstellung gefertigt. Typisch für sie sind die figürlichen Darstellungen. In diesem Fall liegt ein tagträumender Matrose, ihm zu Füßen ein kleiner Hund, ausgestreckt am Rand der einen Schale. Auf dem anderen Gefäß ruht eine gut gelaunte, dralle Wassernixe.

Ehemann Eberhard Schober, früher Werbegrafiker, hat sich im Ruhestand der Malerei verschrieben. Neben einem kleinen, mit Kalligrafie kombiniertem Aquarell in Blau („Die Poesie des Wassers“) zeigt er auf der Ausstellung ein großformatiges Wellen-Bild in pastosen Acrylfarben — mit einer unscheinbaren Plastikflasche am Meeresboden. Titel: „Alles fließt“. Mit Ehefrau Katrin streitet er liebevoll darum, wie das Bild richtig herum steht. „Ist eigentlich auch egal“, findet der leidenschaftliche Schwimmer und Tangotänzer (Jahrgang 1937). „Wasser ist wie der Mensch“, sinniert er. „Launisch und gefährlich. Aber der Grund ist das, was ihn ausmacht.“

Der Bürgervorsteher eröffnet
Die Gemeinschaftsausstellung der Gruppe „StormarnART“ vom 2. bis zum 16. Februar in der Alten Schule in Reinfeld, Matthias-Claudius-Straße 29, wird am Sonntag, 2. Februar, um 11 Uhr durch Bürgervorsteher Gerd Herrmann eröffnet. Finissage: Sonntag, 16. Februar, 11 Uhr, mit Arbeiten von Viertklässlern der Matthias-Claudius-Schule. Die Ausstellung ist montags bis freitags von 15 bis 18 Uhr, sonntags von 11 bis 12.30 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Einige Künstler sind anwesend.



• Infos:
www.stormarnart.de
Kreiskulturkonferenz künftig einmal im Jahr
Einmal ist keinmal: Nach der ersten Kulturkonferenz im Kreis Stormarn nach 1991, die jüngst im Kreistagssitzungssaal lief, steht fest: „Wir wollen jedes Jahr so eine Konferenz machen“, erklärt die Vorsitzende des Schul,- Sozial- und Kulturausschusses des Kreises, Sigrid Kuhlwein (SPD). Die Kulturschaffenden sollen sich regelmäßig austauschen können.
„Mein Vorschlag ist, dass wir jeweils im ersten Quartal des Jahres an einem Sonnabend diese Konferenz machen.“ Anders als jetzt soll nach der Konferenz dann auch zu einer gemütlichen Gesprächsrunde geladen werden. „Das ist wichtig, da bekommen alle Teilnehmer noch einmal die Möglichkeit, sich auszutauschen.“
Denn diese Möglichkeit, berichtet Kuhlwein über entsprechende Feedbacks, hätte einigen Teilnehmern gefehlt. Ansonsten sei die Reaktion auf die Kulturkonferenz positiv gewesen. „Es war allerhöchste Zeit, dass wir uns an einen Tisch setzen.“ Ehrenamtlich arbeitende Vereine und Verbände hätten bereits festgestellt, dass „sie doch einiges auf die Beine stellen können, wenn sie sich kennen“, sagte Sigrid Kuhlwein. kks

Oda Rose-Oertel

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