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Stormarn L 88: Holperpiste wird saniert
Lokales Stormarn L 88: Holperpiste wird saniert
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20:10 22.03.2018
Straße kann man das bald nicht mehr nennen. Die L 88 zwischen Schmachthagen und Barkhorst beim Gut Krummbek. Quelle: Fotos: Mc
Bad Oldesloe

„Der Kreis hat die Rückmeldung erhalten, dass die Landesstraßen 94 und 222 im Jahr 2018 berücksichtigt werden konnten“, sagt Maike Langenbach vom Fachdienst Planung und Verkehr in der Stormarner Kreisverwaltung. Das sind Straßenabschnitte im Bereich Witzhave in Richtung Oststeinbek und zwischen Stellau und Stemwarde in der Gemeinde Barsbüttel.

Gute Nachrichten für viele Gemeinden in Stormarn: Einige der maroden Landesstraßen sollen schon bald erneuert werden. Das hat das Verkehrsministerium in Kiel dem Kreis nun mitgeteilt. Sogar die berühmt-berüchtigte Landesstraße 88 ist in dem Sanierungsprogramm.

Der Kreis stehe darüber hinaus in regelmäßigem Kontakt mit der Niederlassung Lübeck des Landesbetriebes für Straßenbau und Verkehr, welche für die Landesstraßen im Kreis Stormarn zuständig ist, so Langenbach weiter. „Dort wurde die Programmplanung in der Zwischenzeit weiter konkretisiert.“

Und siehe da, in der Liste für Deckenerneuerungen taucht sogar die fünf Kilometer lange Schlaglochpiste L 88 vom Lasbeker Ortsteil Barkhorst über Schmachthagen bis Treuholz auf; außerdem die L 87 zwischen Rethwisch und Stubben, für die bereits eine Ausschreibung vorliegt, sowie die L 92 im Abschnitt Lütjensee/Großensee, die L 160 im Abschnitt Braak/Trittau – gehört technisch quasi zur Sanierung L 222 – und die L 89 im Bereich der Anschlussstelle A 1 bei Bargteheide.

„Somit haben erfreulicherweise aktuell bereits sechs von zehn der aus Sicht des Kreises vorrangigen Maßnahmen in der Vorhabenplanung des Landes Berücksichtigung gefunden“, erklärt Verkehrsplanerin Langenbach. Der Kreis erwartet nun eine bauliche Umsetzung ab diesem Jahr bzw. in den Folgejahren.

Große Freude herrscht über die Zusage in Pölitz und Lasbek. Die Bürger klagen seit Jahren über immer schlimmere Zustände, hatten sogar schon eine Demonstration organisiert. Angesichts von Platz fünf auf der Prioritätenliste war der Optimismus gedämpft, die Freude nun umso größer.

„Die Sanierung ist bitter nötig. An einigen Stellen sind die Löcher so scharfkantig, dass man sich dort schon die Reifen kaputtfährt“, sagt Lasbeks Bürgermeister Harald Lodders (SPD). „Es muss dringend etwas gemacht werden, zumal dort auch Schulbusse regelmäßig unterwegs sind.“ Wie auch sein Pölitzer Amtskollege Martin Beck (CDU) wurde und wird Lodders ständig darauf angesprochen, wann denn nun die Straße endlich erneuert werde. „Wir begrüßen den Ausbau sehr, wenn er nachhaltig und gründlich vollzogen wird und keinen weiteren Flickenteppich hinterlässt“, sagt auch Antje Lennartz, Pölitzer Gemeindevertreterin und Vorsitzende des SPD-Ortsvereins. „Seit Jahren drängen wir als SPD Pölitz darauf, dass der Ortsteil Schmachthagen eine funktionstüchtige Straßenanbindung erhält.

Sollte dies nun tatsächlich geschehen, wäre dies für alle Bürger im Dorf eine große Erleichterung im alltäglichen Leben.“

Aufgrund der sprudelnden Steuereinnahmen in Bund und Land hatte die Jamaika-Koalition in Kiel vor rund einem halben Jahr versprochen, im gesamten Land einen dreistelligen Millionenbetrag für die Sanierung von Landesstraßen bereitzustellen.

Weitere Fotos auf LN-online.de/Bilder

Reinfeld: Schlaglöcher am Bahnübergang

Neue Schlaglöcher wie derzeit in Lübeck sind in Stormarn noch nicht aufgetaucht. „In Bad Oldesloe gab es verschiedene Deckensanierungen in den vergangenen Jahren“, heißt es etwa vom Oldesloer Bauhof. Das heißt, die meisten Straßen sind noch in einem relativ guten Zustand. Zumindest haben die Bauhof-Mitarbeiter nicht mehr zu tun als vor einem Jahr.

In Reinfeld hat der Bauhof auch schon die größten Krater geflickt – zumindest die, für die die Stadt zuständig ist. „Wir hatten einige Schlaglöcher in der Grootkoppel, wo viel Lkw-Verkehr herrscht“, erklärt Bürgermeister Heiko Gerstmann.

Gleichwohl bleibe ein Dauerbrenner die Ahrensböker Straße (L 71), die wiederum in die Zuständigkeit des Landesbetriebs für Straßenbau fällt. Die L 71 hat der Kreis wiederum auch in seiner Prioritätenliste für das Land aufgeführt (siehe links). Weil sie jedoch eine Ortsdurchfahrt darstellt, bedarf es dafür einer aufwendigeren Planung.

Probleme gibt es auch am Bahnübergang Zuschlag. Hier hat die Stadtverwaltung bereits die Bahn aufgefordert, die Schlaglöcher zu beseitigen.

Liste vom Kreis

Zehn Landesstraßen mit dringendem Sanierungsbedarf sollte der Kreis benennen. Landrat Henning Görtz und sein Fachdienst Planung und Verkehr packten noch sieben weitere Straßen hinzu, die in einer Zustandsbewertung allesamt Noten zwischen 4,5 und 5 haben. Außerdem wurde die Liste ergänzt mit maroden Abschnitten, die durch Städte und Gemeinden führen. Für diese Ortsdurchfahrten ist aber eine längere Planung erforderlich.

mc Markus Carstens

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