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Stormarn LN-Speed-Dating zur Bundestagswahl
Lokales Stormarn LN-Speed-Dating zur Bundestagswahl
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10:00 30.08.2017
Heiko Evermann (AfD) aus Ellerau hat sich vor einem Jahr seiner Partei angeschlossen, um deutsche Werte zu erhalten. Quelle: Foto: Hrf
Bad Segeberg/Stormarn

In vier Wochen wird gewählt: Vor der Bundestagswahl bringen die LN-Redaktionen Segeberg und Stormarn die Direktkandidaten der Parteien aus dem Wahlkreis Segeberg – Stormarn-Mitte und Leser der LN zu einem besonderen Wahlgespräch zusammen. Beim Speed- Dating am Freitag, 15. September, in Bad Oldesloe im Bürgerhaus können je vier Leser aus Stormarn und Segeberg das direkte Gespräch mit den Kandidaten führen. Jeweils sieben Minuten stehen pro Kandidat zur Verfügung; wenn der Wecker klingelt, rücken die Frager weiter zum nächsten Kandidaten.

Acht LN-Leser können am 15. September sechs Direktkandidaten des Wahlkreises Segeberg-Stormarn-Mitte befragen.

8 ist die Nummer des Wahlkreises Segeberg– Stormarn-Mitte. Er umfasst den Kreis Segeberg ohne die Stadt Bad Bramstedt sowie ohne die Ämter Bad Bramstedt-Land und Boostedt-Rickling. In Stormarn gehören zum Wahlkreis Ammersbek, Bad Oldesloe, Bargteheide und Tangstedt sowie die Ämter Bad Oldesloe-Land und Bargteheide-Land.

Den Lesern gegenüber sitzen Vertreter von sechs Parteien. Gero Storjohann (CDU) ist Kaufmann und Betriebswirt und trat 1975 in die Junge Union ein, seit 2002 ist er Mitglied des deutschen Bundestages und hier stellvertretender Vorsitzender des Petitionsausschusses. „Ich trete für Frieden in Freiheit ein“, erklärt er sein politisches Ziel. Zur Politik sei er über die Kommunalpolitik gekommen: „Ich bin mit 19 Jahren mit Überzeugung zur CDU gegangen.“ Speed-Dating sei ein Format, das er bereits kenne, so Storjohann, „das ist eine interessante Sache.“

Alexander Wagner (SPD) will Franz Thönnes ablösen, der nicht wieder zur Wahl antritt. Sein politisches Engagement begann bereits in der Schule. Der Politikwissenschaftler war Kreisvorsitzender der Jusos und leitete von 2008 bis 2015 das Wahlkreisbüro von Franz Thönnes. „Mir ist Politik für gute Arbeit und Ausbildung besonders wichtig“, erklärt Wagner. „Der wirtschaftliche Aufschwung der letzten Jahre kommt längst nicht bei allen an.“ Als Volksvertreter müsse man immer ansprechbar und dauerhaft im Dialog sein. „Deshalb habe ich mir vorgenommen, bis zum 25. September 10000 Hausbesuche zu machen. Unter dem Hashtag #fragAlex kann man mir Fragen stellen, die ich sofort und transparent für alle beantworte.“

Sofort fragen kann man auch Tobias Mährlein (FDP). Der Buchhändler aus Norderstedt kam vor zehn Jahren zur Politik, weil er mitgestalten wollte. Schwerpunktthema für ihn ist die Bildung. „Wir sind international weit zurück gefallen mit dem, was wir in die Bildung unsere Kinder und Jugendlichen investieren. Und das ist einfach ungerecht gegenüber zukünftigen Generationen und kann so nicht weitergehen“, erklärt Mährlein. Als Politiker müsse man vor allem zuhören können. „Es ist wichtig, für Neues offen zu bleiben, abwägen zu können zwischen verschiedenen Interessen, nicht nur dem ideologischen Überbau der eigenen Partei hinterher zu laufen.“

Ulrike Täck (Die Grünen), Professorin für Werkstoffkunde im Maschinenbau der FH Lübeck, hat 15 Jahre lang in der Schweiz gelebt und ihren Beruf über den zweiten Bildungsweg erreicht. Sie sieht ihren Schwerpunkt bei den Themen Energiewende und Europapolitik. „Der Weg, den wir hier gehen, entscheidet über Rückschritt, auf der Stelle treten oder gemeinsam die Zukunft gestalten“, sagt die Boostedterin. Zur Politik sei sie gekommen, weil sie Demokratie aktiv leben und etwas ändern wolle. Ein Politiker brauche viel Geduld.

Miro Berbig (Die Linke), selbstständiger IT-Consultant, ist Fraktionsvorsitzender der Linken in der Norderstedter Stadtvertretung. Dort sitzt er im Kultur-, Umwelt und Eingabenausschuss. Politisches Ziel ist für ihn eine Umverteilung der Finanzen. „Es muss möglich sein, von seinem Lohn oder Gehalt in diesem Land leben zu können und eine Familie zu ernähren“, erklärt Berbig. „Große Vermögen müssen sich wieder an der Finanzierung der Gesellschaft beteiligen. Bildung und Pflege sind nur zwei Bereiche, die wir nicht weiter kaputt sparen dürfen, sondern wo es gilt, kräftig zu investieren.“

In die Politik sei er gegangen, um mitgestalten zu können.

Das treibt auch Heiko Evermann (AfD) an. Der Informatiker aus Ellerau ging in die Politik, nachdem seine Stimme für eine Kleinpartei in der Statistik nicht auftauchte. „Daraufhin habe ich beschlossen, selbst dafür zu sorgen, dass meine Stimme in der Politik gehört wird.“ In der AfD trete er dafür ein, seinen Kindern und Enkeln ein Deutschland zu hinterlassen, das diesen Namen noch zu Recht trage. Politik verlange die Bereitschaft, jederzeit über den eigenen ideologischen Tellerrand zu blicken und sich die Argumente des politischen Gegners anzuhören. „Es gibt in der Politik immer Alternativen.“ Die erfahren die Leser am 15. September.

So können Sie dabei sein

8 Leser können beim LN-Speed-Dating am Freitag, 15. September, ab 19 Uhr im Saal des Bürgerhauses in Bad Oldesloe, Mühlenstraße 22, mitmachen – jeweils vier aus Kreis Segeberg und aus dem Kreis Stormarn. Im persönlichen Gespräch haben sie die Möglichkeit, den Bundestagswahl-Kandidaten auf den Zahn zu fühlen. Dazu gibt es Snacks aus der Küche des „Glacehaus“.

Wer mitmachen möchte, schreibt eine E-Mail an redaktion.segeberg@ln-luebeck.de oder meldet sich unter der Anschrift Lübecker Nachrichten, Redaktion Segeberg, Kirchstraße 45 in 23795 Bad Segeberg an. Über die Teilnahme entscheidet das Los. Das Ergebnis lesen Sie am Sonntag, 17. September, in den LN und vorab auf www.ln-online.de.

7 Minuten Redezeit stehen jeweils bei der Begegnung zwischen den Gesprächspartnern zur Verfügung. Sobald eine Klingel ertönt, rücken die LN-Leser einen Stuhl weiter und interviewen den nächsten Kandidaten.

 Bettina Albrod

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