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Stormarn A 1: Hamberge bekommt lang ersehnten Lärmschutz
Lokales Stormarn A 1: Hamberge bekommt lang ersehnten Lärmschutz
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19:00 28.11.2019
Die A 1 vor Lübeck. An dem Abschnitt, der durch die Gemeinde Hamberge verläuft, soll eine Lärmschutzmaßnahme gebaut werden. Quelle: Foto: dpa
Hamberge/Kiel

Die Gemeinde musste lange darauf warten, jetzt wird es endlich Realität: Früher als gedacht soll Hamberge den lange geforderten Lärmschutz an der Autobahn 1 erhalten. Wie die LN erfuhren, hat das Amt für Planfeststellung Verkehr (APV) vom Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV-SH) den Antrag auf Einleitung eines Planfeststellungsverfahrens erhalten, welches die Voraussetzung für den Bau ist.

Buchholz: „Wir lösen unser Versprechen ein“

Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) bestätigte die Informationen der Lübecker Nachrichten. „Vor dem Hintergrund, dass die Bürgerinnen und Bürger Hamberges seit fast 30 Jahren vergeblich auf einen Lärmschutz warten und es zudem politische Zusagen für eine Anschlussstelle bereits aus den 1990er Jahren gab, haben wir uns entschieden, die Lärmschutzmaßnahme vorzuziehen“, sagte Buchholz. „Damit lösen wir nicht nur unser Versprechen ein, sondern entsprechen auch dem Wunsch der Gemeinde.“

Wann mit dem Bau zu rechnen ist, steht bisher allerdings noch nicht fest. Das Planfeststellungsverfahren könne jedoch einige Monate in Anspruch nehmen, heißt es aus dem Ministerium. Eine Realisierung noch innerhalb dieser Legislaturperiode (bis 2022) scheint damit aber immerhin möglich.

E-Highway gegen Lärmschutz

Hamberges Bürgermeister Paul Friedrich Beeck zeigte sich hocherfreut über die Informationen aus Kiel. „Es passiert schließlich nicht jeden Tag, dass man so gute Nachrichten erhält.“ Sie kommen allerdings nicht ganz unerwartet. Schließlich hatte Minister Buchholz der Gemeinde unlängst zugesichert, dass das Land beim Thema Lärmschutz auf die Tube drücken wolle.

Kiel stand der Gemeinde gegenüber zudem in der Bringschuld: Beim Bau des E-Highway zwischen Lübeck und Reinfeld hatte Hamberge seinerzeit auf die Möglichkeit verzichtet, Einwände zu erheben, die das Projekt möglicherweise um Jahre verzögert hätten. „Dafür haben wir aber darauf bestanden, dass man uns einen Lärmschutz baut“, sagt Beeck. Es seit gut, dass das Land auch seinen Teil der Abmachung jetzt erfülle. Denn viele Menschen in Hamberge litten sehr unter dem Lärm, zumal der Verkehr auf der A 1, insbesondere der Schwerlastverkehr, von Jahr zu Jahr zunehme.

Zwar gibt es schon einen Lärmschutz in Hamberge, der erfüllt jedoch kaum mehr einen Zweck. Es handelt sich nur um einen Wall, „hinter dem man die Dächer der vorbeifahrenden Lkw noch sehen kann“, sagt der Bürgermeister. „Viel zu niedrig.“

Haselmäuse könnten Ausgleichsflächen nötig machen

Wie der neue Lärmschutz später aussehen wird, ob zum Beispiel der bestehende Wall um eine Lärmschutzwand ergänzt wird – wie zum Beispiel an der A 1 bei Lübeck-Moisling – wird erst das Planfeststellungsverfahren ergeben.

Im nächsten Schritt sollen zunächst beteiligte Behörden und andere Träger öffentlicher Belange um eine Stellungnahme gebeten werden, darunter zum Beispiel die Landesforsten, das Landesamt für Denkmalpflege und die Naturschutzverbände Nabu und BUND. Dabei wird dann auch geklärt, ob für den Bau der Lärmschutzmaßnahme eine Ausgleichsfläche erforderlich wird. „Nach meiner Kenntnis leben da Haselmäuse an der Autobahn“, sagt Paul Friedrich Beeck. Daher werde wohl ein entsprechender Ausgleich erforderlich werden.

Hier hat das lärmgeplagte Hamberge aber bereits vorgesorgt und vor einiger Zeit 1,7 Hektar Ackerfläche auf der anderen Seite der Autobahn angekauft. Beeck: „Die stellen für dem Land für Naturschutzzwecke gern zur Verfügung.“

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Von Oliver Vogt

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