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Stormarn Neue Aufgaben für Lego-Roboter bei der Roboter-Olympiade
Lokales Stormarn Neue Aufgaben für Lego-Roboter bei der Roboter-Olympiade
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17:50 22.05.2019
Jaser (10) und Josie (9) probieren aus, ob der Roboter schon richtig läuft. Quelle: Fotos: Sandra Freundt
Bad Oldesloe/Wahlstedt

„Erst soll der Kran das Tier in den Anhänger des Roboters laden, anschließend soll dieser dann starten“, erklärt Josie vom Team „STS Tiertransport“, zu dem neben der neunjährigen auch Paul (9) und Jaser (10) gehören. Noch läuft es allerdings nicht rund, denn die Legofigur passt nicht so recht in den Behälter des Roboters und fällt beim Anfahren raus. „Das kriegen wir aber hin“, ist sich Paul sicher. Er ist der Programmierer in der Gruppe, die anderen beiden sind hauptsächlich für den Bau zuständig. Jaser hat dabei den Kran entworfen. „Eigentlich gehörte Jaser zu einem anderen Team, doch sein Partner hat plötzlich aufgehört, so haben wir ihn und den Kran in unser Projekt integriert“, erklärt Josie. Das Trio startet beim Regionalentscheid der „World Robot Olympiad“ (WRO) in der Open Category. Das ist die Starter-Kategorie und hat unter anderem den Vorteil, dass außer Lego auch andere Materialien verwendet werden dürfen und die Roboter am Wettkampftag nicht neu zusammengebaut, sondern fertig mitgebracht werden dürfen.

Der Roboter biegt zu früh ab

Sechs der neun teilnehmenden Stadtschulteams starten in der bekannten Regular Category der Altersklasse „Elementary“ (8-12 Jahre) und stellen sich den Aufgaben zum diesjährigen Motto „Smart Passenger Transport“. Zum ersten Mal dabei ist Tabitha aus Borstel, ihre Partnerin ist Fenja (beide 10), die bereits im letzten Jahr an den WRO-Ausscheidungen teilgenommen hat. „Zunächst soll der Roboter die Batterie in Gang setzen, dann die einzelnen Figuren auf die entsprechenden Plätze wie Kino, Schule, Shoppingcenter, Zoo und Heim transportieren. „Noch biegt er immer zu früh ab“, ärgert sich Tabitha, die zu Hause am liebsten mit Lego City-Steinen baut. Die Mädchen vom Team „STS Lego-Master“ sind sich aber sicher, dass bis zum WRO-Entscheid alles passt.

Zum dritten Mal ins Deutschlandfinale?

Die Teams der Stadtschule treffen sich einmal wöchentlich mit Technik-Lehrer Bernd Müller im LEIS-Raum der Schulen, um sich den seit Januar bekannten Aufgaben zum Thema „Smart Cities“ zu stellen. LEIS steht für Lego Education Innovation-Studio – es geht dort also um Bildung und Innovation bei der Beschäftigung mit Lego. An der Poul-Due-Jensen-Schule in Wahlstedt geht es sogar täglich um computergesteuerte Klötzchen-Technik. Hier unterrichtet Carsten Wilder die Jungen und Mädchen. „Die Räume sind zwei von nur 25 von Lego abgenommenen in ganz Deutschland“, erklärt Müller, der schon seit sechs Jahren an dem Internationalen Roboterwettbewerb, der Kinder und Jugendliche für Naturwissenschaft und Technik begeistern möchte, teilnimmt.

Aus Wahlstedt sind acht Teams dabei, die sich in vier verschiedenen Altersklassen für das große Deutschlandfinale im Juni in Schwäbisch Gmünd qualifizieren wollen. Bisher hat es dafür aber bei den erst seit zwei Jahren aktiven Teams noch nicht geklappt. Aus der Stadtschule kam in den vergangenen zwei Jahren jeweils ein Team weiter. „Wäre schön, wenn das ein drittes Mal gelänge“, hofft Müller. Das erfolgreichste Team Schleswig-Holsteins heißt „RobotEck“ und kommt aus einer Schule in Eckernförde. Bereits zwei Mal hat es für die jungen Naturwissenschafts-Fans bis zum Weltfinale der WRO geklappt. Die findet in diesem Jahr im November in Ungarn statt.

Lego WRO-Wettbewerb 2019

Berenike startet zum vierten Mal

Auch Berenike hat den Termin im Blick. Die 13-Jährige besucht die siebte Klasse der Ida-Ehre-Schule, ist aber so begeistert von dem Lego-Projekt der Stadtschule, dass sie an den Übungstagen vorbeischaut und sich auch jetzt wieder den Anforderungen des WRO-Entscheids stellt. Mit Eryk, der in die vierte Klasse geht, ist sie „STS Team Beery“. „Er ist der Bauer, ich programmiere“, erklärt die Gemeinschaftsschülerin. Aufgrund von Berenikes Alter müssen die beiden erstmals in der „Junior“ Category (13-15 Jahre) starten. „Die Aufgaben laufen unter dem Thema „Smart Lightning“ und sind viel komplexer und die dafür vorgesehene Zeit viel kürzer“, hat die Siebtklässlerin festgestellt. In der letzten Woche war sie sehr aufgeregt, da der Laptop mit den von ihr gespeicherten Daten für den Roboter nicht da war. Zum Glück hat sich dann doch noch alles wieder angefunden. Ob Berenike aber ihren Erfolg von 2017 – die Qualifizierung zum Deutschlandfinale – in dieser anspruchsvolleren Kategorie wiederholen kann? Man darf gespannt sein.

Sandra Freundt

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