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Stormarn B 404: Erster Spatenstich für weiteren Ausbau
Lokales Stormarn B 404: Erster Spatenstich für weiteren Ausbau
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17:12 20.02.2019
Erster Spatenstich für den dreistreifigen Ausbau der B 404 bei Lütjensee (v.l.): Frank Quirmbach (Landesbetrieb Straßenbau), Landrat Henning Görtz und Kreispräsident Hans-Werner Harmuth, Gerhard Rühmkorf (Bundesverkehrsministerium), Kiels Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) sowie die Landtagsabgeordneten Tobias Koch (CDU), Tobias von Pein (SPD) und Lukas Kilian (CDU). Quelle: FOTO: Mc
Lütjensee

Knapp sechs Monate nach dem Startschuss zum weiteren Ausbau der B 404 zur A 21 im Kreis Plön rollen nun auch in Stormarn die Bagger an: Gemeinsam mit Gerhard Rühmkorf aus dem Bundesverkehrsministerium setzten Landesverkehrsminister Dr. Bernd Buchholz (FDP) und der Vize-Chef des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr (LBV) Schleswig-Holstein, Frank Quirmbach, am Dienstag den Spatenstich für den weiteren dreistreifigen Ausbau der Bundesstraße zwischen Bargteheide und Schwarzenbek.

Bei dem vier Kilometer langen und rund zehn Millionen Euro teuren Teilstück handelt es sich um den Abschnitt zwischen Lütjensee/Schönberg und Lütjensee/Grönwohld. „Mit diesem dritten von insgesamt vier Abschnitten zwischen der A 1 und der A 24 verbessern wir nicht nur den Verkehrsfluss, sondern tragen auch zu deutlich mehr Sicherheit auf dieser viel befahrenen Strecke bei“, sagte Buchholz. Auf dem dritten Streifen können Autofahrer dann in beiden Fahrtrichtungen abwechselnd überholen. Ende des Jahres soll dieser Abschnitt fertig sein, der vierte und letzte Bauabschnitt zwischen der A 1 und Sprenge soll voraussichtlich noch 2019 einen Planfeststellungsbeschluss bekommen.

Großer Aufmarsch auf der Baustelle: Viele Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft wollten beim Spatenstich für das Millionenprojekt dabei sein.

Wichtige Verkehrsachse

Wie Buchholz weiter sagte, sei die B 404 mit rund 21 000 Fahrzeugen täglich nach wie vor eine der zentralen Mobilitätsachsen in Schleswig-Holstein: „Von dem Ausbau werden also nicht nur Berufspendler und unsere Wirtschaft profitieren, sondern auch die steigende Zahl unserer Urlaubsgäste“, so der Minister. Er nannte die Berliner, die an die Nordsee fahren, genauso wie die skandinavischen Lkw-Fahrer auf ihrem Weg nach Polen. Nicht zuletzt sei die B 404 auch für die Hinterlandanbindung des Kieler Hafens wichtig.

Nach dem Abriss einer Brücke ist jedoch erstmal Pause. Fledermaus und Haselmaus sorgen für eine zweimonatige Verzögerung. Kritik gibt es aus der Gemeinde Lütjensee, die stark von der Umleitung betroffen ist. Quelle: Holger Kröger

Während der Bauzeit ist vor allem die Gemeinde Lütjensee stark vom Umleitungsverkehr betroffen. „Der Verkehr hat sich seit der Sperrung verdreifacht“, sagte Bürgermeisterin Ulrike Stentzler und fordert von Minister Buchholz Nachbesserungen für ihre Gemeinde, unter anderem durchgängig Tempo 30 auf der Ortsdurchfahrt, die derzeit auch viele Lastwagen als Ausweichstrecke nutzen. Die Landesstraße ist schon seit Jahren marode, soll jedoch im kommenden Jahr nach Abschluss der B-404-Arbeiten saniert werden.

„Wir werden versuchen, es in die Köpfe der Lkw-Fahrer zu bekommen, dass sie die große Umleitung über die Autobahn 1 und 24 nehmen“, versprach Buchholz. Am Kreuz Bargteheide sind zwar deutliche Schilder aufgestellt, die Trucker nehmen aber trotzdem mehrheitlich die Abfahrt zur B 404 Richtung Schwarzenbek.

Autobahn bis Lüneburg

LBV-Vize Quirmbach erläuterte, dass der Zeitplan neben dem Ausbau der Strecke auch den Rückbau der alten Fahrbahn sowie den Neubau der Brücke über die Ripsbek sowie die Sanierung der Entwässerungsanlagen beinhalte. Zudem werde die Anschlussstelle Lütjensee/Schönberg samt der Rampen an der Ost- und Westseite erneuert. „Die Zeit der riskanten Überholmanöver und schweren Unfälle ist dann hoffentlich vorbei“, sagte Quirmbach.

Gerhard Rühmkorf aus dem Bundesverkehrsministerium sprach von einem klugen Schritt, die Strecke vorerst dreistreifig auszubauen. Beim Bund habe man jedoch auch den Ausbau zur Autobahn weiter im Blick versprach er. „Das sind zwar dicke Bretter die wir bohren müssen, aber als Fernziel wollen wir eine östliche Umfahrung Hamburgs auf der A 21 über Schwarzenbek und Geesthacht bis zur A 39 bei Lüneburg.“

Naturschutz gibt die Zeit vor, in der gebaut werden kann

Nach dem Abriss der Brücke über die Ripsbek ist jedoch erstmal Ruhepause. Grund: Das Bauwerk muss nach Aussage von Minister Buchholz im Februar weichen, da es ab März theoretisch als möglicher sommerlicher Nistplatz für Fledermäuse dienen könnte. Im März und April wiederum dürfe wegen artenschutzrechtlicher Belange der Haselmaus nicht gebaut werden. In der vorbereiteten Pressemappe ist zwar von der Beachtung der biologischen Vielfalt die Rede, vor den rund 50 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft machte Buchholz aber deutlich, dass er selbst das nicht so ganz nachvollziehen könne. Den Bürgern in Lütjensee sei das nicht vermittelbar. Denn die müssen bis Weihnachten mit dem zusätzlichen Verkehr durch ihren Ort leben.

Markus Carstens

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