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Stormarn MVA Stapelfeld-Betreiber plant Infoabend
Lokales Stormarn MVA Stapelfeld-Betreiber plant Infoabend
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06:06 21.11.2018
So soll die neue Müllverbrennungsanlage der EEW in Stapelfeld in einer Visualisierung aussehen. Baubeginn soll Ende 2019 oder Anfang 2020 sein. Quelle: EEW Stapelfeld
Stapelfeld

Die Planungen für den Neubau der Müllverbrennungsanlage Stapelfeld schreiten weiter voran. Noch im November soll der Genehmigungsantrag eingereicht werden. Mitte Dezember ist dann der Auftakt einer ganzen Reihe von öffentlichen Informationsveranstaltungen. Das teilte ein Sprecher des MVA-Betreibers EEW mit.

Auch Anlage zur Klärschlammverbrennung geplant

Danach sollen die Bürger am 14. Dezember in das Feuerwehrgerätehaus Stapelfeld eingeladen werden. Ab 16 Uhr will dann der Betreiber seine Pläne näher vorstellen. Der Baubeginn ist für Ende 2019 vorgesehen.

Der Neubau soll direkt vor der derzeitigen Anlage entstehen. Außerdem wird eine Klärschlamm-Verbrennung gebaut. Während die Kapazität des Müllheizkraftwerkes mit 320000 Tonnen Abfall künftig sogar etwas geringer geplant ist, sollen in einer parallel entstehenden Anlage separat mehr als 30000 Tonnen Klärschlamm verbrannt werden. Das entspricht nach EEW-Angaben auf die Trockenmasse bezogen in etwa der Hälfte des in ganz Schleswig-Holstein anfallenden Schlamms aus den Kläranlagen.

Probebetrieb ab 2022

Am Ende soll mit der Müllverbrennungsanlage etwa doppelt so viel Strom und rund dreiviertel mehr Fernwärme wie bisher für den Nordosten Hamburgs aus sogar aus weniger Müll produziert werden. Ende 2019 oder Anfang 2020 könnte dann mit dem Neubau der geschätzt rund 150 Millionen Euro teuren Anlage begonnen werden.

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Ist der für Mitte 2022 angesetzte Probebetrieb der neuen Anlage abgeschlossen, geht das alte ursprünglich 1979 fertiggestellte und immer wieder modernisierte alte Heizkraftwerk vom Netz. Die neue Anlage wird nicht nur deutlich effizienter arbeiten, sondern auch einen deutlich kleineren Schornstein erhalten. Ist der derzeit rund 110 Meter hohe Schlot so etwas wie ein weithin sichtbares Wahrzeichen Stapelfelds, wird der neue Abluftzug, auch aufgrund gesetzlicher Vorgaben, nur rund 60 Meter hoch werden. Der alte Schornstein dient aktuell auch als wichtiger Funkmast für viele Handyanbieter.

MVA Stapelfeld

Die Kapazität der Müllverbrennungsanlage beträgt 350000 Tonnen pro Jahr - immer in Abhängigkeit vom Heizwert des Abfalls.

Pro Jahr werden in der 1979 in Betrieb genommenen und 1997 erweiterten Anlage etwa 80000 Megawatt-Stunden Strom und 230000 Megawattstunden Fernwärme erzeugt - ausreichend für 50000 Haushalte.

Der zu verbrennende Hausmüll kommt unter anderem aus den Kreisen Herzogtum Lauenburg und Stormarn (etwa 105000 Tonnen) sowie Segeberg (15000 Tonnen).

Gegründet wurde die MVA Stapelfeld GmbH im Jahr 1973 von den Kreisen Stormarn, Herzogtum Lauenburg sowie der Hansestadt Hamburg.

Seit 2016 gehört der heutige Betreiber EEW (Energy from Waste) zur chinesischen Beijing Enterprises Holdings Limited.

Holger Marohn

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