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Stormarn Nach Verfolgungsjagd: 55-Jähriger stirbt bei Polizeieinsatz in Ahrensburg
Lokales Stormarn Nach Verfolgungsjagd: 55-Jähriger stirbt bei Polizeieinsatz in Ahrensburg
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16:12 01.11.2019
Feuerwehrleute leuchten mit der Drehleiter die Einsatzstelle aus. Bei einem Polizeieinsatz starb am 1. November ein 55 Jahre alter Mann in Ahrensburg. Quelle: Foto: radio tele nord
Ahrensburg

Bei einem Polizeieinsatz ist am frühen Freitagmorgen ein 55 Jahre alter Mann in Ahrensburg ums Leben gekommen. Der Mann hatte gegenüber den Beamten erheblichen Widerstand geleistet, wurde fixiert und erlitt einen Kreislaufstillstand.

Mehrere Anhalteversuche der Polizei missachtet

Nach ersten Angaben der Staatsanwaltschaft Lübeck hatte der Mann zuvor mehrere Anhalteversuche der Polizei missachtet und war mit seinem Transporter vom Typ VW Crafter durch die Ahrensburger Innenstadt geflüchtet. Durch mindestens zwei Schüsse in die Reifen wurde das Auto an der Bahntrasse Höhe Lohe vor einem Einfamilienhaus gestoppt.

Laut Staatsanwaltschaft erlitt der Mann während des Polizeieinsatzes einen Kreislaufstillstand

Als mehrere Polizisten den Mann dort festnehmen wollte, schlug er um sich und leistete erheblichen Widerstand. Daraufhin wurde er von den Beamten zu Boden gebracht und gefesselt. Dabei erlitt er offenbar einen Kreislaufstillstand. Ein alarmierter Notarzt und der Rettungsdienst begannen sofort mit Wiederbelebungsversuchen, stellten diese aber um 3.14 Uhr ein. Zur Ausleuchtung der Einsatzstelle wurde am frühen Morgen die Freiwillige Feuerwehr Ahrensburg mit ihrer Drehleiter alarmiert.

Polizei stellte Sichtblenden gegen Schaulustige auf

Die Polizei sperrte den Einsatzort weiträumig ab und leitete den Verkehr örtlich vorbei. Während der Arbeit der Spurensicherung und der Gerichtsmedizin Lübeck wurden auf Anforderung der Polizei große Sichtblenden von Mitarbeitern des Bauhofes aufgestellt.

Warum der Mann die Anhalteversuche der Polizei missachtet, und weitere Hintergründe waren am Freitag noch nicht bekannt. Die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft dauern an.

Der Leichnam des Mannes soll jetzt obduziert werden, um die genaue Todesursache zu ermitteln. Der Lübecker Oberstaatsanwalt Christian Braunwarth stellte jedoch klar, dass es keine Erkenntnisse über Schussverletzungen bei dem Toten gebe.

Dennoch leitete die Staatsanwaltschaft gegen die sechs an dem Einsatz beteiligten Polizisten Ermittlungen wegen des Anfangsverdachts der Körperverletzung mit Todesfolge ein. Dies sei aber eine normale Vorgehensweise in so einem Fall, hieß es.

Einen vergleichbaren Fall hatte es im April in Bad Segeberg gegeben: Bei einer Polizeikontrolle hatte ein 56-Jähriger dort Widerstand geleistet, war vor den Augen der Polizeibeamten kollabiert und gestorben.

Von RTN/Peter Wüst

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