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Stormarn Mehr Geld für Stormarns Sportstätten
Lokales Stormarn Mehr Geld für Stormarns Sportstätten
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18:10 04.08.2018
Dieses Kleinspielfeld an der Schule am Masurenweg in Bad Oldesloe soll noch in diesem Jahr saniert werden.
Dieses Kleinspielfeld an der Schule am Masurenweg in Bad Oldesloe soll noch in diesem Jahr saniert werden. Quelle: Foto: Markus Carstens
Kiel/Stormarn

Die Kommunen erhalten jeweils bis zu 250000 Euro für die Modernisierung und Sanierung von Laufbahnen und Spielfeldern. „Mit diesem zusätzlichen Geld kommen die Kommunen bei der Sanierung und dem Erhalt von Sportstätten in Schleswig-Holstein einen weiteren entscheidenden Schritt voran. Das ist ein wichtiger Beitrag der Landesregierung für einen gut ausgestatteten Breitensport. Deshalb bin ich froh, dass wir deutlich mehr Kommunen unterstützen können als noch vor wenigen Monaten gedacht“, erklärte Staatssekretärin Kristina Herbst.

„Wir setzten mit der Förderung der kommunalen Sportstätten wichtige Impulse für den Schul- und Breitensport im Kreis Stormarn“, freut sich die Landtagsabgeordnete Marlies Fritzen, regional zuständige Abgeordnete der grünen Landtagsfraktion für den Kreis Stormarn, über die Förderzusagen für die Sportstätten in Reinbek, Bad Oldesloe, Ahrensburg und Großhansdorf.

Denn in Stormarn profitieren diese vier Kommunen von der Landesförderung: Großhansdorf erhält die Höchstförderung von 250 000 Euro für die Sanierung von Laufbahn und Weitsprunganlage, Reinbek erhält eine Förderung in Höhe von 173350 für Erneuerung der Sportplatzlaufbahn der Gertrud-Lege-Schule, 126054 fließen nach Bad Oldesloe an die Schule am Masurenweg und in Ahrensburg wird mit 30

000 Euro Fördermitteln eine Drainage- und Oberflächensanierung bewerkstelligt. Für die Sanierung des Kunstrasenplatzes im Sportzentrum Reinbek befindet sich ein weiterer Zuwendungsbescheid im Zulauf.

Geld für Kleinspielfeld

Der Schulverband Bad Oldesloe hatte im Rahmen der Spielfeld- und Laufbahnförderrichtlinie einen Zuschuss in Höhe von besagten 126 000 Euro für die Sanierung eines Kleinspielfeldes beantragt. „Die geschätzten Sanierungskosten belaufen sich auf insgesamt 252000 Euro“, erklärt Steffen Mielczarek, Leitender Verwaltungsbeamter des Amtes Bad-Oldesloe-Land. Bei der Anlage handelt es sich um ein Kleinspielfeld, welches für Handball, Volleyball, Basketball und andere Sportarten genutzt wird. Laut Amtsleiter Steffen Mielczarek ist es geplant, das Kleinspielfeld noch 2018 zu sanieren. Der Sportplatz am Masurenweg wird hauptsächlich für den Schulsport genutzt, jedoch auch vom VfL Oldesloe. Erst 2016 ist der Kunstrasen saniert worden. Mit Interesse hat auch Adelbert Fritz die Millionenförderungen für die Stormarner Gemeinden verfolgt. „Ich habe mich gewundert und etwas geärgert“, sagt der Vorsitzende von Preußen Reinfeld. Denn auch sein Verein möchte gerne partizipieren von den Landesmitteln, schon seit Jahren kämpfen die Preußen für eine neue Laufbahn.

Hilfe für 2019 in Sicht

„Aus dem Rathaus hieß es, dass man dort noch keine Antwort aus Kiel auf den Förderantrag bekommen habe“, so Adelbert Fritz. „Das gleiche gilt auch für den Einzelgenehmigungsantrag an den Kreis für die Umsetzung der Sportstätten-Sanierung“, erklärt der Vereinschef. „Ich habe in diesem Zusammenhang gleich nochmal den Bürgermeister und die Politik aufgefordert, endlich der Sportstätten-Sanierung angesichts der Gefahr von sonst verfallenen Fördermitteln des Landes die erforderliche Priorität einzuräumen und mit der Umsetzung zeitnah zu beginnen.“ Auf nochmalige Nachfrage erfuhr Adelbert Fritz, dass Reinfeld wohl 2019 berücksichtigt werde, da der Antrag in diesem Jahr zu spät gestellt worden sei. Zumindest bestätigt das Kieler Innenministerium. „Der Antrag der Stadt Reinfeld ging leider nach der für noch im Jahr 2018 zu bewilligende Fördermaßnahmen gesetzten Frist am 31. März ein. Das wurde der Stadt auch mitgeteilt“, erklärt Pressesprecher Dirk Hundertmark. Der Antrag müsse nun nicht neu gestellt werden. Er werde automatisch in das Jahr 2019 übernommen. „Die Entscheidung, ob diese Maßnahme bewilligt wird, steht selbstverständlich noch aus, weil noch bis zum Ende des Jahres die Möglichkeit besteht, für 2019 Anträge zu stellen“, so der Ministeriumssprecher.

Sporthallen werden gefördert

Für die bereits bewilligten rund 12,5 Millionen Euro des nächsten Jahres können die Kommunen laut Staatssekretärin Herbst neben einer Förderung für die Sanierung von Laufbahnen und Spielfeldern erneut eine Unterstützung für Schwimmsportstätten und erstmals auch Ein- oder Zweifeldhallen beantragen. „Es ist wichtig, dass wir im kommenden Jahr auch wieder Mittel für Schwimmsportstätten zur Verfügung haben. Durch die Landesunterstützung können kommunale Hallen- und Freibäder erhalten und wirtschaftlicher betrieben werden. Voraussetzung ist, dass sie wirklich überwiegend für die sportliche Betätigung und den Schwimmunterricht dienen“, sagt die Staatssekretärin. „So leisten wir einen entscheidenden Beitrag dafür, dass jedes Kind in Schleswig-Holstein mittelfristig schwimmen lernen kann. Wie groß die Nachfrage nach dieser Unterstützung ist, hat sich in der letzten Förderperiode von 2015 bis 2017 gezeigt. Und auch bei den Sporthallen ist der Sanierungsbedarf groß.“

Kunstrasenplatz

Zusätzlich zu den bereits feststehenden 41 geförderten Maßnahmen erhalten in diesen Tagen 33 Orte für 36 Maßnahmen eine Förderung von bis zu 250000 Euro. Darunter sind die Gemeinde Lütjensee (Sanierung Fußballplatz) und nochmals Reinbek (Sanierung Kunstrasenplatz Sportzentrum).

Lütjensee erhält wie Großhansdorf die Höchstförderung von 250000 Euro. Die Gemeinde hat die Kosten für einen schon lange angestrebten Kunstrasenplatz mit einer halben Million Euro taxiert.

Markus Carstens