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Stormarn Hohe Mehrkosten für Mensa
Lokales Stormarn Hohe Mehrkosten für Mensa
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16:28 06.09.2019
Mehrheitlich bewilligten die Oldesloer Stadtverordneten im KuB-Saal die Mehrausgaben für die Mensa der Stadtschule. Quelle: SUSANNA FOFANA
Bad Oldesloe

„Die Küchengeräte wurden sehr teuer eingekauft“, kritisierte Tom Winter (Freie Wähler & Familie). Die auf die Schnelle angeschafften Utensilien für den nahtlosen Catererwechsel nach den Sommerferien in der Mensa der Oldesloer Stadtschule seien um 9000 Euro teurer, als wenn die Stadt sie selbst beschafft hätte, rechnete er vor. Mit Installationsarbeiten zusammen wurden in den Wechsel rund 90 000 Euro investiert. Die Stadtverordnetenversammlung stellte dafür mehrheitlich außerplanmäßige Ausgaben bereit.

Winter bemängelte, dass zuvor nie erwähnt worden sei, dass der gekündigte Mensa-Betreiber seine Kochgeräte mitnehmen würde und diese nun von der Stadt neu angeschafft werden mussten. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 44 000 Euro. Kombidämpfer und Kühlschrank wurden davon gekauft. Zudem benötigte die neue Firma Rebional vier elektronisch betriebene Thermospots zum Transport des heißen Mittagessens von der Stadtschule in die Grundschule West und die Klaus-Groth-Schule. Damit alle erforderlichen Geräte rechtzeitig zum Schuljahresbeginn zur Verfügung stehen, war vereinbart worden, dass der Caterer sie beschafft.

Kippbratpfanne steht im Mittelpunkt

Im Mittelpunkt steht bei dem neuen Anbieter eine Kippbratpfanne. Mit ihr soll das Essen künftig frischer zubereitet werden. Dafür hatte der Förderverein der Stadtschule auch bereits einen Zuschuss in Höhe von 3000 Euro in Aussicht gestellt. Diese Pfanne erschien Winter als eine gute Investition. Doch ausgerechnet sie soll jetzt von der Firma selbst angeschafft worden sein, sodass sie bei einem eventuellen nächsten Wechsel erneut fehlen würde.

Die Kippbratpfanne ist auch ein Grund dafür, dass das Belüftungssystem und die Regeltechnik in der Mensaküche der Stadtschule angepasst werden müsse. Notwendig waren eine Verstärkung der Stromversorgung, die Installation einer größeren Belüftungshaube über dem Kochbereich sowie eine Anpassung der Zu- und Abluft und eine Automation (Energieoptimierung). Die Stromleitung wurde bereits verstärkt. In einem zweiten Schritt wird in den Herbstferien die Lüftungsanlage vergrößert und die Automation eingerichtet. Die Deckung erfolgt aus den für den Waldorfkindergarten bereitgestellten Mitteln, da sich der Bau wegen der Grundstückssuche um mehrere Jahre verschiebt.

Leih-Drehleiter kostet 28 000 Euro für zwei Monate

Teurer als gedacht wird auch die routinemäßige Inspektion der Feuerwehr-Drehleiter nach zehn Jahren. Die Inspektion selber soll statt bisher veranschlagter 78 000 Euro nach aktueller Kostenschätzung 92 000 Euro kosten. Nicht eingeplant waren bisher die Kosten für ein Ersatz-Hubrettungsgerät. Für das Leihgerät sollen in zwei Monaten 28 000 Euro Miete anfallen. Die Mehrausgaben wurden einstimmig bewilligt.

Im Gespräch mit den LN betonte nach der Sitzung auch Andreas Lehmann (CDU), dass die Mehrkosten vermeidbar gewesen wären, wenn die Verwaltung nicht kurzfristig die Kündigung hätte aussprechen müssen. Die Politiker seien nicht darüber informiert worden, dass Baumaßnahmen nötig sein würden und die Küchengeräte neu angeschafft werden müssten. Er befürchtet jetzt zudem, dass Gewährleistungsansprüche und Garantien auf der Strecke bleiben könnten, da die Stadt die Geräte nicht direkt gekauft habe.

Von Susanna Fofana

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