Mein Lokale - Dein Lokal: Sternekoch Mike Süsser mit Kochshow im Oldesloer "Laurent"
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Stormarn Sternekoch Mike Süsser ließ sich im Oldesloer „Laurent“ verwöhnen
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Mein Lokale - Dein Lokal: Sternekoch Mike Süsser mit Kochshow im Oldesloer "Laurent"

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16:09 11.02.2021
TV-Koch Mike Süsser gastierte mit seiner Sendung „Mein Lokal, dein Lokal“ dieses Mal in Bad Oldesloe beim Café Laurent.
TV-Koch Mike Süsser gastierte mit seiner Sendung „Mein Lokal, dein Lokal“ dieses Mal in Bad Oldesloe beim Café Laurent. Quelle: Dorothea von Dahlen
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Bad Oldesloe

In der Kreisstadt liefern sich derzeit zwei Lokalmatadore ein Küchenduell. Die Restaurantbetreiber Alessio Zagari („Laurent“) und Rainer Hinz („Kandelar“) nehmen wie drei weitere Berufskollegen aus dem Norden an der TV-Show „Mein Lokal, dein Lokal. Wo schmeckt’s am besten?“ von Kabel 1 teil. Als Schiedsrichter, und in gewisser Weise auch Sekundant, fungiert stets TV-Sternekoch Mike Süsser. Zunächst verschafft er sich selbst einen Eindruck vom Ambiente des jeweiligen Lokals und der Qualität der Speisen. Anschließend tischt der Kandidat des Tages seinen vier Mitbewerbern ein Menü auf. Zum Schluss gibt’s die Bewertung. Der erste Termin in Bad Oldesloe führt den in Schleswig-Holstein aufgewachsenen Moderator geradewegs auf den Marktplatz ins „Laurent“.

Alessio Zagari stellte sein Restaurant vor. Quelle: Screenshot: von Dahlen

Zagari: Gastronomie ist wie Mode

„Sehr schick. Schöne Farben, tolles Interieur“, lautet Süssers erster Kommentar. Im Gegensatz zum gemütlich-kuschligen Italiener gehöre das „Laurent“ sicher in die feinere, gehobenere Kategorie. In der Einspielung präsentiert sich Zagari als Vollblut-Gastronom, der schon mit 17 Jahren im Geschäft ist. „Meine Frau sagt immer, Du bist mehr in Gedanken im Restaurant als zu Hause“, verrät er lachend. Langweilige Routine kenne er nicht. Gastronomie sei wie Mode. Da gelte es stets, am Ball zu bleiben.

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„Capitano“ preist den Maillard-Effekt

Und ab geht es zu „Capitano Giro“, Zagaris napoletanischem Küchenchef, der das Menü für den prominenten Testesser zubereiten soll. Während er souverän die einzelnen Komponenten hackt, brät, schmort oder in die Backröhre schiebt, fachsimpelt er mit Süsser über die Konsistenz des perfekten Risottos oder den Maillard-Effekt, der gebratenem Fleisch das richtige Röstaroma verleiht. „Der Giro ist ein Italiener, wie man ihn sich wünscht in der Küche. Er macht einen tollen Job“, lobt Süsser, räumt aber ein: „Von diesen Händen möchte man aber keine geschmiert bekommen. Das sind ja Tennisschläger.“

Lecker, oder? Das Osso Buco auf lombardische Art. Quelle: Dorothea von Dahlen

Kalbshaxe nach lombardischer Art

Zurück im Gastraum bekommt der Connaisseur die frisch zubereitete Platte mit der Hauptspeise kredenzt: Osso Buco, Kalbshaxe nach lombardischem, individuell abgewandeltem Rezept, begleitet von Risotto à la Milanese und gehaltvoller Sauce. „Der Geschmack ist ganz toll, extrem gut. Sauce ist auch sehr gut“, urteilt Süsser. Nur ein Detail missfällt dem Sterne-Koch, statt einer Platte hätte er sich lieber einen Teller gewünscht.

Die Teilnehmer der TV-Kochrunde aus Timmendorfer Strand, Bad Oldesloe, Scharbeutz und Mölln. Quelle: Dorothea von Dahlen

 Abends empfängt Zagari dann seine Kollegen. „Ich mache schon mal den Beton fertig“, sagt der Sizilianer zur Kamera gewandt und bemüht damit das Klischee vom Mafioso, der seine Kontrahenten mit unlauteren Mitteln ausschaltet – ein Running Gag, der die gesamte Sendung durchzieht. Doch die Begrüßung von Christian Kermel (Wolkenlos, Timmendorfer Strand), Sebastian Viehhausen (Butz, Scharbeutz), Helge Walter (Amadeus, Mölln) sowie dem Oldesloer Herausforderer Rainer Hinz (Kandelar) fällt freundschaftlich kollegial aus. Sie alle ordern unterschiedliche Drei-Gänge-Menüs à la Carte und lassen sich mit gegrilltem Tataki-Thunfisch, Tomatensuppe mit Ziegenkäseeis, hausgemachten Gnocchi oder Doraden-Medaillons verwöhnen. Freilich dürfen auch sie dem „Capitano“ abwechselnd in die Töpfe schauen.

Nur aus Mölln gab es Kritik

Das Resümee des Abends: Das „Laurent“-Team vermochte auch die Berufskollegen aus der Region weitgehend zu begeistern. Einzig der Möllner „Amadeus“-Chef hatte einiges auszusetzen. Ihm war die Kalbshaxe zu salzig und das Dessert nicht perfekt genug. Doch Zagari und sein „Capitano“ nahmen die Kritik widerspruchslos an, was ihnen von Süsser ein deutliches Lob einbrachte. Der nächste im „Koch-Ring“ ist übrigens Rainer Hinz. Man darf gespannt sein, was er im Oldesloer „Kandelar“ am Mittwoch ab 17.55 Uhr bei Kabel 1 so zaubern wird.

Von Dorothea von Dahlen