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Stormarn NDR-Musiker zu Gast im Gymnasium Trittau
Lokales Stormarn NDR-Musiker zu Gast im Gymnasium Trittau
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11:25 07.06.2019
Christoph Rocholl (l.) und Daniel Tomann-Eickhoff brachten Schülern des Trittauer Gymnasiums die Musik näher. Quelle: Bettina Albrod
Trittau

Ein Hauch von Elbphilharmonie wehte am Donnerstag durch die Flure des Trittauer Gymnasiums: Der Cellist Christoph Rocholl und Flötist Daniel Tomann-Eickhoff vom NDR-Elbphilharmonie-Orchester gaben einen Vormittag lang Beispiele ihres musikalischen Könnens und beantworteten den Schülern von Musiklehrerin Kathrin Martin viele Fragen. Die Pädagogin hatte das musikalische Duo gewonnen: „Der NDR hat die Aktion angeboten, wir haben uns beworben und wurden ausgelost“, erklärt sie. „Das passt sehr gut, weil wir gerade die Instrumente durchnehmen.“

Thema Musik nahe bringen

Mit den wandernden Konzertmusikern soll Kindern das Thema Musik nahe gebracht werden. „Selbst der beste Unterricht kann das praktische Musikerlebnis nicht ersetzen“, sagt Rocholl. Deshalb spielten sie eine Woche lang in fünf verschiedenen Schulen rund um Hamburg, um so Kindern den Kontakt zur Musik zu vermitteln. „Die Schüler können dabei Fragen an Leute stellen, die das Tag und Nacht machen.“ Fragen gab es am Ende so viele, dass die Zeit für das Projekt kaum reichte. „Wie oft muss man üben?“, „Welches Instrument ist am schwersten?“ oder „Gibt es bestimmte Musiker-Krankheiten?“

Üben muss man dauernd, erfuhren die Schüler, jedes Instrument sei gleich schwer zu lernen, dabei komme es auf den Spaß an, den man beim Musizieren habe. Tatsächlich gibt es bestimmte Musikerkrankheiten, deren Prävention mittlerweile in das Unterrichten aufgenommen werde. „Musik ist Hochleistungssport“, erklärte Rocholl, warum Musiker auch Urlaub haben, „davon muss man sich erholen.“ Beide Musiker gaben an, dass sie durch ihre Eltern zur Musik gekommen seien. „Mein Vater hatte eine Band“, erzählte Tomann-Eickhoff, „da war ich oft dabei.“ Die Liebe zur Band ist geblieben, denn er spielt auch E-Gitarre und hört gerne Pop und Metal. „Ich will Brücken schlagen“, betonte der Flötist, „ich bin gegen das Schubladendenken von Klassik und Pop. Das habe ich für mich aufgebrochen.“

Daniel Tomann-Eickhoff (l,) und Christoph Rocholl gehören zum NDR-Elbphilharmonieorchester. Quelle: Bettina Albrod

Gleichzeitig wollen sie Nachwuchs gewinnen. „Heutzutage bekommt man schwer Nachwuchs, sobald man sich bei etwas Mühe geben muss“, hat Rocholl beobachtet. Dabei schaffe das Musizieren neue Gemeinschaften. Aber der meiste Nachwuchs komme aus dem Ausland, vor allem aus Asien. Das Musik-Projekt der Orchestermusiker soll schon in jungen Jahren Kinder mit der Musik-Liebe anstecken, damit sie sich für ein Instrument begeistern. Liebevoll stellte Rocholl sein historisches Cello vor, für das er im Flugzeug ein Extra-Ticket buchen muss, und Tomann-Eickhoff zeigte seine Querflöte, an der ihn nur manchmal störe, dass selten tiefe Töne gefragt sind.

Musik vom Rollfeld

Wie treffend Musik und gute Musiker Erlebnis in Klang umsetzen können, bewiesen beide mit praktischen Beispielen. „Der Komponist Heitor Villa-Lobos hat sich 1950 gerne Flugzeugstarts und -landungen auf dem Rollfeld angesehen“, berichtete Rocholl. „Daraus hat er dann ein Musikstück gemacht.“ Die Schüler waren ganz Ohr – vielleicht war der Vormittag für einige ja der Start in eine Musikerkarriere.

Bettina Albrod

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