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Stormarn Nach Unfall: Chaos an den Bahnhöfen
Lokales Stormarn Nach Unfall: Chaos an den Bahnhöfen
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Am Bahnhof Bargteheide ging zeitweise nichts mehr. Schienenersatzverkehr war nicht zu sehen. Lediglich einige Taxen fuhren. Quelle: jeb
Bad Oldesloe

Hunderte Fahrgäste hat die Deutsche Bahn am Montagabend nach einem Bahnunfall bei Rümpel auf der Strecke Hamburg-Lübeck verärgert.

Pendler, die von Lübeck in Richtung Hamburg unterwegs waren, mussten am Bahnhof Bad Oldesloe ihren Zug verlassen. In der Gegenrichtung war in Bargteheide Endstation. Während Einsatzkräfte der Feuerwehren Bad Oldesloe, Rümpel und Rohlfshagen fieberhaft bemüht waren, die Strecke wieder frei zu bekommen, warteten die Reisenden auf einen Weitertransport. Eigentlich habe die Bahn einen Ersatzverkehr mit Bussen versprochen, war zu hören. Doch Busse waren weit und breit nicht zu sehen. Es dauerte, bis am Oldesloer Bahnhof dann ein Taxi auftauchte, um die ersten Fahrgäste nach Bargteheide zur Weiterfahrt mit dem Zug zu bringen.

Waren es in der Kreisstadt etwa 40 Reisende, die in der Kälte warteten, so strandeten in Bargteheide gleich Hunderte Menschen. Und auch dort am Bahnhof das gleiche Spiel. Keine Busse, nur einige Taxen, die die Fahrgäste im Ersatzverkehr befördern sollten. „Zunächst einmal möchte ich mich im Namen der Deutschen Bahn bei unseren Fahrgästen entschuldigen. Aber es ist schwierig, in ganz kurzer Zeit genügend Busse und Fahrer zu bekommen“, sagte Sabine Brunkhorst, Bahn-Sprecherin für Norddeutschland.

Allerdings sei der Informationsfluss an den Bahnhöfen und in den Zügen nicht optimal gewesen. Sie habe sich genau angehört, wie das alles gelaufen sei und werde dafür Sorge tragen, dass es in diesem Bereich Verbesserungen geben werde, so das irgendwie möglich sei.

„Wir haben nicht genügend Personal, um überall schnell vor Ort sein zu können, wenn solch ein Notfall eintritt“, sagte Brunkhorst. Für die Fahrgäste, gerade für die Pendler auf dieser Strecke dürfte das nur ein schwacher Trost. Nicht zum ersten Mal habe die Bahn auf dieser Strecke nach einem Unfall ihre Fahrgäste im Regen stehen lassen, statt sie „vernünftig zu informieren“, sagte ein Fahrgast.  jeb

LN