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Stormarn Klein Wesenberg: Neuer Funkmast, aber kein Empfang
Lokales Stormarn Klein Wesenberg: Neuer Funkmast, aber kein Empfang
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15:00 12.07.2019
"Wir warten täglich darauf, dass der neue Sendemast angeschlossen wird", sagt Klein Wesenbergs Bürgermeister Herbert David. Laut Auskunft der Telekom muss sich die Gemeinde allerdings noch bis Oktober oder November 2019 in Geduld üben. Quelle: Britta Matzen
Klein Wesenberg

Klein Wesenberg ist Stormarns „Offline-Hölle“. Ob Telekom, Vodafone oder O2 – bei allen drei Anbietern registriert man Datenfunklöcher, wo man steht und geht. Das Wetter lässt sich mit dem Smartphone nicht abrufen, Facebook lädt nicht, Whatsapp bleibt tot. Selbst das Telefonieren mit dem Handy ist Glückssache. Und wenn es am anderen Ende doch mal klingelt, muss man während des Gesprächs immer wieder mit Verbindungsabbrüchen rechnen.

„Eine Katastrophe ist das. Seit 2003 kämpfe ich um eine bessere Handyverbindung. Jetzt haben wir seit Mai endlich den Funkmast, aber er sendet noch nicht“, bedauert Bürgermeister Herbert David. Klein Wesenberg, Klein Schenkenberg, Groß Schenkenberg sowie Moorgarten bleiben somit für Smartphone-Nutzer weiter von der Außenwelt abgeschnitten. Der Bürgermeister macht sich deshalb Sorgen. „Im Ernstfall ohne Empfang ist es ja ganz schlecht.“ Bei Stromausfall könne die Feuerwehr nicht informiert werden. „Dramatisch wird es auch, wenn bei einem Unfall ein Rettungswagen angefordert werden muss. Wenn das Handy kein Netz hat, was dann?“

Gemeinde wartet auf Empfang

45 Meter hoch ist der neue Funkturm, der auf einer ehemaligen Koppel am Heideweg im Mai dieses Jahres errichtet wurde. Die Gemeinde hatte dem Landwirt Thomas Gerken die Fläche eigens für den Zweck abgekauft. „Wir warten täglich darauf, dass der Mast angeschlossen wird. Er brummt schon, Strom ist drauf, alles ist in Ordnung damit. Jetzt muss er nur noch freigeschaltet werden“, sagt David. Aber dass das so lange dauert, damit hat die Gemeinde nicht gerechnet. „Angeblich sollen die von der Telekom nicht hinterherkommen, weil so viele Sendemasten in Schleswig-Holstein aufgestellt werden und noch einige Teile fehlen.“

Der Bürgermeister von Klein Wesenberg, Herbert David, kämpft seit 2003 für besseren Handyempfang in seiner Gemeinde. Im Mai wurde endlich der Funkturm errichtet. "In den Kästen brummt es zwar, aber er sendet noch nicht", so David. Quelle: Britta Matzen

Telekom: Inbetriebnahme dauert noch

Eine Nachfrage bei der Telekom ergab: Bis das Mobilfunkloch in Klein Wesenberg geschlossen wird, dauert es noch. „Es fehlt unter anderem noch die Richtfunkanbindung und die aktive Systemtechnik. Der Funkmast allein für sich genommen ist ja ,nur’ ein Antennenträger“, teilt George-Stephen McKinney von der Deutschen Telekom AG mit. „Danach folgt die Einbindung in unser Bestandsnetz, außerdem muss die Technik vor der Inbetriebnahme unter anderem von der Bundesnetzagentur gecheckt und abgenommen werden.“ „Antennen-TÜV“ werde dieser Check auch genannt. Aus den genannten Gründen gehe die Telekom aus heutiger Sicht von einer Inbetriebnahme nicht vor Oktober/November 2019 aus. „Bis dahin bitten wir alle Beteiligten noch um Verständnis und Geduld“, sagt McKinney.

Auch Trenthorst ist im Funkloch

Zu den unterversorgten Gebieten in Sachen Funk gehört auch Trenthorst, Ortsteil der Gemeinde Westerau. „Handyempfang?“ Da muss Annette Pontillo, Sekretärin des Thünen-Instituts, schmunzeln. „Das ist hier ein bisschen schwierig. Der Empfang ist eher schlecht.“ Zum Glück hätten sie in den Räumlichkeiten mittlerweile WLan. „Aber ich weiß noch, dass die Mitarbeiter in der Pause auf den Kuhstallberg gegangen sind, um zu telefonieren.“ Wer mit dem Auto von Trenthorst nach Reinfeld fährt und unterwegs telefonieren möchte, hat ebenfalls schlechte Karten. Kein Empfang oder die Gespräche sind abgehackt, sodass man sich nicht unterhalten kann.

Neuer Mast für Badendorf

Besserung ist vorerst nicht in Sicht. Laut Auskunft des Amtes Nordstormarn ist ein weiterer Funkturm für Badendorf geplant, um eine bessere Abdeckung für die A 20 zu erreichen. Von einem geplanten Sendemast für Trenthorst ist nichts bekannt, „obwohl die ziemlich abgeschnitten sind, was Mobilfunk anbelangt“, weiß Roald Wramp vom Amt Nordstormarn. Ob der Sendemast von Klein Wesenberg das Funkloch von Trenthorst mit abdeckt, ist fraglich. „Nur marginal, hat mir damals die Telekom mitgeteilt“, sagt Wramp.

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