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Stormarn „Neue Lübecker“ schafft in Großhansdorf bezahlbaren Wohnraum
Lokales Stormarn „Neue Lübecker“ schafft in Großhansdorf bezahlbaren Wohnraum
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16:19 31.10.2019
Die Gebäude aus dem Jahr 1951 in Großhansdorf werden für ein Bauprojekt abgerissen. Quelle: Bettina Albrod
Großhansdorf

Die BaugenossenschaftNeue Lübecker“ will in Großhansdorf neue Wohnungen bauen. Auf dem Areal Sieker Landstraße, wo derzeit sechs Gebäude der „Neuen Lübecker“ aus dem Baujahr 1951 mit 70 Mietwohnungen stehen, sollen die alten Gebäude abgerissen werden und sechs neue entstehen, die Platz für 112 Wohnungen nach modernen Standards bieten. 20 Prozent der Wohnungen werden öffentlich gefördert. Die Planungen laufen in enger Abstimmung mit der Gemeinde Großhansdorf.

Große Nachfrage nach günstigem Wohnraum

„Das Projekt hat große Bedeutung für Großhansdorf“, erklärt Bürgermeister Janhinnerk Voß, „wir müssen uns dem Thema Wohnungsbau stellen.“ Denn günstiger Wohnraum in der Gemeinde ist knapp, und geförderter Wohnraum erst recht. „Das Verhalten älterer Hauseigentümer hat sich verändert“, hat Voß beobachtet. Früher hätten Eigentümer ihre Häuser verkauft und seien in eine Seniorenanlage gezogen, heute wollten Senioren sich zwar vom Haus trennen, dann aber in einer kleinen Wohnung wohnen, solange ein Heim noch nicht nötig ist. „Von daher ist die Nachfrage nach Wohnraum in der Gemeinde groß. Großhansdorf ist nicht zu groß und hat eine attraktive Infrastruktur und eine U-Bahn-Anbindung an Hamburg.“

Dr. Uwe Heimbürge (von links), Andrea Kiehn und Janhinnerk Voß stellten die Planungen vor. Quelle: Bettina Albrod

Genossenschaftsgedanke statt Profitdenken

Politik und Verwaltung ist es wichtig, von Anfang an Transparenz bei der Planung herzustellen. So gab es im Vorfeld bereits Gespräche mit den jetzigen Mietern, öffentliche Informationsveranstaltungen sollen folgen. Die Fraktionen seien sich bei dem Projekt einig. „Der Genossenschaftsgedanke statt Profitdenken gefällt der Gemeinde“, betont Voß.

Gleichzeitig solle der Charakter des Ortes erhalten bleiben. Deshalb würden die 100 Stellplätze in zwei Tiefgaragen verlegt, so dass das Gelände grün bleibe und die Parkplatzsituation entschärft werde. „Alle Bäume und die Lindenallee zur Schule bleiben erhalten.“ Durch den Bau im Bestand werde zudem kaum neue Fläche versiegelt. „Wir wollten keine Massensiedlung auf der grünen Wiese.“ Stattdessen wird es eine kleine Siedlung auf der grünen Wiese mit einer städtebaulichen Optik geben, bei der die Gemeinde ebenfalls mitreden kann.

Über 25 Millionen Euro Investition

„Die Genossenschaft ist eine Mietpreisbremse“, erklärt Dr. Uwe Heimbürge vom Vorstand der Genossenschaft. „Unser Ziel ist es, Mieten möglichst niedrig zu halten.“ 80 Prozent der Mieteinnahmen würden sofort wieder investiert, um den Bestand zu erhalten, zu modernisieren, zu verdichten oder neu zu bauen. „Die Häuser in Großhansdorf stammen aus dem Jahr 1951 und entsprechen nicht mehr den heutigen Wohnstandards“, so Heimbürge weiter. Auch Brandschutz und Dämmung ließen zu wünschen übrig. Deshalb habe man sich für einen Neubau entschieden, für den zwischen 25 und 30 Millionen Euro investiert werden.

So könnte ein Neubau aussehen. Quelle: privat

Gebaut werden sechs Häuser mit 112 Wohneinheiten, die sich auf 70 Zwei-, 34 Drei- und acht 4-Zimmerwohnungen verteilten. 23 Wohnungen werden öffentlich gefördert. Alle haben einen Balkon und sind barrierefrei. „Damit können wir 42 Wohnungen mehr anbieten als vorher.“ Der Mietpreis liege deutlich unter den üblichen rund 14 Euro pro Quadratmeter für Neubauwohnungen in der Waldgemeinde. Wer bei der „Neuen Lübecker“ einzieht, wird Mitglied der Genossenschaft, die außer in Großhansdorf in Bad Oldesloe, Ahrensburg,Bargteheide, Reinfeld, Tangstedt und Trittau mit insgesamt fast 3000 Wohnungen vertreten ist.

Bau in zwei Abschnitten

Der Bau soll in zwei Abschnitten erfolgen: 2022 bis 2023 sollen die ersten drei Häuser gebaut werden, anschließend bis 2025 die anderen drei. Die Mieter kommen übergangsweise oder dauerhaft in anderen Genossenschaftswohnungen unter, oder sie können nach Fertigstellung in eine der neuen Wohnungen ziehen, deren Miete dann etwas höher ist. „Wir tun viel, um Mieten gerecht zu halten“, sagt Heimbürge. Die Umzugskosten trage die Genossenschaft. Das Interesse an den Wohnungen ist groß: Jetzt schon gibt es eine lange Liste mit Interessenten.

Von Bettina Albrod

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