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Stormarn Kultur satt im Oldesloer KuB
Lokales Stormarn Kultur satt im Oldesloer KuB
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12:26 20.11.2019
Stellten das KuB-Programm für das erste Halbjahr 2020 vor: Katrin Offen (v.l.), Inken Kauter, Tim Knackstedt. Quelle: SUSANNA FOFANA
Bad Oldesloe

Die Besucherzahlen im Kultur- und Bildungszentrum Bad Oldesloe steigen und das Programm wird immer abwechslungsreicher. „Es ist so viel drin. Für jeden etwas“, freut sich KuB-Chefin Inken Kauter über die Kultur-Angebote von Januar bis Juni. Auf der KuB-Homepage sind sie bereits veröffentlicht, die gedruckten Programmhefte werden am 27. November in Bad Oldesloe verteilt, der Kartenverkauf ist angelaufen.

Der Kartenvorverkauf für das neue Programm ab Januar ist angelaufen. Die Angebote sind im Internet einsehbar.

Die Ideen gehen dem KuB-Team nicht aus. Demnächst soll es sogar eine KuB-Spotify-Liste geben. „So kann man im Vorfeld erfahrbar machen, was hier erlebbar ist“, schwärmt Kautter. „Wir wollen neugierig machen auf Dinge“, ergänzt sie. Doch es sei schwieriger, Dinge zu bewerben, die nicht bekannt seien. Und gerade bei Konzerten können dann einige Titel zum Reinhören hilfreich sein.

Die Tänzerinnen klettern durch das Woll-Bühnenbild

Das bunte Titelbild des neuen Programmheftes passt farblich perfekt zu den farbigen KuB-Pflastern im Logo des Oldesloer Kulturpalasts. Es stammt vom vertikal gehäkelten Woll-Bühnenbild des Tanztheaters „Marana“, das am 24. Januar ins KuB kommt. Aus dem Bild quellen Blüten und Menschen. Dahinter steht ein Baugerüst, wissen Inken Kauter und Katrin Offen, die die drei Tänzerinnen auf der Kulturbörse Freiburg entdeckten. „Ich habe gedacht, es sind viel mehr“, gesteht Kautter. Katrin Offen: „Es ist wahnsinnig schwer zu beschreiben. Man sollte es gesehen haben.“

Eröffnet wird das neue Programm bereits am 2. Januar mit dem Märchenkonzert „Hänsel und Gretel“ (ab drei Jahren). Für noch kleinere Kinder, ab zwei oder eineinhalb Jahren, ist das 30-Minuten-Kindertheater „Kokon“ am 22. Januar gedacht. Die simple Handlung kommt fast ohne Sprache aus, lebt durch Musik und Tanz. Kautter: „Wir sind immer auf der Suche nach Theater für die Kleinsten. Das gibt es nicht so oft.“ Es werde jedoch häufig von den Kitas angefragt.

Im Fokus des Abends steht die Pressefreiheit

Um Pressefreiheit und die Freiheit jedes Einzelnen geht es beim Monolog „Eine nicht umerziehbare Frau“ am 10. Januar über Texte der vor 13 Jahren in ihrer Wohnung in Moskau ermordeten Reporterin Anna Politkowskaja. Sie schrieb über den Krieg in Tschetschenien und die Korruption im russischen Verteidigungsministerium. Offen: „Es kommen viele Einzelschicksale und viel Leid auf die Bühne.“

Mit dem selten zu hörendem Instrument Theremin (ein elektronisches Instrumente, das ohne Berührung gespielt wird) untermalt Jens Wawrczeck seine szenische Lesung „Die Vögel“ am 2. Februar musikalisch. Wie Tim Knackstedt erläuterte, ist Wawrczeck die Stimme des Detektivs Peter Shaw aus „Die drei ???“. Das KuB-Team freut sich, dass Sebastian Krämer am 17. Januar nach Bad Oldesloe kommt. Der Liedermacher begleitet sich selbst am Flügel.

Drei Jahre warten auf das Duo „OHNE ROLF“ aus der Schweiz

Das Duo „OHNE ROLF“ aus Luzern hatte sich das Team ebenfalls lange gewünscht. Inken Kautter: „Seit drei Jahren sind wir drangeblieben.“ Am 9. Mai klappt es nun endlich. Die besondere Kleinkunstform: Die Beiden reden nicht, sie blättern die auf 1000 Plakate gedruckte knappen Sätze. Unterhaltung „op platt“ bietet Yared Dibaba am 14. Mai. Der Norddeutsche mit ostafrikanischen Wurzeln lernte Platt von seinem Großvater in Äthiopien. „Es gibt viel zu lachen“, verspricht Katrin Offen. Ethno-Jazz bietet das deutsch-libanesische Quartett „Masaa“ am 14. Februar.

Viele Veranstaltungen bringt das KuB mit Kooperationspartnern auf die Bühne. So gemeinsam mit Fridays for Future Bad Oldesloe am 16. Januar den Vortrag „Unfuck my Future“ von Dr. Maja Göpel. Die Politökonomin ist Mitinitiatorin von „Scientists for Future“. Mit dem Bündnis gegen Rechts ist die Lesung mit Ali Can am 16. Februar bereits die dritte Kooperation. Der Sozialaktivist und Initiator der Twitteraktion „#MeTwo“ über Rassismuserfahrungen erzählt, was es bedeutet „deutsch und etwas anders“ zu sein.

„sistergold“ spielen Saxofon beim Neujahrsempfang der Stadt

Auch eine Kooperation mit dem Bürgermeister gibt es. Jörg Lembke hatte sich musikalisch etwas Besonderes für den Neujahrsempfang der Stadt am 5. Januar gewünscht. So spielt das Saxofonorchester „sistergold“ zum Empfang einige Lieblingstitel von Klassik bis Klezmer, von Blues bis zu Balladen, von Pop bis Jazz und abends dann das volle Programm. In Kooperation von KuB und „Klngstdt“ bietet die junge Folk-Band „Exzenter“ am 31. Januar ihr erstes Konzert und erhält dafür Support von den bekannten Nuthouse Flowers mit Irish Folk-Rock. „Cembaless“ bietet am 26. Januar Alte Musik aus dem 16. und 17. Jahrhundert ohne Cembalo, gesponsert von Bärbel Nemitz.

Die MachBar kooperiert mit dem KuB

Daniela Frackmann mit ihrer frisch eröffneten Oldesloer MachBar ist die neue Kooperationspartnerin des Oldesloer Kultur- und Bildungszentrums. Gemeinsam mit Sabine Bierschenk-Edsen hatte sie vor einem Jahr die MachBar in Ratzeburg geöffnet. Geboten werden in der Immobilie der Stadt unter anderem kreative Workshops und Mietfächer. Ein erster gemeinsamer Workshop mit VHS und KuB fand bereits im Rathaussaal statt. Weitere sind geplant.

Auch zwei Opern in Kooperation mit der Lübecker Musikhochschule wird es wieder geben. Ab 21. Februar „Die schöne Helena“ und ab 12. Juni „Die Zauberflöte“. 30 Jahre alt wird der Oldesloer Shanty-Chor. Am Gründungstag 1. April präsentiert er sein Jubiläumskonzert im KuB-Saal. Ganz neu ist die Kooperation des KuB mit dem Kultformat Rudelsingen. Das Mitsing-Konzert kommt am 9. Januar erstmals ins KuB.

Infos: www.kub-badoldesloe.de

Von Susanna Fofana

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