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Stormarn Wesenberg hat viel vor in 2019
Lokales Stormarn Wesenberg hat viel vor in 2019
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15:42 04.01.2019
Die Erweiterung des Stubbendorfer Kindergarten Mäuseburg dient zur Schaffung von zehn U3-Plätzen. Mit etwas mehr als 600000 Euro ist der Neubau jetzt veranschlagt.
Die Erweiterung des Stubbendorfer Kindergarten Mäuseburg dient zur Schaffung von zehn U3-Plätzen. Mit etwas mehr als 600000 Euro ist der Neubau jetzt veranschlagt. Quelle: Britta Matzen
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Wesenberg

Die Gemeinde Wesenberg lädt alle Bürgerinnen und Bürger zum Neujahrsempfang ein. Am Sonntag, 6. Januar, um 11 Uhr im Gemeinschaftshaus Stubbendorf möchten sich Bürgermeisterin Karin Dettke und der Gemeinderat für alle Anregungen, Kritiken, Hilfen und Unterstützungen bedanken - insbesondere auch für das Engagement der Vereine und Freiwilligen Feuerwehren. Im Rahmen der Veranstaltung werden auch zwei Bürger geehrt, die der Gemeinde Defibrillatoren gespendet haben. „Die beiden Spender sind Martin Scholmeyer und Olav Brüss“, sagt Karin Dettke. Die Bürgermeisterin wird bei dem Festakt auch eine Nachlese auf das Jahr 2018 halten und eine Vorausschau auf die Pläne für 2019 verkünden.

Gemeindevertretung hat sich enorm verjüngt

Zu den Höhepunkten des vergangenen Jahres zählt für die Bürgermeisterin eindeutig die Kommunalwahl 2018. „Da möchte ich mich bei den Einwohnern bedanken, weil sie fleißig zur Wahl gegangen sind.“ Zwar seien die Ergebnisse nicht ganz ihren Wünschen entsprechend ausgefallen, „aber immerhin noch mit besserem Ergebnis als in manch anderer Gemeinde“. An den Wahlergebnissen sei auch auszumachen, dass es den Bürgern nicht egal sei, was in der Gemeinde ablaufe. Darüber freut sich die Amtsinhaberin.

Karin Dettke, Bürgermeisterin von Wesenberg. Quelle: ST

„Wir haben unsere Gemeindevertretung auch enorm verjüngt.“ Vier Neuzugänge seien in der Gemeindevertretung zu verzeichnen, dazu drei neue Leute in den Ausschüssen. „Darunter sind diverse Neuzugezogene und Wesenberger, die vorher noch nichts mit Politik am Hut hatten. Dadurch haben wir jetzt wirklich eine arbeitsgierige, neue Truppe mit neuen Ideen, die uns hoffentlich in 2019 weiter voranbringen“, so die Bürgermeisterin.

Kindergartenanbau: Teuerungsrate hat zugeschlagen

Sprechen wird Karin Dettke beim Neujahrsempfang vor allem auch über das Thema Kindergarten. „Nach langem, zähem Ringen haben wir 2018 den Anbau des Kindergartens auf die Reihe gebracht. Wir müssen zwar nach wie vor jeden Kostenpunkt überdenken, weil die Teuerungsrate fürchterlich zugeschlagen hat und wir die Gemeinde nicht über die Maßen verschulden möchten.“ Im Endeffekt müssten nämlich die Kinder, die jetzt neu untergebracht würden, die Zeche zahlen.

Mit 600 000 Euro war der Anbau ursprünglich veranschlagt. „Zwischenzeitlich waren wir schon knapp vor 700 000 Euro“, so die Wesenberger Bürgermeisterin. Die Gemeindevertreter und Beteiligten seien dann Punkt für Punkt durchgegangen und hätten jedes Detail in die Waagschale gepackt und überlegt, wo noch Einsparmöglichkeiten seien. „Es ist uns gelungen. Wir werden knapp über 600 000 Euro liegen. Aber wir mussten Zugeständnisse machen, vor allem von der Ausstattung her“, so Dettke. Alles werde jetzt etwas einfacher ausfallen als ursprünglich geplant. „Wir sind auf die Variante gut und günstig ausgewichen“, sagt Karin Dettke.

Mitte 2019 soll der Kindergartenanbau in Betrieb genommen werden. Dettke: „Der Rohbau ist fertig, das Dach ist drauf, die Fenster sind drin, so dass jetzt wetterunabhängig zügig weitergebaut werden kann.“

Sponsoren für Spielgeräte gesucht

Für die Neugestaltung des Außengeländes und die Anschaffung von Spielgeräten sucht die Gemeinde Wesenberg noch dringend Spender. „Die Gemeindevertreter und ich werden die größeren Firmen unserer Gemeinde noch mal aufsuchen und Bitte, Bitte machen. Die Mitarbeiter vieler Unternehmen haben gerade in Stubbendorf gebaut und sich niedergelassen. Im Grunde genommen ist das für die Arbeitgeber auch ein Erhalt der Arbeitskräfte, wenn die Infrastruktur stimmt.“

Die Gemeinde Wesenberg

Die Gemeinde Wesenberg ist 1978 durch den Zusammenschluss der ehemaligen Gemeinden Groß Wesenberg, Ratzbek und Stubbendorf (mit ihren Ortsteilen Bruhnkaten, Fliegenfelde, Rosenhagen) entstanden. Getrennt durch die Autobahn A 1, die Bundesstraße 75 und die Eisenbahnstrecke Hamburg-Lübeck, liegen die drei Ortsteile räumlich relativ weit voneinander entfernt. Hierdurch haben sich die Ortsteile trotz des Zusammenschlusses ihre Eigenständigkeit bewahrt. Das spiegelt sich unter anderem darin wider, dass jeder Ortsteil über eine eigene zentrale Ortsentwässerung und eine eigenständige Feuerwehr mit Feuerwehrgerätehaus verfügt, in denen alle Gemeindeaktivitäten stattfinden können. Die Vogelschießervereine in allen Ortsteilen tragen besonders zu einer aktiven Dorfgemeinschaft bei.

Ansonsten steht der neu gebildete Sozialausschuss thematisch noch auf der Agenda der Gemeindechefin. Der Ausschuss werde sich künftig intensiv mit Kindern, Jugendlichen und Senioren beschäftigen. Speziell die Senioren seien in jüngster Zeit etwas zu kurz gekommen in Wesenberg. Das soll anders werden. „Demnächst werden wir abwechselnd Senioren und Jugendliche einladen und das Gespräch suchen, was die sich vorstellen und wünschen. Dann schauen wir, was wir davon realisieren können“, so Dettke.

Ein Gedanke sei zum Beispiel ein „Dörpsbus“, der die drei Dörfer der Gemeinde Wesenberg anfahren könne. „so dass sich die älteren Herrschaften beispielsweise mal zum Klönschnack zentral treffen oder auch mal einkaufen können.“ Zum Abschluss des Neujahrsempfangs soll es einen Imbiss geben. „Wir haben zwar kein Geld, aber wenn wir uns das nicht mehr leisten können, können wir gleich ganz einpacken. Einmal im Jahr darf die Gemeinde den Bürgern gegenüber auch mal ein bisschen spendabel sein“, findet Karin Dettke.

Britta Matzen

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