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Stormarn Kiesabbau soll verlängert werden
Lokales Stormarn Kiesabbau soll verlängert werden
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11:37 26.02.2019
Thomas Manke und Doris Schulz hätten den Kiesabbau nach über zehn Jahren gerne aus dem Dorf. Quelle: Bettina Albrod
Nienwohld

In Nienwohld gibt es am Ortsrand Richtung Sülfeld ein Gelände, auf dem, seit über zehn Jahren Kies abgebaut wird. Die Genehmigung für den den Kiesabbau ist jetzt abgelaufen, aber der Unternehmer hat beim Kreis beantragt, die Abbaugenehmigung für zwei Jahre zu verlängern. Die Gemeinde soll dazu eine Stellungnahme abgeben.

Bürgermeister Thomas Manke von der Aktiven Wählergemeinschaft Nienwohld (AWN) sieht den Antrag mit gemischten Gefühlen. „Auf der einen Seite wollen alle bauen, auch hier im Ort, und brauchen das Material“, sagt er, „auf der anderen Seite will keiner den Abbau vor der Haustür haben.“ Als der Abbau vor über zehn Jahren begonnen habe, habe das den Ort entzweit. Immerhin liege Nienwohld am Rande eines Naturschutzgebietes, ergänzt Doris Schulz, die von 2003 bis 2008 Bürgermeisterin war, als der Kiesabbau erstmals Thema in der Gemeinde war. Damals habe die Gemeinde mit vier zu vier Stimmen über den Abbau abgestimmt, hätte aber gar nicht abstimmen dürfen, weil die Entscheidung beim Kreis liege. „Damals ist dann für die Kiesabfuhr die Kreisstraße nach Bargfeld-Stegen ausgebaut worden, und sie hat einen Radweg bekommen. Das war auf jeden Fall ein Gewinn“, sagt sie.

Allerdings seien vor allem die direkten Anlieger betroffen. „Auf der Straße liegt immer der Sand, den die Lastwagen mitbringen“, sagt Manke, „dazu kommt der Lärm der Fahrzeuge.“ Der Unternehmer habe hier Entgegenkommen gezeigt und seine Fahrer geschult, dass sie langsam die Einfahrt durchfahren, um den Lärm zu mindern. „Er hat ein eigenes Tempolimit eingeführt und übernimmt regelmäßig die Straßenreinigung im Ort“, erklärt Manke. Lärm, Staub und Abgase blieben aber ein Problem vor allem für die Nachbarn. Zur Abbautiefe gebe es Auflagen, um das Wasser des benachbarten Moores zu schützen. „Nach über zehn Jahren Kiesabbau hätten wir gerne Schluss“, sind sich Doris Schulz und Thomas Manke einig. Aber da keine gravierenden Änderungen vorgesehen seien, werde es wahrscheinlich noch zwei Jahre weitergehen. „Das entscheidet der Kreis.“

Entscheidung liegt beim Kreis

Genehmigungen zum Kiesabbau würden für einen bestimmten Zeitrahmen erteilt, erklärt Erwin Posern von der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises. „Wenn eine Firma innerhalb des Zeitrahmens nicht fertig ist, kann sie eine Verlängerung für zwei Jahre beantragen.“ Dazu würden alle zuständigen Fachbehörden beim Kreis angehört, auch die betroffene Gemeinde könne eine Stellungnahme abgeben.

„Das Verfahren zum Kiesabbau in Nienwohld läuft, die Entscheidung steht noch aus, aber da der Abbau schon einmal genehmigt wurde, gibt es wohl nichts, was gegen eine Verlängerung spricht“, so Posern. Man wolle auch die Stellungnahme der Gemeinde prüfen, das laufe über die Kommunalaufsicht. „Bei einer Ablehnung der Verlängerung muss es stichhaltige Gründe geben. Das wird alles genau geprüft.“ Der Kiesabbau bestehe in Nienwohld schon über zehn Jahre, bisher sei keine Beschwerde dazu bekannt. „Eine Verlängerung wird immer nur für zwei Jahre erteilt. Danach kann es noch eine Verlängerung geben, oder das Gelände wird renaturiert.“

Bettina Albrod

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