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Stormarn Nienwohld stimmt für Mehrfamilienhaus
Lokales Stormarn Nienwohld stimmt für Mehrfamilienhaus
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11:34 08.04.2019
Bürgermeister Thomas Manke. Quelle: Bettina Albrod
Nienwohld

Die Bürger von Nienwohld haben sich am Sonntag bei einem Bürgerentscheid für den Bau des umstrittenen Mehrfamilienhauses im Ort ausgesprochen. 190 Nienwohlder stimmten für die Fortsetzung des Bauprojekts der Gemeinde, 87 Bürger waren dagegen. Insgesamt waren 410 Nienwohlder wahlberechtigt.

Bau war ausgesetzt worden

Zur Abstimmung stand die Fortsetzung eines Bauprojekts im Neubaugebiet Honbrook, wo die Gemeinde auf einem Grundstück ein Haus mit fünf teils barrierefreien Wohnungen errichten lässt, das bezahlbaren Wohnraum für junge Leute und Senioren bieten soll. Gegen die Pläne hatte sich eine Bürgerinitiative gebildet, die schließlich einen Bürgerentscheid durchgesetzt hat. Die Gegner des Projekts bezweifeln die Wirtschaftlichkeit der Pläne und wehren sich gegen ein Mehrfamilienhaus in einem Einfamilienhaus-Gebiet. Bis zum Bürgerentscheid war der Weiterbau auf dem Grundstück ausgesetzt worden.

Thomas Raudonat und Ruth Abels von der Bürgerinitiative. Quelle: Bettina Albrod

„Wir haben zwei Drittel Zustimmung bekommen“, erklärte Nienwohlds Bürgermeister Thomas Manke (Wählergemeinschaft AWN) nach der Abstimmung. „Auf der anderen Seite sind aber 87 Gegenstimmen auch eine hohe Zahl. Wenn man etwas so Tolles plant, hofft man auf mehr Zustimmung.“ Manke bedauerte, dass die Dorfgemeinschaft durch den Zwist hohen Schaden erlitten habe. „Es ging um altes Dorf gegen neues Dorf, und das ist schade.“ Der Riss in der Gemeinde sei nach der Wahl spürbar gewesen. „Eigentlich haben damit alle verloren.“

Bald wird weitergebaut

Manke freute sich aber auch, dass das Bauvorhaben nun wie geplant weitergehen könne. „Vom Amt hieß es, dass es keine weiteren Mittel gegen den Beschluss gibt.“ Zudem hätten die Initiatoren des Bürgerentscheids erklärt, jetzt nichts weiter unternehmen zu wollen. Manke: „Der Bürgerentscheid war der fünfte Anlauf der Initiative, um gegen die Baumaßnahme vorzugehen.“

Bettina Albrod

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